Okay, mal ehrlich, Elternsein ist schon ein bisschen wie ein Zirkus, oder? Jeden Tag eine neue Vorstellung. Und mittendrin jonglieren wir mit Sauerstoffsättigung, Fieberthermometern und der Frage aller Fragen: "Müssen wir ins Krankenhaus?"
Die Panik Taste
Ich gebe es zu: Ich bin da manchmal… überentspannt. Während andere Eltern beim kleinsten Hustenreiz schon die Notrufnummer wählen, denke ich mir oft: "Abwarten und Tee trinken!" (Am besten Kamillentee, der hilft ja bekanntlich gegen alles. Ironie, versteht sich.) Diese Sauerstoffsättigung, dieses magische Zahlenspiel, kann einen ja wirklich wahnsinnig machen! Ein kurzer Blick auf das Messgerät und schon tanzen wilde Szenarien vor dem inneren Auge: Intensivstation, Beatmungsgerät, der totale Wahnsinn!
Und dann diese Ratgeber! Jeder hat eine andere Meinung. Tante Erna schwört auf Zwiebelsaft, die Freundin aus dem Yoga-Kurs auf ätherische Öle und Dr. Google sowieso auf alles. Da ist es doch kein Wunder, dass man irgendwann nur noch mit den Achseln zuckt und sagt: "Wird schon wieder." (Manchmal klappt's ja auch!)
Achtung, jetzt kommt eine vielleicht etwas unpopuläre Meinung: Ich glaube, wir Eltern lassen uns manchmal ein bisschen zu sehr verrückt machen. Natürlich, die Gesundheit unserer Kinder ist das Wichtigste. Keine Frage! Aber muss man wirklich wegen jedem kleinen Wehwehchen gleich in die Notaufnahme rennen?
Wann wirklich Alarmglocken läuten
Klar, es gibt Situationen, da ist es angebracht, hellhörig zu werden. Wenn das Kind blaue Lippen hat, schwer atmet oder einfach nur apathisch in der Ecke liegt, dann ist Schluss mit lustig. Dann ist Teamwork gefragt: Kind einpacken, ab ins Auto und Richtung Krankenhaus!
40 Grad Fieber Kleinkind – ab wann ins Krankenhaus?
Aber ganz ehrlich, meistens ist es doch "nur" ein harmloser Infekt. Ein bisschen Fieber, ein bisschen Husten, ein bisschen schlechte Laune. Das geht vorbei! Und manchmal, ganz heimlich, wünscht man sich als Elternteil ja auch ein bisschen Ruhe. (Vielleicht ein kurzes Nickerchen, während das Kind vor dem Fernseher parkt. Pssst!)
Merke: Wenn die Sauerstoffsättigung im Keller ist und das Kind offensichtlich leidet, ist der Gang zum Arzt oder ins Krankenhaus unumgänglich. Aber lasst uns bitte nicht wegen jedem Schnupfen in Panik verfallen. Das tut weder uns noch unseren Kindern gut.
Lungenentzündung Kind: Krankenhaus? Symptome & Hilfe | Hebamme FZ
Manchmal habe ich das Gefühl, wir leben in einer Art "Überwachungsstaat der Kindheit". Jeder Wert wird gemessen, jede Entwicklung wird dokumentiert. Wo bleibt denn da die Spontaneität? Wo bleibt das Vertrauen in die eigenen Instinkte?
Ich sage: Mehr Bauchgefühl, weniger Panik! Und natürlich: Immer schön die Sauerstoffsättigung im Auge behalten. Aber eben nicht ständig!
Lungenentzündung Kind: Krankenhaus? Symptome & Hilfe | Hebamme FZ
Die Kunst des Abwartens
Vielleicht ist es ja auch eine Frage des Alters. Je älter das Kind, desto gelassener wird man als Elternteil. Beim ersten Kind war ich auch noch ein nervöses Wrack. Beim zweiten Kind dachte ich mir schon: "Ach, das hatten wir doch schon mal." Und beim dritten Kind… naja, beim dritten Kind habe ich wahrscheinlich schon den Krankenwagen gerufen, bevor überhaupt das Fieberthermometer zum Einsatz kam. (Okay, das war jetzt übertrieben.)
Aber im Ernst: Lasst uns ein bisschen lockerer sein. Lasst uns unseren Kindern die Chance geben, ihr Immunsystem zu stärken. Lasst uns auf unsere innere Stimme hören. Und lasst uns vor allem nicht von jedem Sauerstoffsättigung-Wert in den Wahnsinn treiben! (Es sei denn, er ist wirklich alarmierend. Dann ab ins Krankenhaus!)
Und wenn alles nichts hilft, dann hilft vielleicht doch ein bisschen Kamillentee. Oder ein großes Stück Schokolade. Für die Eltern, versteht sich.