Politische System Usa Einfach Erklärt

Okay, Leute, stellt euch das politische System der USA wie ein riesiges, leicht chaotisches Familienessen vor. Jeder hat eine Meinung, jeder redet (oft gleichzeitig!) und irgendwie kommt am Ende doch irgendwas dabei raus, was man als "Beschluss" bezeichnen könnte. Nur, dass statt Tante Ernas Kartoffelsalat die Wirtschaftspolitik auf dem Tisch liegt.
Der Präsident: Oberhaupt der chaotischen Familie
Da ist erstmal der Präsident. Er ist so ein bisschen wie der Familienvater (oder die Familienmutter!). Er ist zwar Chef, aber er kann nicht einfach machen, was er will. Sonst würde er sich schnell mit der "Familie" anlegen – in diesem Fall der Kongress. Stellen wir uns vor, er will allen ein neues Auto schenken. Super Idee, finden alle! Aber wenn der Kongress (also Oma, Opa, die nervigen Teenager-Cousins…) nicht zustimmt, weil das Geld dafür fehlt, dann gibt's eben keine Autos. Schade eigentlich.
Der Präsident wohnt im Weißen Haus, das ist quasi das Familien-Anwesen. Dort hat er viele Helferlein, die ihm bei seinen Aufgaben unter die Arme greifen. Er darf auch Gesetze vorschlagen und hat sogar ein Veto-Recht. Wenn er also mit einem Beschluss des Kongresses überhaupt nicht einverstanden ist, kann er ihn mit seinem Veto blockieren. Aber Achtung: Der Kongress kann sein Veto wiederum überstimmen, wenn sie eine besonders große Mehrheit zusammenbekommen. Wie gesagt: Familienessen! Chaos vorprogrammiert.
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Der Kongress: Oma, Opa & die nervigen Cousins
Der Kongress ist, wie gesagt, diese bunte Truppe aus Senatoren und Abgeordneten. Die Senatoren sind so ein bisschen wie die erfahrenen, weisen Familienmitglieder. Jede der 50 Bundesstaaten schickt zwei Senatoren nach Washington, D.C., die Hauptstadt. Sie vertreten die Interessen ihrer jeweiligen Bundesstaaten. Sie sind für sechs Jahre gewählt, und man könnte sagen, sie haben ein etwas längeres Geduldsfädchen als die Abgeordneten.
Die Abgeordneten sind da schon etwas spritziger. Ihre Amtszeit beträgt nur zwei Jahre. Man könnte sie also mit den Teenager-Cousins vergleichen: immer voller Energie, wollen alles sofort und sind manchmal etwas ungeduldig. Die Anzahl der Abgeordneten, die ein Bundesstaat schicken darf, hängt von seiner Bevölkerungszahl ab. Kalifornien schickt also mehr Abgeordnete als zum Beispiel Wyoming.

Der Kongress ist für die Gesetzgebung zuständig. Das heißt, sie diskutieren, verändern und verabschieden Gesetze. Und das kann dauern! Manchmal streiten sie sich so lange, bis man denkt, das Gesetz wird nie verabschiedet. Aber irgendwann raufen sie sich dann doch zusammen – meistens zumindest.
Das Gericht: Der Schiedsrichter am Familientisch
Und dann haben wir noch das Gericht, genauer gesagt den Supreme Court. Das ist der Schiedsrichter am Familientisch. Wenn sich alle streiten und nicht mehr weiterwissen, dann kommt das Gericht ins Spiel. Es interpretiert die Gesetze und entscheidet, ob sie mit der Verfassung übereinstimmen. Die Richter werden vom Präsidenten ernannt und vom Senat bestätigt. Sie sitzen dann auf Lebenszeit im Gericht, was ihnen ziemlich viel Macht verleiht. Manchmal sind ihre Entscheidungen ziemlich umstritten, aber sie sind immer bindend. Das ist dann so, als wenn Oma am Ende sagt: "So, jetzt ist Ruhe!"

Die Bundesstaaten: Jeder kocht sein eigenes Süppchen
Vergessen wir nicht die Bundesstaaten! Die USA sind ja ein Zusammenschluss von 50 einzelnen Staaten, und jeder dieser Staaten hat seine eigene Regierung, seine eigenen Gesetze und seine eigenen Probleme. Kalifornien tickt anders als Texas, und Florida hat ganz andere Sorgen als Maine. Das macht das Ganze natürlich noch komplizierter, aber auch unglaublich vielfältig. Jeder Staat kocht quasi sein eigenes Süppchen, und die Bundesregierung muss versuchen, alle unter einen Hut zu bringen. Eine echte Herausforderung!
Am Ende ist das politische System der USA also eine Mischung aus Chaos, Kompromissen und ganz viel Rederei. Aber irgendwie funktioniert es ja doch. Manchmal holprig, manchmal langsam, aber es funktioniert. Und wenn man es sich als ein großes, chaotisches Familienessen vorstellt, dann wird es vielleicht sogar ein bisschen verständlicher. Und wer weiß, vielleicht auch ein bisschen unterhaltsamer.
"E pluribus unum" – aus vielen, eines. Das ist das Motto der USA. Und das beschreibt das politische System eigentlich ganz gut.
