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Warum Heißt Federweißer Jetzt Traubenmost


Warum Heißt Federweißer Jetzt Traubenmost

Kennst du das Gefühl? Du stehst im Herbst auf dem Wochenmarkt, die Luft ist kühl und der Duft von frisch geernteten Trauben liegt in der Luft. Du suchst nach dem prickelnden, süßen Getränk, das du seit Jahren kennst: Federweißer. Aber plötzlich siehst du überall Schilder mit der Aufschrift "Traubenmost". Was ist passiert? Warum heißt Federweißer jetzt Traubenmost? Keine Sorge, du bist nicht allein mit dieser Frage. Viele sind verwirrt über die neue Bezeichnung.

Lass uns gemeinsam Licht ins Dunkel bringen und herausfinden, was es mit dieser Umbenennung auf sich hat und warum du den prickelnden Genuss trotzdem noch findest.

Was ist Federweißer überhaupt?

Bevor wir uns der Namensänderung widmen, ist es wichtig zu verstehen, was Federweißer eigentlich ist. Federweißer ist ein Zwischenprodukt bei der Weinherstellung. Er entsteht, wenn der frische Traubenmost zu gären beginnt. Die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol und Kohlensäure um. Dadurch entsteht das typische Prickeln und die trübe Farbe, die durch die schwebenden Hefeteilchen (daher der Name "Federweißer") entsteht.

Federweißer ist also ein lebendiges Getränk, das sich ständig verändert. Er ist nicht pasteurisiert und die Gärung läuft ununterbrochen weiter. Das bedeutet auch, dass der Alkoholgehalt im Laufe der Zeit steigt.

Die Wahrheit hinter der Bezeichnung "Traubenmost"

Nun zur eigentlichen Frage: Warum steht auf den Etiketten jetzt "Traubenmost" und nicht mehr "Federweißer"? Die Antwort ist rechtlich begründet. Der Begriff "Federweißer" ist rechtlich nicht geschützt. Das bedeutet, dass jeder Hersteller sein Produkt so nennen konnte, auch wenn es vielleicht gar nicht den traditionellen Herstellungskriterien entsprach. Um mehr Klarheit und Transparenz für die Verbraucher zu schaffen, wurde die Bezeichnung "Traubenmost" eingeführt.

Umfrage zur Stickstoffversorgung von Traubenmost der Rebsorten
Umfrage zur Stickstoffversorgung von Traubenmost der Rebsorten

Traubenmost ist der Oberbegriff für den Saft, der aus frischen Trauben gewonnen wird, bevor die Gärung abgeschlossen ist. Er umfasst also sowohl den reinen Traubensaft vor der Gärung als auch den Federweißen in seinen verschiedenen Stadien.

Im Grunde genommen ist "Traubenmost" der korrektere und umfassendere Begriff für das, was wir alle als Federweißer kennen und lieben.

Die Bezeichnung "Traubenmost" soll also keine Qualitätseinbuße signalisieren. Es geht vielmehr darum, eine einheitliche und rechtlich abgesicherte Bezeichnung zu verwenden.

Teilweise gegorener Traubenmost aus Italien - GERSTACKER Weinkellerei
Teilweise gegorener Traubenmost aus Italien - GERSTACKER Weinkellerei

Wo finde ich meinen Federweißer (aka Traubenmost)?

Auch wenn auf dem Etikett jetzt "Traubenmost" steht, findest du den prickelnden, süßen Genuss nach wie vor dort, wo du ihn immer gefunden hast:

  • Auf dem Wochenmarkt: Viele Winzer und Obstbauern bieten ihren frischen Traubenmost direkt an.
  • Im Supermarkt: Achte auf die Kühlregale, da Traubenmost gekühlt gelagert werden muss, um die Gärung zu verlangsamen.
  • Direkt beim Winzer: Besuche einen Winzer in deiner Nähe und probiere dich durch verschiedene Sorten.
  • Online: Viele Online-Shops bieten eine große Auswahl an Traubenmost an.

Achte beim Kauf auf folgende Punkte:

Teilweise gegorener Traubenmost aus Italien - GERSTACKER Weinkellerei
Teilweise gegorener Traubenmost aus Italien - GERSTACKER Weinkellerei
  • Trübung: Ein guter Traubenmost sollte trüb sein, da dies auf die schwebenden Hefeteilchen hinweist.
  • Prickeln: Er sollte leicht prickeln, was auf die Kohlensäurebildung durch die Gärung hindeutet.
  • Süße: Der Süßegrad kann variieren, je nachdem, wie weit die Gärung fortgeschritten ist.
  • Lagerung: Traubenmost sollte immer kühl gelagert und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Worauf muss ich beim Umgang mit Traubenmost achten?

Da Traubenmost ein lebendiges Produkt ist, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Lagerung: Lagere ihn immer im Kühlschrank, um die Gärung zu verlangsamen.
  • Transport: Transportiere ihn am besten stehend, da er durch die Gärung Kohlensäure bildet und auslaufen kann.
  • Deckel: Verschließe die Flasche nicht luftdicht, da sonst Druck entstehen kann und die Flasche platzen könnte. Ein lockerer Verschluss oder ein spezieller Gärverschluss ist ideal.
  • Verbrauch: Traubenmost sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden, da der Alkoholgehalt mit fortschreitender Gärung steigt und er saurer wird.

Zusammenfassend: Traubenmost = Federweißer (fast)

Also, keine Panik! Der Name hat sich geändert, aber der Geschmack und das Erlebnis bleiben gleich. Traubenmost ist im Wesentlichen das, was wir früher als Federweißer kannten. Die neue Bezeichnung soll für mehr Klarheit und Transparenz sorgen. Also, genieße auch weiterhin den prickelnden, süßen Geschmack des Herbstes – egal, ob er nun Federweißer oder Traubenmost heißt!

Und was ist dein Lieblings-Traubenmost (ehemals Federweißer) und wie genießt du ihn am liebsten?

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