Mittelpunkt Kreis Bestimmen Ohne Zirkel

Okay, lasst uns ehrlich sein. Der Zirkel. Ein Gerät aus der Hölle, oder? Zumindest, wenn es darum geht, den Mittelpunkt eines Kreises zu finden. Wer braucht schon einen Zirkel? Mal ehrlich!
Ich weiß, ich weiß. "Das ist doch die einfachste Methode!" höre ich euch schon schreien. "Jeder weiß das!" Tja, ich bin nicht jeder. Und ich habe eine… sagen wir… eine komplizierte Beziehung zu diesem spitzen Metallinstrument. Es erinnert mich zu sehr an Matheunterricht. Grusel.
Und sind wir mal ehrlich: Wie oft hat man einen Zirkel zur Hand, wenn man ihn wirklich braucht? Eher selten, oder? Meistens hat man ein Blatt Papier und… irgendwas anderes. Ein Lineal vielleicht. Oder sogar – haltet euch fest – ein Geodreieck! Ja, ich weiß, blasphemisch, aber hört mir zu!
Must Read
Denn es gibt einen besseren Weg. Einen einfacheren Weg. Einen… zirkelfreien Weg, um den Mittelpunkt dieses störrischen Kreises zu finden. Und ich werde ihn euch verraten.
Die Chorden-Methode (oder: "Ich mag keine spitzen Dinge")
Klingt kompliziert? Ist es nicht. Versprochen. Alles, was ihr braucht, ist ein Lineal (oder ein Geodreieck, ich verurteile euch nicht) und ein Stift. Und den besagten Kreis, versteht sich. Sonst wird's schwierig.
Zeichnet eine Linie durch den Kreis. Irgendwo. Hauptsache, sie geht von einem Rand zum anderen. Diese Linie nennt man eine Chorde. Klingt elegant, ist aber nur 'ne Linie. Merkt euch, wo sie den Kreis schneidet.

Jetzt kommt der coole Teil: Zeichnet eine zweite Chorde. Wieder irgendwo anders im Kreis. Aber! Sie darf nicht parallel zur ersten sein! Sonst wird das nichts. (Vertraut mir, ich habe es versucht.)
Nun messt die erste Chorde aus und teilt das Ergebnis durch zwei. Markiert diesen Punkt auf der Chorde. Das ist ihr Mittelpunkt. Macht das Gleiche mit der zweiten Chorde.
Jetzt kommt der magische Moment: Zeichnet eine Linie, die senkrecht zu eurer ersten Chorde verläuft und durch ihren Mittelpunkt geht. Wiederholt das mit der zweiten Chorde. Wo sich diese beiden senkrechten Linien kreuzen… Bingo! Der Mittelpunkt eures Kreises!

Ich weiß, ich weiß. "Das klingt ja noch komplizierter als mit dem Zirkel!" Aber hey, zumindest habt ihr euch nicht gestochen!
Der gefaltete Kreis (oder: "Origami für Mathematiker")
Okay, das hier ist meine absolute Lieblingsmethode. Sie ist so elegant, so einfach, so… zirkelfrei! Alles, was ihr braucht, ist der Kreis selbst. Und eure Hände.
Nehmt den Kreis und faltet ihn so, dass ein Teil des Kreisrandes genau auf einen anderen Teil des Kreisrandes trifft. Macht eine scharfe Faltkante. Faltet den Kreis wieder auf.

Wiederholt das Ganze. Wieder einen Teil des Kreisrandes auf einen anderen falten. Wieder eine Faltkante machen. Wichtig: Die zweite Faltkante sollte nicht parallel zur ersten sein.
Und jetzt der große Moment: Wo sich die beiden Faltkanten kreuzen… tataaa! Der Mittelpunkt des Kreises! Ist das nicht genial?
Okay, zugegeben, diese Methode funktioniert am besten, wenn der Kreis auf einem Stück Papier ist. Aber hey, man kann ja nicht alles haben. Und es ist immer noch besser als der Zirkel, finde ich!

Meine (zugegebenermaßen etwas radikale) Meinung
Ich weiß, ich bin vielleicht allein mit meiner Meinung. Aber ich finde, der Zirkel ist überbewertet. Er ist umständlich, er ist spitz, und er erinnert mich an schlechte Mathearbeiten. Es gibt so viele andere, elegantere Methoden, um den Mittelpunkt eines Kreises zu finden.
Also, das nächste Mal, wenn ihr einen Kreis vor euch habt und den Mittelpunkt bestimmen müsst, lasst den Zirkel einfach in der Schublade. Probiert eine der anderen Methoden aus. Vielleicht werdet ihr ja auch zu zirkelfreien Konvertiten. Und wenn nicht, dann… naja, dann habt ihr zumindest etwas Neues gelernt.
Ich stehe zu meiner unpopulären Meinung: Zirkel sind einfach… meh.
Lasst uns die Welt von spitzen Metallinstrumenten befreien! Es lebe die zirkelfreie Mathematik!
