Schwarze Fäden Vor Den Augen

Okay, mal ehrlich. Wer kennt sie nicht? Diese kleinen, tanzenden Störenfriede, die einem das Leben manchmal etwas...interessanter machen. Ich spreche von den Schwarzen Fäden vor den Augen. Oder, wie ich sie liebevoll nenne: Mini-Monster-Matsch-Mob.
Ich behaupte mal ganz frech: Jeder hat sie! Manche nennen sie Mouches volantes, was so viel wie "fliegende Mücken" bedeutet. Aber seien wir ehrlich, Mücken sind nervig genug. Da muss man sie nicht auch noch im Auge haben!
Die ewige Jagd nach dem perfekten Blick
Versuchen Sie mal, so ein Fädchen scharf zu stellen. Unmöglich! Kaum konzentriert man sich, huscht es davon. Es ist wie ein kleines, optisches Katz-und-Maus-Spiel. Und wer verliert? Wir! Jedes. Einzelne. Mal.
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Und wissen Sie, was das Schlimmste ist? Sie lieben helle Hintergründe! Ein strahlend blauer Himmel? Ein weißes Blatt Papier? Bingo! Party für die Fädchen! Als ob sie sagen wollten: "Hier sind wir! Guck mal, wie toll wir tanzen können!"
Ich habe sogar mal versucht, ein Foto von einem dieser Mini-Monster zu machen. Klappt natürlich nicht. Sie sind die Meister der Tarnung. Oder einfach nur unfassbar schnell. Ich tippe auf beides.

Unbeliebte Meinung: Sie sind gar nicht so schlimm!
Jetzt kommt meine unbeliebte Meinung: Ich finde sie gar nicht so schlimm! Ja, sie können nerven. Ja, sie lenken manchmal ab. Aber sind wir nicht alle ein bisschen abgelenkt? Sind nicht wir alle ein bisschen...flatterhaft?
Ich sehe sie eher als kleine Erinnerung daran, dass das Leben nicht perfekt ist. Dass es immer irgendetwas gibt, was ein bisschen querliegt. Ein kleiner Schönheitsfehler. Ein Mini-Monster-Matsch-Mob, der im Auge tanzt.

Vielleicht sollte man sie sogar feiern! Stellen Sie sich vor, wir würden kleine Partys für unsere Mouches volantes veranstalten. Mit Mini-Disco-Kugeln und winzigen Cocktail-Schirmchen. Okay, vielleicht ist das doch etwas übertrieben.
Aber ernsthaft: Sie sind ein Teil von uns. Sie gehören zu unserem ganz persönlichen Seherlebnis. Und wer weiß, vielleicht sind sie ja auch ein Zeichen für irgendetwas. Vielleicht sind sie ja kleine, kosmische Botschaften. Oder einfach nur Ablagerungen im Glaskörper. Egal!
Die Kunst der Ignoranz (oder: Akzeptanz?)
Das Geheimnis ist, sie zu ignorieren. Oder zumindest zu versuchen, sie zu ignorieren. Leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber je weniger man sich auf sie konzentriert, desto weniger fallen sie auf. Irgendwann werden sie zu einem Teil des Hintergrundrauschens.

Ich habe sogar eine Theorie: Je älter man wird, desto mehr Fäden bekommt man. Quasi als kleines "Willkommen im Club der Weitsichtigen!" Geschenk. Ob das stimmt? Keine Ahnung. Aber es klingt doch ganz plausibel, oder?
Und hey, vielleicht sind sie ja auch ein Zeichen von Kreativität! Wer weiß, welche genialen Ideen uns ohne diese kleinen Störenfriede entgehen würden?

Also, das nächste Mal, wenn Sie einen dieser Schwarzen Fäden vor den Augen sehen, ärgern Sie sich nicht. Lächeln Sie! Winken Sie ihm zu! Nennen Sie ihn vielleicht sogar liebevoll "Fritz". Und denken Sie daran: Sie sind nicht allein. Wir alle sehen sie. Wir alle leben mit ihnen. Und vielleicht, ganz vielleicht, lieben wir sie ja auch ein bisschen. Oder zumindest tolerieren wir sie. Hauptsache, sie tanzen nicht gerade vor dem Fernseher, wenn das Fußballspiel anfängt!
Abschließend möchte ich Oscar Wilde zitieren, der wahrscheinlich auch mit diesen kleinen Gesellen zu kämpfen hatte (auch wenn er es vielleicht nicht öffentlich zugegeben hätte):
"Sei du selbst; alle anderen sind schon vergeben."Vielleicht gilt das auch für unsere Mouches volantes. Seid ihr selbst, ihr kleinen Fäden! Wir akzeptieren euch (meistens)!
Und falls das alles nicht hilft: Fragen Sie Ihren Augenarzt. Der kann Ihnen dann sicher fachmännisch erklären, warum Sie diese Mini-Monster im Auge haben. Aber wo bleibt denn da der Spaß?
