Nominaler Und Realer Bip

Okay, Freunde, lasst uns über etwas reden, das klingt super kompliziert, aber eigentlich...naja, nicht wirklich kompliziert ist. Ich meine, es ist BIP. Und zwar das nominale und das reale. Ja, genau. Schlafmittel pur? Vielleicht. Aber bleibt dran! Ich verspreche, wir machen das unterhaltsam. (Mehr oder weniger.)
Stellt euch vor, ihr habt einen Kiosk. Super Kiosk, bester Kiosk der Stadt! Letztes Jahr habt ihr 1000 Hotdogs verkauft, jeder für 2 Euro. Macht einen Umsatz von 2000 Euro. Das ist euer nominales BIP für euren kleinen Hotdog-Kosmos. Applaus!
Dieses Jahr habt ihr wieder 1000 Hotdogs verkauft. Aber! Inflation, Baby! Jeder Hotdog kostet jetzt 2,50 Euro. Umsatz: 2500 Euro. Nominales BIP gestiegen! Juhu! Aber... habt ihr wirklich mehr geschafft? Mehr Hotdogs? Nö.
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Hier kommt das reale BIP ins Spiel. Das reale BIP bereinigt die Zahlen um die Inflation. Es sagt uns, ob wir tatsächlich mehr produziert haben, unabhängig davon, ob alles teurer geworden ist. Mit anderen Worten: Es zeigt uns, ob unser Hotdog-Imperium wirklich gewachsen ist oder ob wir nur durch Preiserhöhungen reich(er) aussehen.
Ich weiß, ich weiß, das klingt nach Mathe. Aber keine Panik! Stellt euch vor, ein schlauer Wirtschaftswichtel rechnet alles um und sagt: "Eigentlich, wenn man die höheren Preise berücksichtigt, hättest du letztes Jahr auch 1000 Hotdogs für 2,50 Euro verkaufen können. Also ist dein Wachstum... Null." Bumm. Das ist das reale BIP in Aktion.

Warum ist das wichtig?
Weil das nominale BIP lügen kann! Es gaukelt uns Wachstum vor, wo keins ist. Es ist wie ein aufgeblasener Luftballon: Sieht groß aus, aber ist leer. Das reale BIP hingegen ist ehrlich. Es zeigt uns, wie die Wirtschaft wirklich performt. Es ist wie ein gut trainierter Muskel: Kraftvoll und echt.
Nehmen wir an, Angela Merkel persönlich kommt an euren Hotdogstand und fragt: "Ist die Wirtschaft gewachsen?". Wenn ihr nur das nominale BIP kennt, sagt ihr vielleicht: "Ja, super Wachstum! 25% mehr Umsatz!". Aber wenn ihr das reale BIP kennt, sagt ihr: "Naja, Frau Merkel, eigentlich haben wir nur die Preise erhöht. Wir haben nicht mehr Hotdogs verkauft." Ehrlichkeit währt am längsten, oder?
Und jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Ich glaube, wir überbewerten das BIP total. Ja, es ist ein Indikator. Aber es ist nicht das einzige, was zählt. Was ist mit dem Glück? Mit der Umwelt? Mit der Gerechtigkeit? Können wir das alles in Zahlen pressen? Ich glaube nicht.

"Nicht alles, was zählt, ist zählbar, und nicht alles, was zählbar ist, zählt."– Albert Einstein (oder so ähnlich)
Vielleicht sollten wir uns öfter fragen: Sind wir wirklich reicher, wenn das BIP steigt? Oder sind wir nur gestresster, ausgebeuteter und haben mehr Plastikmüll? Denkt mal drüber nach, während ihr euren nächsten (wahrscheinlich überteuerten) Hotdog esst.

Und noch eine Sache: David Ricardo, der alte Wirtschaftsheld, würde wahrscheinlich sagen, dass wir uns zu sehr auf kurzfristige Zahlen konzentrieren. Er hätte wahrscheinlich Recht. Aber hey, wer hört schon auf alte Wirtschaftshelden?
Also, das nächste Mal, wenn ihr über nominales und reales BIP stolpert, erinnert euch an euren Hotdog-Kiosk. Und daran, dass es im Leben mehr gibt als nur Zahlen. Viel mehr.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss los, einen Hotdog essen. (Der hoffentlich nicht zu teuer ist.)
