Vertrauen In Mich Oder Mir

Okay, kurze Anekdote. Letzte Woche wollte ich unbedingt ein neues Rezept ausprobieren: Soufflé. Soufflé! Ich, der Mensch, der Toastbrot manchmal anbrennen lässt. Mein erster Gedanke: "Das schaffst du nie!". Mein zweiter Gedanke, gefolgt von einem tiefen Seufzer: "Naja, versuchen kann man's ja mal..." Und ratet mal? Es wurde... essbar. Nicht perfekt, natürlich. Eher so "leicht zusammengesunken, aber schmeckt trotzdem gut". Aber hey, es war ein Soufflé! Und das hat mir echt zu denken gegeben.
Denn irgendwie ist es ja oft so, oder? Wir stehen vor einer neuen Herausforderung, einer Aufgabe, die uns riesig und unmöglich vorkommt, und dann kommt sofort diese kleine Stimme in unserem Kopf, die sagt: "Lass es lieber. Du bist nicht gut genug. Das wird eh nichts." Kennt ihr das?
Und genau darum soll es heute gehen: Vertrauen in mich oder mir? Ist das nicht eigentlich dasselbe? Nicht unbedingt. Und das ist der springende Punkt!
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Der feine Unterschied: Vertrauen IN mich vs. Vertrauen MIR
Klar, auf den ersten Blick klingt das fast identisch. Aber es steckt mehr dahinter, als man denkt. Vertrauen in mich impliziert, dass ich an meine Fähigkeiten glaube, dass ich mir zutraue, bestimmte Dinge zu können. Vertrauen mir bedeutet, dass ich meinem Urteil, meinen Instinkten und meiner Intuition vertraue. Das ist ein subtiler, aber wichtiger Unterschied. (Findest du nicht auch?)
Stell dir vor, du hast ein Vorstellungsgespräch. Vertrauen in dich wäre: "Ich kann das! Ich bin qualifiziert! Ich weiß, was ich sage!" – eine gesunde Portion Selbstbewusstsein ist superwichtig, keine Frage!

Aber Vertrauen mir wäre eher: "Auch wenn ich nervös bin, vertraue ich darauf, dass ich ehrlich und authentisch bin. Ich vertraue darauf, dass ich die richtigen Antworten gebe, auch wenn sie mir spontan einfallen. Ich vertraue darauf, dass ich ich sein kann."
Siehst du den Unterschied? Das eine ist Leistungsorientiert, das andere vielmehr auf die eigene innere Führung bezogen.
Warum ist das so wichtig? Weil das Vertrauen mir uns auch dann trägt, wenn das Vertrauen in mich mal bröckelt. (Und das tut es manchmal, ganz ehrlich.) Wenn das Soufflé zusammenfällt, wenn das Vorstellungsgespräch nicht so läuft, wie geplant – dann ist es das Vertrauen mir, das uns wieder aufbaut. Es sagt uns: "Okay, vielleicht war das nicht perfekt, aber du hast dein Bestes gegeben. Du hast deiner Intuition vertraut. Du hast aus der Situation gelernt. Und das ist okay."

Und das ist, finde ich, eine viel nachhaltigere Art von Vertrauen.
Wie stärke ich mein Vertrauen? (In beide Richtungen!)
Okay, genug Theorie. Wie bekommen wir mehr von diesem magischen Vertrauen, das uns durchs Leben trägt?

- Kleine Erfolge feiern: Fang klein an. Mach etwas, das du schon immer mal ausprobieren wolltest. Egal wie unspektakulär es klingt. Ein neues Rezept? Ein Online-Kurs? Ein Gespräch mit jemandem, vor dem du dich bisher gedrückt hast? Jeder kleine Erfolg stärkt dein Vertrauen in deine Fähigkeiten.
- Auf deine Intuition hören: Nimm dir Zeit, um in dich hineinzuhorchen. Was sagt dir dein Bauchgefühl? Was fühlt sich richtig an? Je öfter du deiner Intuition folgst, desto stärker wird dein Vertrauen ihr gegenüber. (Ja, ich personifiziere hier die Intuition. Aber sie verdient es!)
- Fehler akzeptieren: Niemand ist perfekt. Fehler sind menschlich. Und vor allem: Fehler sind Lernchancen! Betrachte jeden Fehler als Gelegenheit, zu wachsen und dich weiterzuentwickeln. Das stärkt dein Vertrauen in deine Resilienz.
- Selbstmitgefühl üben: Sei freundlich zu dir selbst. Behandle dich mit der gleichen Güte und Nachsicht, die du auch einem Freund entgegenbringen würdest. (Würdest du deinen Freund für ein zusammengefallenes Soufflé verurteilen? Eben!)
Und noch ein Tipp: Fang an, ein Tagebuch zu schreiben. Notiere dir deine Erfolge, deine Herausforderungen und deine Erkenntnisse. Das hilft dir, deine Fortschritte zu erkennen und dein Selbstvertrauen langfristig zu stärken. (Glaub mir, es funktioniert!) Ich weiß, Tagebuch schreiben klingt manchmal nach "Oma-Beschäftigung", aber probier's einfach mal!
Also, worauf wartest du noch? Geh raus und vertraue dir! Sowohl in deine Fähigkeiten als auch in deine innere Stimme. Du wirst überrascht sein, was alles möglich ist. Und selbst wenn das Soufflé mal wieder zusammenfällt, weißt du ja jetzt: Das ist nicht das Ende der Welt.
Vertrau dir selbst, dann weißt du, wie zu leben ist. – Johann Wolfgang von Goethe (Ja, Goethe hatte auch Ahnung vom Leben, nicht nur von Faust!)
