Orange Is The New Black Staffel 6

Erinnerst du dich noch an den Hype um Orange Is The New Black? Gefühlt hat die Serie das Streaming revolutioniert und uns alle zu Binge-Watching-Experten gemacht. Staffel 6 – die 2018 herauskam – ist vielleicht nicht die allererste, an die man denkt, aber sie hat's in sich! Lass uns mal eintauchen, was diese Season so besonders macht und warum sie vielleicht sogar einen zweiten Blick wert ist.
Neuer Knast, Neues Glück…oder eben nicht?
Nach dem Aufstand in Litchfield am Ende von Staffel 5, finden wir uns in Staffel 6 in einem neuen, noch härteren Gefängnis wieder: Maximum Security. Goodbye, gemütliche (naja, mehr oder weniger) orangefarbene Anzüge, hello, eisiger Beton und neue Machtstrukturen. Stell dir vor, du wirst von deinem WG-Zimmer in eine komplett fremde Wohnung verfrachtet, in der du die Regeln nicht kennst – nur tausendmal schlimmer und mit dem Risiko, im Knast Ärger zu bekommen.
Praktischer Tipp: Veränderungen können überwältigend sein. Erinnere dich daran, tief durchzuatmen und dich auf das zu konzentrieren, was du kontrollieren kannst. Manchmal hilft es, sich kleine Routinen zu schaffen, um ein Gefühl von Normalität wiederzugewinnen – egal, wo du bist.
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Die Schwesternschaft unter der Lupe
Ein zentrales Element von Orange Is The New Black war immer die Dynamik zwischen den Frauen. In Staffel 6 wird diese aber auf eine harte Probe gestellt. Es bilden sich neue Allianzen, alte Freundschaften zerbrechen und die Loyalität wird bis zum Äußersten ausgereizt. Besonders Piper Chapman (Taylor Schilling) steht vor schwierigen Entscheidungen, während sie versucht, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und ihre bevorstehende Entlassung nicht zu gefährden.
Die rivalisierenden C-Blöcke unter der Führung der Schwestern Carol und Barbara Denning (gespielt von Henny Russell und Mackenzie Phillips) erinnern ein bisschen an Romeo und Julia – nur ohne Happy End und mit deutlich mehr Gewalt. Fun Fact: Mackenzie Phillips, die Barbara spielt, ist die Tochter von John Phillips von der Band The Mamas & the Papas! Musikalische Wurzeln im Knast, wer hätte das gedacht?

Flashbacks, die unter die Haut gehen
Wie immer werden die Haupthandlungen durch Flashbacks ergänzt, die uns tiefere Einblicke in die Vergangenheit der Charaktere geben. In Staffel 6 erfahren wir mehr über die Hintergrundgeschichten von Carol und Barbara Denning und wie ihre rivalisierende Beziehung entstanden ist. Diese Flashbacks sind nicht nur informativ, sondern auch emotional packend und helfen uns, die Motive und Handlungen der Charaktere besser zu verstehen. Sie zeigen, dass jeder Mensch eine Geschichte hat, egal wie verurteilenswert seine Taten auch sein mögen.
Kulturelle Referenz: Die Flashbacks in Orange Is The New Black erinnern an die Erzählstruktur in Lost. Beide Serien nutzen Rückblenden, um die Charaktere zu entwickeln und die Zuschauer emotional zu fesseln.
Humor trotz allem
Auch in Staffel 6 gibt es Momente, in denen man schmunzeln kann. Der schwarze Humor, der die Serie auszeichnet, ist immer noch präsent und sorgt für willkommene Auflockerung inmitten der düsteren Atmosphäre. Taystee (Danielle Brooks) und ihre unerschütterliche Freundschaft zu Poussey (obwohl Poussey in den vorherigen Staffeln gestorben ist), sorgt für einige der berührendsten und humorvollsten Momente.

Praktischer Tipp: Selbst in schwierigen Situationen ist es wichtig, den Humor nicht zu verlieren. Lachen kann eine unglaubliche Kraft haben, um Stress abzubauen und die Perspektive zu verändern.
Das Ende ist nah… oder doch nicht?
Staffel 6 leitet langsam das Ende der Serie ein. Es werden Weichen für die letzte Staffel gestellt und einige Handlungsstränge beginnen sich zu verknüpfen. Piper Chapmans bevorstehende Entlassung wirft die Frage auf, wie sie sich außerhalb des Gefängnisses zurechtfinden wird und ob sie die Erfahrungen, die sie gemacht hat, positiv nutzen kann.

Praktischer Tipp: Der Übergang von einer Lebensphase in eine andere kann beängstigend sein. Nimm dir Zeit, um zu reflektieren, was du gelernt hast, und konzentriere dich auf die Möglichkeiten, die vor dir liegen.
Staffel 6 von Orange Is The New Black ist vielleicht nicht die leichteste Kost, aber sie ist definitiv sehenswert. Sie erinnert uns daran, dass das Leben oft unerwartete Wendungen nimmt, dass Freundschaft und Loyalität von unschätzbarem Wert sind und dass jeder Mensch eine Geschichte hat, die es wert ist, erzählt zu werden.
Und jetzt mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal das Gefühl gehabt, im "Max" zu sitzen – sei es im Job, in einer Beziehung oder einfach nur im Alltag? Die Serie zeigt uns, dass wir alle irgendwie versuchen, unseren Platz zu finden, und dass wir dabei oft auf unerwartete Weise zusammenwachsen. Vielleicht ist Orange Is The New Black also doch mehr als nur Unterhaltung – vielleicht ist es ein Spiegel unserer eigenen menschlichen Natur.
