Paul Boldt Auf Der Terrasse Des Café Josty Text
Leute, Leute, kommt mal her! Setzt euch, bestellt 'nen Kaffee – am besten 'nen doppelten Espresso, wir brauchen die Energie – denn ich hab' euch 'ne Geschichte mitgebracht. Und zwar 'ne Geschichte, die so typisch deutsch ist, dass sie fast schon weh tut. Es geht um... Gedichte. Ja, ich weiß, nicht jeder schreit jetzt Hurra, aber wartet ab! Es wird lustig, versprochen.
Unser Protagonist ist ein gewisser Paul Boldt. Klingt erstmal nach 'nem Schreiner oder 'nem Finanzbeamten, aber der Mann war Dichter! Und zwar einer von der Sorte, die so richtig in die Vollen gegangen sind, als die Moderne um die Ecke bog.
Boldt also. Der schrieb Gedichte, die, sagen wir mal, "interessant" waren. Und eines seiner berühmtesten Werke? "Auf der Terrasse des Café Josty".
Must Read
Das Café Josty: Mehr als nur 'n Kaffee
Bevor wir uns das Gedicht genauer ansehen, müssen wir erstmal checken, wo zum Teufel dieses Café Josty überhaupt war. Stellt euch vor, Berlin, Anfang des 20. Jahrhunderts. 'Ne vibrierende Metropole, voller Künstler, Intellektuelle und Leute, die einfach nur 'nen guten Kuchen wollten. Das Café Josty war DER Hotspot. Am Potsdamer Platz, direkt am Puls der Stadt. Mehr Prominenz als in der ersten Reihe eines Justin Bieber Konzerts.
Leider ist das Josty im Krieg futsch gegangen. Aber stellt es euch vor: Riesige Fenster, Marmortische, Kellner in adretten Uniformen, die mit 'ner Geschwindigkeit servieren, dass dir schwindelig wird. Und überall: Leute, die diskutieren, flirten und über die neuesten Skandale tuscheln. Ein echter melting pot der Gesellschaft.

Das Gedicht: 'Ne Tour de Force der Moderne
So, und jetzt kommt's: Paul Boldt setzt sich also ins Café Josty, bestellt sich vermutlich 'nen Kaffee (oder vielleicht auch 'nen Absinth, wer weiß das schon so genau?) und schreibt... ein Gedicht. Und was für eins! Vergesst romantische Sonnenuntergänge und zwitschernde Vögel. Bei Boldt gibt's stattdessen:
- Fette Männer, die Eis essen. Ernsthaft. Das ist ein zentrales Motiv. Warum? Keine Ahnung! Vielleicht hatte Boldt einfach nur Hunger.
- Prostituierte, die durch die Gegend stolzieren. Die waren im Berlin dieser Zeit eben auch Teil des Stadtbildes. Boldt war Realist, wenn auch ein leicht verrückter Realist.
- Und überhaupt alles, was dreckig, laut und hässlich ist. Ja, Boldt war ein Fan von Kontrasten. Er wollte nicht die heile Welt zeigen, sondern die Realität, mit all ihren Ecken und Kanten. Und Fettmännern. Haben wir die Fettmänner erwähnt?
Das Gedicht ist also 'ne Art fotografische Momentaufnahme des Berliner Lebens. Nur eben in Worten. Und in sehr, sehr deutlichen Worten. Boldt scheute sich nicht, die Dinge beim Namen zu nennen. Und das kam natürlich nicht bei allen gut an. Man kann sich vorstellen, wie die konservativen Kritiker die Hände über dem Kopf zusammenschlugen: "So was Schändliches! Wo bleibt die Moral?!"

Warum das Gedicht noch heute relevant ist
Aber genau das macht das Gedicht so spannend. Boldt hat sich getraut, anders zu sein. Er hat die Konventionen gebrochen und die Realität unverblümt dargestellt. Und das ist auch heute noch wichtig. Denn Kunst soll ja nicht nur schön sein, sondern auch zum Nachdenken anregen. Und vielleicht auch ein bisschen provozieren.
Und mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal 'nen dicken Mann Eis essen sehen? Boldt hat das einfach nur in Worte gefasst. Und das mit 'ner Wucht, die einen umhaut.
![Auf der Terrasse des Café Josty • Gedichtanalyse · [mit Video]](https://d3f6gjnauy613m.cloudfront.net/storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6ODkzMzksInB1ciI6ImJsb2JfaWQifX0=--cdcbed138483398401c1b36b55ca69175c625642/Thumbnail_Auf_der_Terrasse_des_Café_Josty_LauraKr.png)
Also, Leute, merkt euch das: Paul Boldt, Café Josty, Fettmänner. Und die Erkenntnis, dass Gedichte auch mal richtig rocken können! Jetzt aber genug geredet, wer zahlt die nächste Runde?
Ach ja, und wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, das Gedicht selbst zu lesen: Nur zu! Aber wundert euch nicht, wenn ihr danach nie wieder Eis auf die gleiche Weise betrachtet.
