Mein Hund Zieht An Der Leine Wie Verrückt

Okay, Freunde der Fellnasen, mal ehrlich: Wer von euch kennt das nicht? Du denkst, du gehst entspannt mit deinem Hund spazieren, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern… und ZACK! Plötzlich verwandelst du dich in einen lebenden Anker, weil dein Hund meint, er müsste unbedingt Usain Bolt imitiert – nur eben in Richtung des nächsten Eichhörnchens, des verlockendsten Grasbüschels oder, Gott bewahre, des Postboten.
Mein eigener Hund, nennen wir ihn mal… äh… Flummi, ist da keine Ausnahme. Der Name ist Programm! Wenn Flummi die Leine sieht, denkt er, das ist das Startsignal für die Hundespiele-Olympiade, Disziplin: Leinenzug-Marathon. Ich sage euch, meine Armmuskeln sind besser trainiert als in jedem Fitnessstudio! Wenn ich ihn loslassen würde, würde er wahrscheinlich direkt zum Nordpol rennen, um mit den Eisbären Fangen zu spielen.
Und was macht man dann? Schimpfen? Bringt meistens so viel, wie wenn man einer Wand erzählt, dass sie doch bitte mal lila werden soll. Das Einzige, was dann passiert, ist, dass Flummi mich mit großen, unschuldigen Hundeaugen anguckt, die so viel sagen wie: "Aber Frauchen/Herrchen, ich wollte dir doch nur zeigen, wie aufregend die Welt ist!" Ja, ja, die Welt ist aufregend. Aber mein Blutdruck auch, wenn du mich weiter durch die Gegend schleifst!
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Die Verzweiflung ist groß, aber die Hoffnung stirbt zuletzt!
Ich habe schon alles versucht. Von sanftem Zureden über Leckerli-Bestechung bis hin zu diversen Hundetrainings-Videos auf YouTube. Manchmal klappt es kurzzeitig, Flummi läuft brav neben mir, fast schon andächtig. Ich denke: "Wow, ich habe den Dreh raus! Ich bin der Hundeflüsterer 2.0!" Und dann… BAM! Sieht er eine Katze und alle gute Vorsätze sind dahin. Die Katze flitzt auf den Baum und Flummi versucht, mit der Leine als Kletterseil hinterherzukommen. Ich stehe dann da, schwitzend, außer Atem und frage mich, ob ich nicht doch besser eine Karriere als Baumkletterer anfangen sollte.
Tipps und Tricks (oder zumindest Versuche davon)
Was ich gelernt habe (und immer noch lerne), ist Geduld. Und zwar tonnenweise Geduld. Hier ein paar Dinge, die ich ausprobiert habe und die (manchmal) helfen:

- Die Richtungswechsel-Taktik: Wenn Flummi zieht, drehe ich mich einfach um und gehe in die andere Richtung. Das verwirrt ihn. Meistens. Manchmal denkt er auch, das ist jetzt ein neues Spiel und zieht dann einfach in die neue Richtung.
- Die Stehenbleiben-Methode: Wenn er zieht, bleibe ich wie angewurzelt stehen. So lange, bis die Leine locker ist. Das kann dauern. Manchmal stehen wir dann gefühlt eine halbe Stunde mitten auf dem Gehweg und Flummi guckt mich an, als ob ich verrückt wäre. Aber hey, irgendwann kapiert er es (hoffentlich).
- Die Leckerli-Ablenkung: Kleine, feine Leckerlis, die er nur bekommt, wenn er brav neben mir läuft. Das funktioniert erstaunlich gut. Bis er merkt, dass er mich ausnutzt und immer schneller läuft, damit er mehr Leckerlis bekommt.
Wichtig ist auch, die richtige Ausrüstung zu haben. Ein gut sitzendes Geschirr ist Gold wert! Es verteilt den Druck besser und verhindert, dass der Hund sich stranguliert. Und eine kurze Leine ist besser als eine lange Schleppleine, zumindest am Anfang. So hat man mehr Kontrolle.
Aber das Wichtigste ist: Nicht aufgeben! Auch wenn es manchmal frustrierend ist, das Training lohnt sich. Und selbst wenn Flummi wieder mal meint, er müsse mich durch den Park ziehen, versuche ich, es mit Humor zu nehmen. Schließlich ist er mein Flummi und ich liebe ihn, auch wenn er mich manchmal zur Weißglut treibt. Und wer weiß, vielleicht werde ich ja doch noch ein professioneller Hundeschlittenführer.

Ein letzter Tipp: Sucht euch professionelle Hilfe! Ein guter Hundetrainer kann Wunder wirken und euch individuelle Tipps geben, die auf euren Hund zugeschnitten sind.
Also, Kopf hoch, liebe Hundeeltern! Wir schaffen das! Und wenn nicht, dann haben wir zumindest eine gute Geschichte zu erzählen. Und vielleicht ein paar extra Muskeln am Oberarm. 😉
