Pullover An Die Person Hinter Mir

Kennt ihr das? Diese Momente, in denen man einfach nur denkt: "Ach du lieber Himmel, bitte nicht!" Ja, genau darum geht es heute. Und zwar um die Person hinter mir. Nicht böse gemeint, wirklich nicht. Aber...
Die Warteschlange: Ein Schlachtfeld
Die Warteschlange. Ein Ort der Geduldsprobe. Ob im Supermarkt, bei der Post oder sogar am Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt - sie sind überall. Und fast immer ist da jemand. Hinter mir. Atmet mir in den Nacken. Oder – noch schlimmer – versucht, ein Gespräch anzufangen. Über das Wetter. Über die lange Schlange. Über... alles. Warum?
Ich weiß, ich weiß, soziale Interaktion ist wichtig. Aber manchmal, ganz ehrlich, möchte ich einfach nur meine Ruhe haben. Meine Einkäufe aufs Band legen. Meinen Brief abschicken. Meinen Glühwein genießen. Ohne Smalltalk. Ist das zu viel verlangt?
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Und dann gibt es da noch die Ungeduldigen. Die, die gefühlt alle fünf Sekunden seufzen. Oder mit den Füßen tippen. Oder – der Klassiker – mit dem Einkaufswagen rumpeln. Hallo? Wir sind alle in der gleichen Situation. Entspann dich! Es geht gleich weiter. Vielleicht.
Der Kinobesuch: Eine Akustische Herausforderung
Kino! Ein dunkler Raum, eine riesige Leinwand, ein packender Film... zumindest in der Theorie. Denn in der Realität gibt es da oft noch jemanden. Hinter mir. Und diese Person hat scheinbar beschlossen, den Film live zu kommentieren. "Oh nein, tu es nicht!" "Ich wusste es!" "Der ist so dumm!"
Psst!

Ja, ich verstehe, du bist emotional involviert. Aber muss das wirklich jeder im Umkreis von fünf Metern mitbekommen? Und das Rascheln mit der Popcorntüte! Als ob man eine ganze Plantage aberntet! Versteht mich nicht falsch, Popcorn gehört zum Kino dazu. Aber muss man es so lautstark verspeisen? Vielleicht sollte man über Kopfhörer für Popcorn nachdenken. Eine Marktlücke!
Und dann gibt es da noch die Handynutzer. Die, die meinen, der Kinosaal sei der perfekte Ort, um Nachrichten zu checken oder Social Media zu durchforsten. Das helle Display! Wie ein Leuchtturm in der Dunkelheit! Ablenkend! Respektlos! Einfach nur nervig!

Das Konzert: Ein Tanz auf Messers Schneide
Ein Konzert! Die Musik dröhnt, die Stimmung ist ausgelassen, alle tanzen und singen mit. Ein Fest für die Sinne! Wäre da nicht... ihr wisst schon. Die Person hinter mir. Die entweder viel zu groß ist und mir die Sicht versperrt. Oder viel zu euphorisch und mich ständig anrempelt. Oder – die absolute Krönung – versucht, mitzusingen, aber jeden Ton verfehlt. Und das auch noch mit voller Inbrunst.
Ich liebe Konzerte! Wirklich! Aber manchmal frage ich mich, ob ich nicht einfach zu Hause bleiben und die Musik über Kopfhörer genießen sollte. In aller Ruhe. Ohne störende Einflüsse. Aber dann würde ich ja etwas verpassen. Die Atmosphäre. Die Energie. Die... die Person hinter mir.

Vielleicht sollte ich einfach lernen, damit zu leben. Die Person hinter mir zu akzeptieren. Als Teil des großen Ganzen. Als eine Art kosmische Strafe für meine eigenen Sünden. Oder vielleicht sollte ich einfach Ohropax mitnehmen. Und eine Sonnenbrille. Und einen Sicherheitsabstand von mindestens drei Metern einhalten. Man kann ja nie wissen.
Also, liebe Person hinter mir, falls du das liest: Ich mag dich! Irgendwie. Vielleicht. Aber bitte, bitte, bitte... raschel nicht so laut mit deiner Popcorntüte. Und kommentiere nicht jeden Filmdialog. Und atme mir nicht in den Nacken. Okay? Danke.
Und euch allen: Habt ihr auch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Lasst es mich wissen! Gemeinsam können wir uns darüber lustig machen. Oder einfach nur jammern. Denn Jammern verbindet! Besonders über die Person hinter uns.
