Puls Und Blutdruck Bei Angststörung

Erinnert ihr euch an diesen einen wichtigen Vortrag? Der, bei dem euer Herz so laut gepocht hat, dass ihr dachtet, die Leute in der ersten Reihe könnten es hören? Und eure Hände? Kalt und feucht, als hättet ihr gerade einen Marathon in der Tiefkühltruhe absolviert? Ja, das war mehr als nur Lampenfieber. Das war der Beginn einer kleinen Achterbahnfahrt mit eurem Puls und Blutdruck, die bei Angststörungen leider zur Dauervorstellung werden kann. Aber keine Panik, wir tauchen jetzt tiefer ein – ohne Panikattacke, versprochen! (Obwohl, ein bisschen Nervenkitzel gehört ja auch dazu, oder? 😉)
Angststörungen sind Zicken. Richtig fiese Zicken, die sich in unseren Körper schleichen und dort ordentlich Unruhe stiften. Eines ihrer Lieblingsspiele? Mit unserem Herzschlag und unserem Blutdruck Katz und Maus spielen. Und das kann ganz schön unangenehm sein.
Was genau passiert da eigentlich?
Stellt euch vor, euer Gehirn drückt den Panik-Knopf. Irgendeine Situation, ein Gedanke, irgendwas löst Alarm aus. Und was passiert dann? Euer Körper schaltet in den "Kampf-oder-Flucht"-Modus. Adrenalin wird ausgeschüttet, die Muskeln spannen sich an, und – bingo! – euer Herz beginnt zu rasen wie ein Formel-1-Wagen. Euer Blutdruck schießt in die Höhe, weil euer Körper mehr Sauerstoff zu den Muskeln transportieren will, falls ihr jetzt plötzlich vor einem imaginären Tiger davonrennen müsst.
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Das ist eigentlich eine super Sache, wenn ihr wirklich gerade vor einem Tiger steht. Aber wenn es nur der Gedanke an die Präsentation beim Chef ist? Dann ist das Ganze etwas...überdimensioniert. Und leider passiert das bei Angststörungen eben viel zu oft, auch in Situationen, die objektiv betrachtet gar keine Gefahr darstellen.
Der Teufelskreis der Angst
Das Problem ist, dass dieser Zustand der erhöhten Herzfrequenz und des erhöhten Blutdrucks die Angst noch verstärken kann. Ihr merkt, dass euer Herz rast, bekommt vielleicht Schwindelgefühle, und denkt sofort: "Oh Gott, ich sterbe! Ich habe einen Herzinfarkt!" (Obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür meistens gegen Null tendiert, aber das ist ja gerade das Tückische an der Angst.) Und diese Angst wiederum treibt Herzschlag und Blutdruck noch weiter nach oben. Ein echter Teufelskreis, sozusagen. Ein angstgetriebenes Hamsterrad.

Und das Ganze ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch langfristige Folgen haben. Chronisch erhöhter Blutdruck ist bekanntermaßen nicht gut für Herz und Kreislauf. Und auch die ständige Alarmbereitschaft, in der sich der Körper befindet, kann auf Dauer erschöpfen und zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen.
Was tun gegen das Herzrasen?
Also, was können wir tun, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen? Erstens: Akzeptanz. Zu akzeptieren, dass diese Symptome zur Angststörung dazugehören und nicht unbedingt ein Zeichen für einen Herzinfarkt sind (auch wenn es sich so anfühlt!), ist schon mal die halbe Miete. (Ich weiß, leichter gesagt als getan, aber es hilft wirklich!).

Zweitens: Entspannungstechniken. Atemübungen, Meditation, progressive Muskelentspannung – sucht euch das aus, was euch am besten hilft, runterzukommen. Und übt regelmäßig, nicht erst, wenn ihr schon kurz vor dem Herzinfarkt (gefühlsmäßig!) steht.
Drittens: Therapie. Eine Verhaltenstherapie kann euch helfen, eure Ängste zu verstehen und Strategien zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen. Klingt trocken, ist aber Gold wert! Euer Therapeut oder eure Therapeutin kann euch helfen, die negativen Gedankenmuster zu durchbrechen, die die Angst auslösen und verstärken.

Viertens: Medikamente. In manchen Fällen können Medikamente helfen, die Symptome der Angststörung zu lindern. Das solltet ihr aber unbedingt mit eurem Arzt oder eurer Ärztin besprechen.
Fünftens: Lifestyle-Änderungen. Regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf können ebenfalls dazu beitragen, die Angst zu reduzieren. Und lasst bloß die Finger von zu viel Koffein und Alkohol – die können die Angst nämlich noch verstärken. (Ja, ich weiß, das ist nicht das, was ihr hören wolltet...Sorry!)
Wichtig: Wenn ihr unter Angststörungen leidet, solltet ihr euch unbedingt professionelle Hilfe suchen. Ihr seid nicht allein, und es gibt viele Menschen, die euch helfen können, mit euren Ängsten umzugehen. Und denkt dran: Auch wenn es sich gerade so anfühlt, als ob ihr nie wieder zur Ruhe kommen werdet – es gibt einen Weg aus der Angst! Und der Weg beginnt damit, sich Hilfe zu suchen und aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Ihr schafft das!
