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Wann Wurde Der Blitzableiter Erfunden


Wann Wurde Der Blitzableiter Erfunden

Okay, Leute, stellt euch vor, ihr sitzt gemütlich im Café, Latte Macchiato in der Hand, und plötzlich fängt der Himmel an, ein apokalyptisches Konzert zu veranstalten. Blitze zucken, Donner grollt – die volle Dröhnung Naturgewalt! Was beruhigt euch in diesem Moment? Wahrscheinlich unter anderem die Tatsache, dass ein schlauer Kopf vor langer Zeit dafür gesorgt hat, dass euer Café (hoffentlich!) einen Blitzableiter auf dem Dach hat. Aber wer war dieser Blitz-Bändiger? Und wann hat er seinen genialen Geistesblitz gehabt? Lasst uns eintauchen in die Geschichte des Blitzableiters, eine Geschichte voller Funken, Missverständnisse und einem Mann, der mit Drachen spielte (naja, fast!).

Der Verdächtige Nummer 1: Benjamin Franklin

Der Name, der einem sofort in den Sinn kommt, ist natürlich Benjamin Franklin. Der amerikanische Staatsmann, Erfinder, Wissenschaftler und allgemeine Tausendsassa. Der Mann war ja wirklich überall, von der Unabhängigkeitserklärung bis zur Erfindung der Bifokalbrille! Aber war er auch der Blitzableiter-Pionier? Nun ja, die Geschichte mit dem Drachen, dem Schlüssel und dem Gewitter…die kennen wir ja alle, oder?

Die Sache ist die: Franklin hat tatsächlich mit einem Drachen experimentiert, um die elektrische Natur von Blitzen zu beweisen. Eine ziemlich riskante Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass er quasi versucht hat, den Himmel mit einem Schlüssel anzuzapfen! Respekt, Ben, aber bitte nicht nachmachen!

Aber hier kommt der Twist: Franklin hat zwar nicht den allerersten Blitzableiter erfunden (haltet die Pferde!), aber er war der Erste, der öffentlich und mit wissenschaftlichem Nachdruck die Idee eines geerdeten Leiters zur Ableitung von Blitzen propagierte. Er hat das Konzept populär gemacht und die wissenschaftlichen Grundlagen dafür geliefert. Man könnte ihn also den Marketing-Chef des Blitzableiters nennen. Quasi der Steve Jobs der Blitzschutz-Branche.

Die wahren Pioniere: Europa schlägt zurück!

Während Franklin in Amerika mit seinem Drachenheldentum für Furore sorgte, waren findige Köpfe in Europa schon etwas weiter. Hier kommt ein Name ins Spiel, den die meisten nicht sofort auf dem Schirm haben: Prokop Diviš (auch bekannt als Wenzel Divisch).

Benjamin Franklin Blitzableiter, 1752 Stockfotografie - Alamy
Benjamin Franklin Blitzableiter, 1752 Stockfotografie - Alamy

Dieser tschechische Priester, Theologe und Naturforscher baute bereits 1754 (!), also vor Franklins berühmtem Drachenexperiment (1752, aber die Resultate wurden erst später publik), eine Blitzableiter-ähnliche Konstruktion. Genannt wurde das Ding "Meteorologischer Maschine" und sah aus wie ein etwas verrücktes Musikinstrument. Es bestand aus einer Reihe von Metallspitzen, die mit Drähten verbunden waren, um die elektrische Ladung aus der Luft abzuleiten.

Diviš war fest davon überzeugt, dass seine Maschine nicht nur Blitze ableiten, sondern auch das Wetter beeinflussen konnte. Da gingen seine wissenschaftlichen Ambitionen wohl etwas mit ihm durch. Klingt fast nach einem Science-Fiction-Film, oder?

Der äußere Blitzschutz – was gehört zum Blitzableiter?
Der äußere Blitzschutz – was gehört zum Blitzableiter?

Leider, und das ist ein bisschen tragisch, wurde seine "Meteorologische Maschine" von den abergläubischen Bauern der Gegend zerstört, die ihm die Schuld für eine Dürre gaben. Tja, Pech gehabt, Prokop! Manchmal ist es schwer, ein Prophet im eigenen Land zu sein – selbst wenn man versucht, Blitze zu bändigen.

Also, wer war es denn nun?

Die Antwort ist, wie so oft in der Geschichte, nicht ganz eindeutig. Prokop Diviš hat den ersten, dokumentierten Blitzableiter gebaut, aber Benjamin Franklin hat die Idee popularisiert und die wissenschaftliche Grundlage dafür geliefert. Beide haben ihren Beitrag geleistet, und beide verdienen Anerkennung.

Das Philadelphia Experiment [1984] - inboxutorrent
Das Philadelphia Experiment [1984] - inboxutorrent

Es ist wie bei der Erfindung des Telefons: Alexander Graham Bell war nicht der Einzige, der an dieser Technologie gearbeitet hat, aber er war der Erste, der ein Patent darauf erhielt und es erfolgreich vermarktete. Gleiches gilt für den Blitzableiter: Diviš war der Tüftler, Franklin der Stratege.

Und was lernen wir daraus? Erstens: Spielt niemals mit Blitzen, es sei denn, ihr wisst genau, was ihr tut. Und zweitens: Gebt den tschechischen Priestern mehr Liebe! Sie haben es verdient.

Also, das nächste Mal, wenn ihr im Café sitzt und ein Gewitter aufzieht, denkt an Prokop Diviš und Benjamin Franklin – die beiden Helden, die uns vor dem himmlischen Zorn bewahren (zumindest ein bisschen!). Und bestellt euch noch einen Latte Macchiato. Ihr habt es euch verdient!

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