Verwesung Einer Leiche Im Sarg

Na, mal ehrlich, hast du dich auch schon mal gefragt, was eigentlich genau passiert, wenn man in der Kiste liegt? Also, nicht im Urlaub am Strand, sondern im allerletzten Koffer? Ja, es geht um Verwesung im Sarg. Klingt erstmal gruselig, ist aber eigentlich nur Natur. So wie wenn du deinen Salat im Kühlschrank vergisst und er dann...naja, anders aussieht. Nur halt in größerem Maßstab und ohne Gurke.
Der Anfang vom Ende (aber auf natürliche Art)
Stell dir vor, dein Körper ist wie ein prall gefüllter Bio-Müllsack. Nur dass er halt aus Haut und Knochen besteht. Direkt nach dem Ableben, wenn die Party sozusagen vorbei ist, fängt das große Aufräumen an. Die Bakterien, die vorher friedlich in deinem Darm gewohnt haben (und fleißig dein Mittagessen verdaut haben), denken sich: "Endlich Party! Der Chef ist weg!" Und dann legen die los. Diese kleinen Racker beginnen, dich von innen heraus zu zersetzen. Nennen wir es mal "Innenausbau rückwärts".
Das ist wie wenn du vergisst, die Spülmaschine auszuräumen. Nach ein paar Tagen riecht es dann auch nicht mehr nach Rosenwasser, oder?
Must Read
Autolyse ist das Zauberwort, mit dem die Wissenschaft das nennt. Das bedeutet, dass die Enzyme des Körpers beginnen, sich selbst zu verdauen. Sehr selbstständig, diese Enzyme!
Die Gasblasen-Show
Und was passiert dann? Nun, die Bakterien produzieren fleißig Gase. Und diese Gase müssen ja irgendwohin. Stell dir vor, du lässt versehentlich eine Tüte Erbsen im Auto liegen, im Hochsommer. Das Ergebnis ist ähnlich. Der Körper bläht sich auf – die Haut wird gespannt, die Augen quellen hervor. Ein bisschen so, wie wenn du nach Weihnachten versucht, in deine Lieblingsjeans zu passen. Nur dass du diesmal nicht selbst schuld bist.

Diese Gase sind auch für den charakteristischen Geruch verantwortlich. Wir nennen ihn mal "den Duft der Vergänglichkeit". Ist nicht jedermanns Sache, aber er gehört nun mal dazu.
Flüssigkeiten, wohin das Auge blickt
Irgendwann gibt die Haut nach. Die Gase entweichen, und die Flüssigkeiten...naja, die fließen. Klingt unappetitlich, ist aber ein ganz natürlicher Prozess. Stell dir vor, du hast eine Wassermelone zu lange in der Sonne liegen lassen. Irgendwann platzt sie und hinterlässt eine klebrige, rote Sauerei. Ähnlich, nur eben mit anderen Flüssigkeiten und ohne Melone.

Diese Flüssigkeiten zersetzen sich dann weiter, und der Körper wird langsam aber sicher zu... nun ja, zu Erde. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Was passiert im Sarg?
Der Sarg spielt eine Rolle, aber nicht die Hauptrolle. Ein Holzsarg verlangsamt den Prozess vielleicht ein bisschen, aber er kann ihn nicht aufhalten. Stell dir vor, du packst deinen Salat in eine Tupperdose. Er wird trotzdem irgendwann welk. Ein Metallsarg kann den Prozess verzögern, weil er luftdichter ist, aber auch das ist kein Freifahrtschein für die Ewigkeit.

Wichtig: Die Bodenbeschaffenheit spielt eine große Rolle. Ist der Boden feucht und sauer, geht es schneller. Ist er trocken und sandig, dauert es länger. So ist das nun mal in der Natur.
Das große Finale
Am Ende bleibt nicht mehr viel übrig. Die Weichteile sind verschwunden, die Knochen bleiben zurück. Und selbst die Knochen zersetzen sich irgendwann, wenn auch sehr langsam. Es ist ein Kreislauf: Von Staub zu Staub. Klingt pathetisch, ist aber wahr.
Also, das nächste Mal, wenn du dich über einen vergessenen Joghurt im Kühlschrank ärgerst, denk dran: Es hätte schlimmer kommen können. Viel schlimmer. Und denk dran, dass alles, was lebt, irgendwann wieder zur Erde zurückkehrt. Ist doch eigentlich ganz beruhigend, oder? Oder auch nicht...
