free web page hit counter

Schwitzige Hände Und Füße Ursachen


Schwitzige Hände Und Füße Ursachen

Schweißige Hände und Füße, medizinisch als Palmoplantare Hyperhidrose bezeichnet, sind ein häufiges und oft belastendes Problem. Es geht über normale Schweißbildung hinaus und kann erhebliche Auswirkungen auf das soziale Leben, die Arbeit und das Selbstwertgefühl der Betroffenen haben. Während leichte Schweißbildung an Händen und Füßen normal ist, handelt es sich bei Hyperhidrose um eine übermäßige Schweißproduktion, die oft ohne ersichtlichen Auslöser auftritt.

Ursachen Schwitziger Hände und Füße

Die Ursachen für schwitzige Hände und Füße sind vielfältig und nicht immer eindeutig zu identifizieren. Es gibt zwei Hauptformen der Hyperhidrose: Primäre (idiopathische) Hyperhidrose und Sekundäre Hyperhidrose.

Primäre Hyperhidrose

Die primäre Hyperhidrose ist die häufigste Form. Sie tritt ohne erkennbare Grunderkrankung auf und betrifft hauptsächlich die Achseln (axilläre Hyperhidrose), Hände (palmare Hyperhidrose) und Füße (plantare Hyperhidrose).

Genetische Veranlagung spielt eine bedeutende Rolle. Oft berichten Betroffene davon, dass auch andere Familienmitglieder unter übermäßigem Schwitzen leiden. Die genauen Gene, die für die primäre Hyperhidrose verantwortlich sind, sind jedoch noch nicht vollständig identifiziert.

Es wird vermutet, dass bei der primären Hyperhidrose das sympathische Nervensystem überaktiv ist. Dieses Nervensystem steuert unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Atmung und eben auch die Schweißproduktion. In stressigen Situationen oder bei Aufregung reagiert das sympathische Nervensystem stärker als normal und löst eine übermäßige Schweißproduktion aus, selbst wenn keine tatsächliche Notwendigkeit dafür besteht.

Schwitzige Hände: Ursachen und Tipps zur Behandlung von Schweißhänden
Schwitzige Hände: Ursachen und Tipps zur Behandlung von Schweißhänden

Sekundäre Hyperhidrose

Die sekundäre Hyperhidrose ist eine Folgeerscheinung anderer Grunderkrankungen oder Medikamente. Im Gegensatz zur primären Hyperhidrose ist sie oft generalisiert, das heißt, sie betrifft den gesamten Körper oder größere Bereiche davon.

Folgende Erkrankungen können sekundäre Hyperhidrose verursachen:

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Eine überaktive Schilddrüse kann den Stoffwechsel ankurbeln und zu vermehrtem Schwitzen führen.
  • Diabetes mellitus: Diabetes kann Nervenschäden (Neuropathie) verursachen, die die Schweißdrüsenfunktion beeinträchtigen. Auch niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) kann zu Schweißausbrüchen führen.
  • Infektionen: Einige Infektionen, wie Tuberkulose oder Malaria, können mit Fieber und vermehrtem Schwitzen einhergehen.
  • Wechseljahre (Menopause): Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren können Hitzewallungen und übermäßiges Schwitzen verursachen.
  • Neurologische Erkrankungen: In seltenen Fällen können neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Schlaganfall die Schweißdrüsenfunktion beeinflussen.
  • Tumore: In sehr seltenen Fällen können bestimmte Tumore, wie Lymphome, übermäßiges Schwitzen verursachen.

Bestimmte Medikamente können ebenfalls sekundäre Hyperhidrose auslösen:

Was tun gegen schwitzige Füße? – NIVEA
Was tun gegen schwitzige Füße? – NIVEA
  • Antidepressiva: Einige Antidepressiva, insbesondere selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), können vermehrtes Schwitzen verursachen.
  • Schmerzmittel: Einige Schmerzmittel, wie Opioide, können ebenfalls die Schweißproduktion erhöhen.
  • Blutdrucksenkende Mittel: Einige Blutdrucksenker können als Nebenwirkung Schwitzen verursachen.

Auch psychische Faktoren spielen eine Rolle. Stress, Angst und Nervosität können die Schweißproduktion verstärken, insbesondere bei Personen, die bereits zu Hyperhidrose neigen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Stress zwar die Symptome verschlimmern kann, aber in der Regel nicht die alleinige Ursache für Hyperhidrose ist.

Diagnose

Die Diagnose von Hyperhidrose wird in der Regel anhand der Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) und einer körperlichen Untersuchung gestellt. Der Arzt wird Fragen zu den Symptomen, dem Beginn der Beschwerden, dem Ausmaß des Schwitzens und möglichen Auslösern stellen. Es ist wichtig, dem Arzt alle Medikamente und Vorerkrankungen mitzuteilen.

In einigen Fällen können zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein, um die Ursache der Hyperhidrose zu ermitteln. Dazu gehören:

Schwitzige Hände: Ursachen und Lösungen gegen Handschweiß
Schwitzige Hände: Ursachen und Lösungen gegen Handschweiß
  • Jod-Stärke-Test: Bei diesem Test wird eine Jodlösung auf die betroffenen Hautareale aufgetragen und anschließend mit Stärkepulver bestreut. Die Bereiche, in denen stark geschwitzt wird, verfärben sich blau-schwarz.
  • Schweißtest (Gravimetrie): Bei diesem Test wird die Schweißmenge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert wird, gemessen.
  • Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen können durchgeführt werden, um Grunderkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für schwitzige Hände und Füße, die je nach Schweregrad der Symptome und den individuellen Bedürfnissen des Patienten eingesetzt werden. Die Behandlung zielt darauf ab, die Schweißproduktion zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Konservative Behandlungen

Antitranspirante: Antitranspirante mit Aluminiumchlorid sind die erste Wahl bei der Behandlung von Hyperhidrose. Sie werden abends auf die trockenen Hautareale aufgetragen und verstopfen die Schweißdrüsenausgänge.

Iontophorese: Bei der Iontophorese werden die Hände oder Füße in ein Wasserbad getaucht, durch das ein schwacher elektrischer Strom geleitet wird. Die genaue Wirkungsweise ist nicht vollständig geklärt, aber es wird vermutet, dass die Iontophorese die Funktion der Schweißdrüsen beeinträchtigt.

Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) | Hautzentrum Herne
Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) | Hautzentrum Herne

Botulinumtoxin (Botox): Botulinumtoxin kann in die Haut injiziert werden, um die Schweißdrüsen zu blockieren. Die Wirkung hält in der Regel mehrere Monate an.

Operative Behandlungen

Sympathektomie: Die thorakoskopische Sympathektomie (ETS) ist ein operativer Eingriff, bei dem die Nervenfasern, die die Schweißdrüsen an den Händen und Füßen stimulieren, durchtrennt werden. Diese Operation wird nur in schweren Fällen von Hyperhidrose in Betracht gezogen, wenn andere Behandlungen nicht erfolgreich waren. Es ist wichtig zu beachten, dass die Sympathektomie mit Risiken verbunden ist, einschließlich kompensatorischem Schwitzen, bei dem das Schwitzen an anderen Körperstellen zunimmt.

Zusammenfassung

Schweißige Hände und Füße sind ein belastendes Problem, das verschiedene Ursachen haben kann. Eine genaue Diagnose und die Auswahl der geeigneten Behandlung sind entscheidend, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abklären und eine geeignete Therapie einleiten zu lassen. Es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die Betroffenen helfen können, ein normales Leben zu führen. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind und Hilfe suchen eine Stärke ist, keine Schwäche.

Schwitzige Füße – Ursachen & Tipps Scheune Schlecht schüchtern hyperhidrose hände und füße behandlung

You might also like →