Teens And Social Media

Okay, mal ehrlich: Wer von uns Erwachsenen hat NICHT schon mal heimlich, oder auch ganz offensichtlich, auf das Handy seines Teenagers geschielt und sich gefragt, was da eigentlich wirklich abgeht? So ein bisschen wie wenn man versucht, ein Gespräch auf Klingonisch zu verstehen – man erahnt irgendwas, aber die Details sind… nun ja, nebulös.
Social Media und Teenager. Das ist wie Erdnussbutter und Marmelade, Pommes und Mayo, Loriot und Möpse – irgendwie gehören die zusammen, auch wenn man nicht immer genau weiß, warum.
Das digitale Lagerfeuer
Stellt euch Social Media als das Lagerfeuer der heutigen Jugend vor. Früher saßen wir da und haben uns Gruselgeschichten erzählt, Gitarre gespielt und heimlich geknutscht. Heute posten sie Selfies mit Filter, teilen Memes und liken alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Im Prinzip ist es das Gleiche – nur eben digital. Und ein bisschen lauter. Und mit mehr Emojis.
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Der springende Punkt: Sie suchen die Verbindung. Sie wollen dazu gehören. Sie wollen gesehen werden. Und Social Media bietet ihnen diese Plattform. Manchmal vielleicht zu viel Plattform.
Denkt mal an eure eigene Jugend zurück. Habt ihr nicht auch alles dafür getan, um „cool“ zu sein? Um dazuzugehören? Nur dass unsere peinlichen Versuche, cool zu sein, meistens offline stattfanden und zum Glück nicht für die Ewigkeit dokumentiert wurden. Stell dir vor, es gäbe ein Instagram-Profil deiner 80er-Jahre-Dauerwelle… schauder

FOMO, Filter und der ganz normale Wahnsinn
FOMO (Fear Of Missing Out), also die Angst, etwas zu verpassen, ist ein echter Faktor. Jeder postet das perfekte Leben, den perfekten Urlaub, das perfekte Essen… und zack, fühlen sich die Kids, als würden sie irgendwas falsch machen. Als wären sie nicht gut genug. Das ist Bullshit. Aber das muss man ihnen halt auch sagen – und zwar öfter als einmal.
Und dann die Filter! Versteht mich nicht falsch, ich nutze selbst den ein oder anderen Filter, um meine müden Augen zu kaschieren. Aber wenn man sich nur noch mit Filter zeigt, verliert man irgendwann das Gefühl für die Realität. Man wird zu einem Avatar seiner selbst.

Wichtig: Redet mit euren Teenagern darüber. Sagt ihnen, dass es okay ist, nicht perfekt zu sein. Dass das, was sie online sehen, oft nur eine Illusion ist. Dass Pickel, schlechte Laune und graue Haare (äh, bei euch vielleicht) zum Leben dazugehören.
Die Dosis macht das Gift
Klar, es gibt auch die Schattenseiten. Cybermobbing, Hasskommentare, unrealistische Schönheitsideale… das ist alles Mist. Und dagegen muss man aktiv vorgehen. Aber Social Media ist nicht per se böse. Es kann auch ein Werkzeug sein, um sich zu vernetzen, um sich auszutauschen, um sich zu informieren.

Das Problem ist oft der übermäßige Konsum. Wenn das Handy zum ständigen Begleiter wird, wenn man ohne nicht mehr leben kann, dann wird’s kritisch. So wie bei Schokolade: Ein Stück ist lecker, eine ganze Tafel macht Bauchschmerzen.
Setzt Grenzen. Vereinbart handyfreie Zeiten. Fördert andere Hobbies. Zeigt ihnen, dass es auch ein Leben außerhalb der digitalen Welt gibt. Ein Leben mit echten Menschen, echten Gesprächen und echten Erlebnissen. Denn das ist doch das, was wirklich zählt, oder?
Und vergesst nicht: Auch ihr als Eltern seid Vorbilder. Wenn ihr ständig am Handy hängt, könnt ihr von euren Teenagern schlecht erwarten, dass sie es nicht tun. Also, lasst uns gemeinsam das digitale Lagerfeuer in ein gemütliches, sicheres und inspirierendes Plätzchen verwandeln. Und vielleicht sogar mal zusammen ein Meme teilen.
