Lehr Lern Modell Leisen

Na, kennen wir das nicht alle? Da sitzt man in 'ner Schulung, 'nem Meeting oder sogar 'ner Vorlesung und denkt sich: "Wann ist das endlich vorbei?" Man starrt Löcher in die Luft, die Gedanken schweifen ab und der Redner murmelt irgendwas von...äh... wichtigen Dingen. Klingt bekannt? Dann schnall dich an, denn wir reden heute über ein Modell, das genau das verhindern soll: das Lehr-Lern-Modell nach Leisen.
Okay, klingt erstmal nach trockener Theorie, ich weiß. Aber keine Panik! Stell dir vor, du willst einen Kuchen backen. Du hast ein tolles Rezept (den Lehrstoff), aber wenn du die Zutaten einfach nur zusammenkippst und in den Ofen schiebst, kriegst du wahrscheinlich eher einen Ziegelstein als eine leckere Torte. Genau da kommt das Leisen-Modell ins Spiel. Es ist sozusagen das Geheimrezept für eine gelungene Lernerfahrung.
Was macht das Leisen-Modell so besonders?
Das Ding ist, das Leisen-Modell geht davon aus, dass Lernen nicht einfach nur "Hirn vollstopfen" ist. Es geht darum, die Leute mitzunehmen, zu begeistern und ihnen zu helfen, das Gelernte auch wirklich zu verstehen und anzuwenden. Denk an deinen Lieblingslehrer oder Dozenten (ja, jeder hat mindestens einen!). Was hat er/sie so gut gemacht? Wahrscheinlich war es eine Mischung aus:
Must Read
- Klarheit: Man wusste immer, worum es geht und was von einem erwartet wird. Keine rätselhaften Aufgaben oder verschwommene Ziele!
- Abwechslung: Nicht nur stundenlange Monologe. Diskussionen, Gruppenarbeiten, vielleicht sogar mal ein kleines Spiel – Hauptsache, es bleibt spannend.
- Relevanz: Man hat verstanden, warum das Gelernte wichtig ist. "Wozu brauche ich das überhaupt?" war keine Frage, die einem in den Sinn kam.
- Positive Atmosphäre: Man hat sich wohl und ermutigt gefühlt, Fragen zu stellen und Fehler zu machen. Fehler sind schließlich zum Lernen da!
Das Leisen-Modell fasst diese Aspekte in einem systematischen Ansatz zusammen. Es geht darum, eine Lernumgebung zu schaffen, in der sich die Teilnehmenden aktiv beteiligen und ihr Wissen selbstständig erarbeiten können. Es ist quasi wie ein Baukastenprinzip für den Unterricht – man nimmt die passenden Elemente und baut sich seine individuelle Lernerfahrung zusammen.

Alltagsbeispiele: Wo begegnet uns das Leisen-Modell?
Okay, genug Theorie. Wo sehen wir das Leisen-Modell im echten Leben? Überall! Denk an...
- Kochkurse: Der Kursleiter erklärt nicht nur, wie man ein Gericht zubereitet, sondern lässt die Teilnehmer selbst schnippeln, rühren und abschmecken. Learning by doing!
- Sprachkurse: Rollenspiele, Konversationsübungen, Lieder singen – alles, um die neue Sprache lebendig zu machen und die Hemmschwelle zum Sprechen abzubauen.
- Workshops zum Thema Zeitmanagement: Man bekommt nicht nur Tipps und Tricks, sondern erarbeitet in Gruppen, wie man seine Zeit besser einteilen kann und erstellt einen persönlichen Plan.
- Sogar beim Zocken! Viele Spiele nutzen Gamification-Elemente, um den Lernprozess spielerisch und motivierend zu gestalten. Denk an Tutorials, Belohnungen und das Gefühl, etwas erreicht zu haben.
Im Grunde geht es darum, das Lernen erlebbar zu machen und die Teilnehmer aktiv in den Prozess einzubeziehen. Je mehr Sinne angesprochen werden und je mehr man selbst ausprobieren kann, desto besser bleibt das Gelernte hängen.

Das Leisen-Modell: Mehr als nur Theorie
Das Lehr-Lern-Modell nach Leisen ist also kein trockenes Theoriekonstrukt, sondern ein praktischer Ansatz, um das Lernen effektiver und angenehmer zu gestalten. Es erinnert uns daran, dass Lernen mehr ist als nur Fakten pauken. Es geht um Begeisterung, Motivation und die Freude am Entdecken. Und wer weiß, vielleicht backen wir ja demnächst alle bessere Kuchen (oder programmieren bessere Apps, verwalten unsere Zeit effizienter oder sprechen fließender Spanisch), weil wir gelernt haben, dass Lernen eben auch Spaß machen kann!
Also, das nächste Mal, wenn du in einer Schulung sitzt, frag dich: Wendet der Trainer das Leisen-Modell an? Wenn ja, dann kannst du dich entspannt zurücklehnen und genießen. Wenn nicht...nun ja, vielleicht hast du ja trotzdem was gelernt. Aber zumindest weißt du jetzt, dass es auch anders gehen könnte! Und wer weiß, vielleicht inspirierst du ja auch andere, das Leisen-Modell anzuwenden, damit zukünftige Schulungen nicht mehr zum Gähnen sind!
