Nicht Für Die Schule Sondern Für Das Leben Lernen Wir

Leute, setzt euch, bestellt euch nen Kaffee (oder ein Bier, ist ja schließlich Feierabend irgendwo auf der Welt!), denn ich hab' da was für euch. Es geht um einen Spruch, der so deutsch ist, dass er eigentlich schon wieder lustig ist: "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!"
Kennt ihr, oder? Wahrscheinlich habt ihr den schon tausendmal gehört, meistens von euren Eltern, kurz bevor ihr in Mathe ne Fünf kassiert habt. So nach dem Motto: "Ist ja alles nicht so schlimm, Hauptsache du kannst später Brötchen kaufen, ohne dich zu verrechnen!"
Aber mal ehrlich, wie viel von dem Kram, den wir in der Schule gelernt haben, brauchen wir WIRKLICH im Leben? Ich meine, wann habt ihr das letzte Mal eine binomische Formel angewendet, um euren Mitbewohner davon zu überzeugen, dass er den Abwasch machen soll? Eben! Und das Periodensystem? Außer ihr seid Chemiker (oder versuchen, Methamphetamin im Wohnzimmer zu kochen – bitte nicht!), ist das Ding doch eher Deko im Hirn.
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Der Ursprung des Spruches: Ein alter Römer!
Jetzt kommt der Clou: Dieser super-deutsche Spruch ist gar nicht so deutsch! Er kommt nämlich vom römischen Philosophen Seneca. Der gute Mann hat vor gefühlten 2000 Jahren schon gesagt: "Non scholae, sed vitae discimus". Also, im Grunde genau das Gleiche. Die Römer wussten also auch schon, dass die Schule manchmal ein bisschen... weltfremd ist. Vielleicht haben die Gladiatoren ja auch ständig über Bruchrechnung gemeckert, während sie sich auf ihren nächsten Kampf vorbereitet haben.
Fakt am Rande: Seneca war nicht nur Philosoph, sondern auch Berater von Kaiser Nero. Ein Job, der vermutlich mehr Lebenserfahrung verlangte als das Auswendiglernen von Lateinischen Deklinationen. Nur so ein Gedanke...

Was lernen wir denn nun fürs Leben?
Okay, okay, genug gelästert über die Schule. Denn, ganz ehrlich, so komplett nutzlos ist sie ja auch nicht. Wir lernen dort lesen, schreiben, rechnen (zumindest ein bisschen) und vor allem... Durchhaltevermögen! Wer es schafft, jahrelang dem Pauken zu widerstehen, der schafft auch den Mount Everest (oder zumindest den Papierkram für die Steuererklärung).
Aber was ist mit den Dingen, die uns wirklich im Leben weiterhelfen? Teamfähigkeit, Empathie, der Umgang mit Geld, das Reparieren einer tropfenden Spüle? Das lernt man meistens eher durch "Learning by Doing". Und manchmal eben auch durch "Learning by Scheitern". Ich sage nur: Die erste WG-Party, bei der das Bier bis zur Decke spritzte!
Die Wahrheit ist doch: Das Leben ist eine riesige, chaotische Baustelle. Und die Schule ist sozusagen die Werkzeugkiste, die wir mitnehmen. Manche Werkzeuge sind super nützlich (der Schraubenzieher "Lesen"), andere sind eher... speziell (der Bitbohrer "Quantenphysik"). Aber ohne Werkzeugkiste wird's halt schwierig, irgendwas zu bauen.

Die Schule des Lebens: Ein Abenteuerpark!
Also, was lernen wir daraus? "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!" ist kein Freifahrtschein, um den Unterricht zu schwänzen und stattdessen den ganzen Tag Computerspiele zu zocken. (Obwohl… Moment mal…) Nein, im Ernst: Es ist eher eine Einladung, neugierig zu bleiben, auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen.
Stellt euch das Leben wie einen riesigen Abenteuerpark vor. Es gibt Achterbahnen (Jobwechsel!), Geisterbahnen (Beziehungskrisen!) und Karussells (Alltagstrott!). Und die Schule hat euch die Eintrittskarte und ein paar nützliche Tipps gegeben. Den Rest müsst ihr selbst herausfinden!

Merke: Der beste Trick, um im Leben zu lernen, ist, es nicht zu ernst zu nehmen. Lacht über eure Fehler, feiert eure Erfolge und vergesst nie, dass das Leben viel zu kurz ist, um sich über blöde Vokabeltests zu ärgern.
Also, lasst uns anstoßen! Auf das Leben, auf die Schule (die uns immerhin zum Lachen bringt!), und auf all die Dinge, die wir noch lernen werden! Und wenn euch das nächste Mal jemand mit diesem Spruch kommt, dann könnt ihr ihm ganz cool antworten: "Ja, Seneca wusste Bescheid!" Und dann bestellt ihr euch noch ein Bier. Prost!
P.S.: Falls ihr jetzt wirklich wissen wollt, wie man eine tropfende Spüle repariert, fragt Google. Oder euren Nachbarn. Der hat's bestimmt schon dreimal gemacht. 😉
