Possessive Pronoun In English

Besitzanzeigende Fürwörter. Klingt kompliziert, oder? Ist es aber nicht. Eigentlich sind sie ganz harmlos. Aber ich hab da so meine... Ansichten. Unpopuläre Ansichten, vielleicht.
Mein oder Dein? Das ist hier die Frage.
Wir alle kennen sie: mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr. Und natürlich ihre gebeugten Formen. Mein Auto, deine Katze, sein Problem. Alles easy. Aber mal ehrlich, wer hat sich nicht schon mal vertan? Wer hat nicht schon mal versehentlich meinen Keks genascht? (Okay, war vielleicht ich. Aber nur, weil er so gut aussah!).
Die Sache ist, Besitz ist kompliziert. Gerade in der heutigen Zeit. Ist mein Handy wirklich mein, wenn Google alles darüber weiß? Ist meine Musiksammlung wirklich meine, wenn ich sie nur streame?
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Und dann gibt es noch die gefürchtete Frage: "Wessen Jacke ist das?" Panik bricht aus. Jeder inspiziert seine Jacke. "Nicht meine!", "Auch nicht meine!". Und am Ende stellt sich heraus, dass es die Jacke von Tante Erna war, die sie vor drei Jahren mal hier vergessen hat.
Unpopuläre Meinung Nummer 1: "Unser" ist verdächtig.
"Unser" klingt immer so... kollektivistisch. So nach Kommune der 70er. "Das ist unser Garten!". "Das ist unser Käse!". Find ich komisch. Ich mag lieber "meinen" Garten und "meinen" Käse. Klingt weniger nach Gruppenkuscheln.

Klar, es gibt Ausnahmen. "Unser Haus" klingt gut. "Unsere Familie" auch. Aber "unser Büro"? Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Das Büro gehört dem Chef. Deal with it.
Unpopuläre Meinung Nummer 2: "Euer" ist fast ausgestorben.
Hand aufs Herz: Wann habt ihr das letzte Mal jemanden "euer" sagen hören? Außer vielleicht in einem historischen Film oder in einer steifen E-Mail von irgendeiner Behörde. "Euer Antrag wurde bearbeitet..." Brrr! Gruselig.

Ich glaube, "euer" hat seinen Platz in der deutschen Sprache verloren. Es klingt altmodisch und distanziert. Da ist "dein" im Plural doch viel freundlicher und lockerer. Einfach sagen: "Ist das dein Auto, Leute?". Problem gelöst.
Unpopuläre Meinung Nummer 3: "Ihr" ist verwirrend.
Ihr oder ihr? Groß oder klein? Singular oder Plural? Fragen über Fragen! Dieses kleine Wörtchen hat es faustdick hinter den Ohren. Und sorgt immer wieder für Verwirrung. Vor allem beim Schreiben von E-Mails.

Soll ich jetzt "ihre Meinung" schreiben, weil ich mit Frau Müller rede? Oder "ihre Meinung", weil ich mit mehreren Leuten rede? Am besten, man umschreibt es. "Die Meinung von Frau Müller" oder "Die Meinung des Teams". Sicher ist sicher.
Und dann gibt es noch die Sache mit dem Genitiv. "Wessen Katze ist das?" "Das ist ihrer!". Okay, wer blickt da noch durch? Ich nicht. Ich sage lieber: "Die Katze gehört ihr!". Ist doch viel einfacher.

Besitz ist relativ.
Am Ende ist Besitz doch nur eine Illusion. Nichts gehört uns wirklich. Wir sind nur vorübergehend Verwalter von Dingen. Die wir dann irgendwann wieder loslassen müssen.
Deshalb: Nehmt die Sache mit den besitzanzeigenden Fürwörtern nicht zu ernst. Vertut euch ruhig mal. Nascht heimlich meinen Keks. Und teilt eure Sachen. Denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Auch wenn das jetzt total nach Kommune der 70er klingt. Aber hey, manchmal muss man seine Prinzipien über Bord werfen. Oder zumindest meinen Keks teilen.
"Es ist nicht wichtig, was du hast, sondern wer du bist." – Irgendein weiser Mensch. (Wahrscheinlich jemand, der gerade seinen Keks verloren hat).
Und was ist eure unpopuläre Meinung zu besitzanzeigenden Fürwörtern? Lasst es mich wissen!
