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Selbst Behandeln Bilder Von Außenliegende Hämorrhoiden


Selbst Behandeln Bilder Von Außenliegende Hämorrhoiden

Stell dir vor: Du sitzt, stehst oder gehst und plötzlich spürst du ein unangenehmes Druckgefühl oder sogar Schmerzen im Analbereich. Vielleicht bemerkst du auch Blut auf dem Toilettenpapier. Das können Anzeichen für äußere Hämorrhoiden sein. Keine Panik! Viele Menschen sind davon betroffen, und oft lassen sie sich gut selbst behandeln. Dieser Artikel richtet sich an alle, die mehr über die Selbstbehandlung von äußeren Hämorrhoiden erfahren möchten. Wir geben dir verständliche Infos und praktische Tipps, damit du die Beschwerden lindern und den Heilungsprozess unterstützen kannst.

Was sind äußere Hämorrhoiden überhaupt?

Hämorrhoiden sind Blutgefäßpolster im Bereich des Afters. Jeder Mensch hat sie, und sie sind wichtig für die Feinkontinenz, also die Fähigkeit, Stuhl und Gas zurückzuhalten. Probleme entstehen, wenn sich diese Gefäßpolster vergrößern und entzünden. Äußere Hämorrhoiden befinden sich unterhalb der Linea dentata, einer Linie im Analkanal. Das bedeutet, sie liegen außerhalb des Schließmuskels und sind oft als kleine Knoten oder Schwellungen tastbar. Im Gegensatz zu inneren Hämorrhoiden können äußere Hämorrhoiden stärkere Schmerzen verursachen, da die Haut in diesem Bereich schmerzempfindliche Nervenendigungen besitzt.

Wie erkennst du äußere Hämorrhoiden?

Die Symptome von äußeren Hämorrhoiden können variieren, aber typische Anzeichen sind:

  • Juckreiz im Analbereich
  • Schmerzen, besonders beim Sitzen oder Stuhlgang
  • Blutungen, meist hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier oder im Stuhl
  • Knoten oder Schwellungen um den After
  • Ein Druckgefühl oder Fremdkörpergefühl

Manchmal kann sich in einer äußeren Hämorrhoide ein Blutgerinnsel bilden (Hämorrhoidalthrombose). Das führt zu plötzlichen, heftigen Schmerzen und einer deutlichen, bläulich verfärbten Schwellung. Auch wenn das beängstigend aussieht, ist es in der Regel nicht gefährlich, aber die Schmerzen können sehr unangenehm sein.

Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung von Hämorrhoiden begünstigen können:

  • Verstopfung: Starkes Pressen beim Stuhlgang erhöht den Druck auf die Blutgefäße.
  • Chronischer Durchfall: Häufige Stuhlgänge können die Analregion reizen.
  • Schwangerschaft: Hormonelle Veränderungen und der wachsende Druck des Babys können Hämorrhoiden verursachen.
  • Übergewicht: Zusätzliches Gewicht belastet den Beckenboden.
  • Bewegungsmangel: Eine sitzende Lebensweise kann die Durchblutung beeinträchtigen.
  • Falsche Ernährung: Eine ballaststoffarme Ernährung führt oft zu Verstopfung.
  • Starkes Pressen beim Heben schwerer Gegenstände: Erhöht den Druck im Bauchraum.
  • Langes Sitzen auf der Toilette: Fördert die Stauung von Blut in den Gefäßen.

Selbstbehandlung: Was du selbst tun kannst

In vielen Fällen lassen sich äußere Hämorrhoiden gut selbst behandeln. Hier sind einige bewährte Methoden:

Hämorrhoiden selbst entfernen? Worauf du achten solltest
Hämorrhoiden selbst entfernen? Worauf du achten solltest

1. Hygiene ist das A und O

Reinige den Analbereich nach jedem Stuhlgang vorsichtig mit warmem Wasser. Verwende weiches Toilettenpapier oder noch besser, eine Dusche oder ein Bidet. Vermeide starkes Reiben oder aggressive Seifen, da diese die Haut zusätzlich reizen können. Sanftes Abtupfen ist ideal.

2. Sitzbäder für Linderung

Sitzbäder sind eine Wohltat für gereizte Hämorrhoiden. Fülle eine Badewanne oder ein Becken mit warmem Wasser (nicht heiß!) und setz dich für 10-15 Minuten hinein. Du kannst dem Wasser Kamillenblüten, Eichenrindeextrakt oder Totes Meer Salz hinzufügen, da diese entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften haben. Sitzbäder kannst du 2-3 Mal täglich durchführen.

3. Salben und Zäpfchen: Unterstützung aus der Apotheke

In der Apotheke gibt es verschiedene Salben und Zäpfchen, die speziell zur Behandlung von Hämorrhoiden entwickelt wurden. Sie enthalten oft Wirkstoffe wie:

  • Lokalanästhetika: Betäuben den Bereich und lindern Schmerzen und Juckreiz (z.B. Lidocain).
  • Kortikosteroide: Wirken entzündungshemmend (z.B. Hydrocortison). Diese sollten jedoch nicht über längere Zeit angewendet werden.
  • Pflanzliche Inhaltsstoffe: Fördern die Wundheilung und wirken entzündungshemmend (z.B. Hamamelis, Aloe Vera).

Lass dich in der Apotheke beraten, welche Produkte für dich am besten geeignet sind. Achte darauf, die Salben und Zäpfchen genau nach Anweisung anzuwenden.

Hämorrhoiden selbst behandeln?
Hämorrhoiden selbst behandeln?

4. Ernährung umstellen: Ballaststoffe sind wichtig!

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist entscheidend, um Verstopfung vorzubeugen und den Stuhlgang zu erleichtern. Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern, die Wasser binden und das Stuhlvolumen erhöhen. Gute Ballaststoffquellen sind:

  • Vollkornprodukte: Brot, Nudeln, Reis
  • Gemüse: Brokkoli, Karotten, Salat
  • Obst: Äpfel, Birnen, Beeren
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen
  • Leinsamen und Flohsamenschalen: Können zusätzlich eingenommen werden, um die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen.

Achte darauf, ausreichend zu trinken (mindestens 2 Liter Wasser pro Tag), damit die Ballaststoffe richtig quellen können. Eine plötzliche Erhöhung der Ballaststoffzufuhr kann anfangs zu Blähungen führen. Steigere die Menge daher langsam.

5. Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und beugt Verstopfung vor. Auch gezielte Übungen zur Stärkung des Beckenbodens können helfen, die Beschwerden zu lindern. Vermeide langes Sitzen und sorge für ausreichend Bewegungspausen im Alltag.

6. Kühlung bei Bedarf

Bei starken Schmerzen oder Schwellungen kann Kühlung helfen, die Beschwerden zu lindern. Du kannst einen Kühlpack (mit einem Tuch umwickelt) oder ein feuchtes, kaltes Tuch auf den Analbereich legen. Kühle den Bereich nicht zu lange, da dies die Durchblutung beeinträchtigen kann.

Hämorrhoiden selbst entfernen Warnung Hinweise
Hämorrhoiden selbst entfernen Warnung Hinweise

7. Schmerzmittel

Bei Bedarf kannst du rezeptfreie Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen, um die Schmerzen zu lindern. Beachte jedoch die Dosierungsanleitung und nimm die Medikamente nicht über einen längeren Zeitraum ein, ohne ärztlichen Rat einzuholen.

Was du vermeiden solltest

Um die Heilung zu fördern und die Beschwerden nicht zu verschlimmern, solltest du folgende Dinge vermeiden:

  • Starkes Pressen beim Stuhlgang: Nimm dir Zeit und entspann dich.
  • Langes Sitzen auf der Toilette: Vermeide es, auf der Toilette zu lesen oder zu spielen.
  • Scharfe Gewürze und Alkohol: Können die Entzündung verstärken.
  • Enge Kleidung: Kann den Analbereich reizen.
  • Langes Sitzen: Steh regelmäßig auf und bewege dich.
  • Hebe keine schweren Gegenstände: Wenn es unvermeidlich ist, hebe richtig (aus den Beinen, nicht aus dem Rücken).

Wann du zum Arzt solltest

In den meisten Fällen lassen sich äußere Hämorrhoiden gut selbst behandeln. Es gibt jedoch Situationen, in denen du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest:

  • Wenn die Beschwerden trotz Selbstbehandlung nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern.
  • Wenn du starke Schmerzen hast, die dich im Alltag stark beeinträchtigen.
  • Wenn du große Mengen Blut verlierst.
  • Wenn du zusätzliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost oder starke Schwellungen hast.
  • Wenn du nicht sicher bist, ob es sich tatsächlich um Hämorrhoiden handelt.
  • Wenn du Risikofaktoren für andere Erkrankungen hast (z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen).
  • Wenn du über 40 Jahre alt bist und zum ersten Mal Blut im Stuhl hast (um andere Ursachen auszuschließen).

Ein Arzt kann die Diagnose bestätigen und andere mögliche Ursachen für deine Beschwerden ausschließen. Er kann dir auch weitere Behandlungsmöglichkeiten empfehlen, wie z.B. eine Verödung, Gummibandligatur oder in seltenen Fällen eine Operation.

Bilder von außenliegende Hämorrhoiden: Heile sie selbst. (Update 2023)
Bilder von außenliegende Hämorrhoiden: Heile sie selbst. (Update 2023)

Hämorrhoidalthrombose: Was tun?

Wie bereits erwähnt, kann sich in einer äußeren Hämorrhoide ein Blutgerinnsel bilden, eine sogenannte Hämorrhoidalthrombose. Das ist zwar schmerzhaft, aber in der Regel nicht gefährlich. Die Selbstbehandlung ist ähnlich wie bei normalen äußeren Hämorrhoiden:

  • Kühlung: Lindert die Schmerzen und Schwellung.
  • Schmerzmittel: Helfen gegen die Schmerzen.
  • Salben und Zäpfchen: Können die Heilung unterstützen.

Wenn die Schmerzen sehr stark sind, kann der Arzt das Blutgerinnsel in einem kleinen Eingriff entfernen. Das bringt oft sofortige Erleichterung.

Vorbeugung ist besser als Nachsorge

Du kannst einiges tun, um der Entstehung von Hämorrhoiden vorzubeugen:

  • Ernähre dich ballaststoffreich und trinke ausreichend.
  • Vermeide Verstopfung und Durchfall.
  • Beweg dich regelmäßig.
  • Vermeide langes Sitzen und Stehen.
  • Geh rechtzeitig auf die Toilette und unterdrücke den Stuhldrang nicht.
  • Vermeide starkes Pressen beim Stuhlgang.
  • Reinige den Analbereich sanft nach jedem Stuhlgang.

Fazit: Du bist nicht allein!

Äußere Hämorrhoiden sind ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Oft lassen sie sich gut selbst behandeln, indem du auf eine gute Hygiene achtest, Sitzbäder nimmst, Salben und Zäpfchen verwendest, dich ballaststoffreich ernährst und dich ausreichend bewegst. Höre auf deinen Körper und such einen Arzt auf, wenn die Beschwerden nicht besser werden oder du dir unsicher bist. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du die Beschwerden lindern und deine Lebensqualität verbessern! Denk daran: Du bist nicht allein!

Behandlung von hämorrhoiden Ausgeschnittene Stockfotos und -bilder - Alamy Hämorrhoiden behandeln: So Beschwerden lindern

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