Ugs Mit Vollen Backen Kauen

Okay, Hand aufs Herz: Wer von uns hat's nicht schon mal gemacht? Wer saß noch nie da, hat genüsslich einen Bissen im Mund und… naja, sagen wir mal, nicht ganz flüsterleise gekaut? Heute tauchen wir ein in eine kleine, oft belächelte, aber vielleicht gar nicht so schlimme Eigenart: "Ugs. mit vollen Backen kauen." Ja, das ist der etwas holprige Titel für etwas, das wir alle kennen.
Warum ist das Thema überhaupt interessant? Weil es uns alle betrifft! Und weil hinter dem Phänomen "mit vollen Backen kauen" mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Ist es einfach nur unhöflich? Oder verbirgt sich dahinter vielleicht sogar ein Stück Lebensfreude?
Die Etikette und das Kauen
Klar, die Benimmregeln sind eindeutig: Mit geschlossenem Mund kauen, bitte! Kein Schmatzen, kein "Muuuuuh"-Geräusch. Das hat uns schon Oma eingebläut, oder? Aber mal ehrlich, wer hält sich immer daran? Und ist es wirklich so schlimm, wenn man mal aus Versehen etwas lauter kaut?
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Stell dir vor, du bist beim ersten Date. Alles ist perfekt, die Stimmung stimmt, das Essen ist köstlich… und dann verknotet sich deine Zunge, du schmatzt unabsichtlich und fühlst dich, als hättest du gerade einen Banküberfall begangen. Kennt man, oder? Die Angst, negativ aufzufallen, ist groß.
Aber ist es nicht auch ein bisschen übertrieben? Ist das laute Kauen wirklich das Ende der Welt? Oder steckt dahinter vielleicht einfach nur pure Begeisterung für das, was man gerade isst? So wie ein Hund, der sein Lieblingsleckerli bekommt und einfach nur noch glücklich ist. (Okay, vielleicht nicht ganz SO extrem, aber ihr wisst, was ich meine!)

Warum kauen wir überhaupt "falsch"?
Es gibt verschiedene Gründe, warum wir manchmal mit vollen Backen kauen. Vielleicht sind wir einfach nur hungrig und wollen den Bissen schnell runterschlingen. Oder wir sind so in ein Gespräch vertieft, dass wir das Kauen gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Manchmal ist es auch einfach nur Gemütlichkeit. Wir fühlen uns wohl, sind entspannt und lassen es uns schmecken.
Und dann gibt es noch die "Genuss-Kauenden". Das sind diejenigen, die jeden Bissen ausgiebig zelebrieren. Die jeden Geschmack, jede Textur bewusst wahrnehmen. Für sie ist das Essen mehr als nur Nahrungsaufnahme, es ist ein Erlebnis. Und dieses Erlebnis wird eben manchmal etwas lauter begleitet.
Denk mal an ein Kind, das gerade sein erstes Eis isst. Da wird geschmatzt, gematscht und gegrinst, was das Zeug hält. Ist das unhöflich? Vielleicht. Aber ist es nicht auch unglaublich herzerwärmend? Diese unbändige Freude, dieser unbeschwerte Genuss… Ist das nicht etwas, das wir uns als Erwachsene bewahren sollten?

Die kulturelle Perspektive
Interessanterweise ist das Thema "lautes Kauen" auch kulturell unterschiedlich bewertet. In manchen Kulturen gilt es als Zeichen des Respekts, wenn man das Essen lautstark genießt. Es signalisiert dem Koch, dass es einem schmeckt. In anderen Kulturen hingegen ist es ein absolutes No-Go.
Man könnte also sagen: Es kommt drauf an! Auf den Kontext, die Situation, die Menschen, mit denen man zusammen isst. Und natürlich auch auf die eigene Persönlichkeit. Ist man ein eher zurückhaltender Typ, wird man sich wahrscheinlich ohnehin bemühen, leise zu kauen. Ist man aber ein extrovertierter Genießer, wird man vielleicht etwas weniger Wert auf die Etikette legen.

Fazit: Erlaubt ist, was gefällt?
Die Frage ist also nicht, ob "Ugs. mit vollen Backen kauen" gut oder schlecht ist. Sondern vielmehr: Wann ist es angebracht und wann nicht? Und wann sollten wir uns vielleicht einfach mal erlauben, loszulassen und den Moment zu genießen, auch wenn es mal etwas lauter wird?
Vielleicht sollten wir alle etwas gelassener mit dem Thema umgehen. Nicht jeden gleich verurteilen, der mal etwas lauter kaut. Sondern uns stattdessen fragen: Was steckt dahinter? Ist es einfach nur Unachtsamkeit? Oder vielleicht doch ein Ausdruck von Freude und Genuss?
Und wer weiß, vielleicht entdecken wir ja auch in uns selbst den kleinen, genussvollen "Muuuuh"-Kauer, der nur darauf wartet, endlich mal wieder hemmungslos zugreifen zu dürfen. Also, lasst es euch schmecken! (Aber vielleicht trotzdem nicht zu laut, okay? 😉 )
