Lagerungsschwindel Welches Ohr Ist Betroffen

Okay, stell dir vor: Du liegst im Bett, alles ist chillig. Du drehst dich um, um besser zum Fenster zu gucken... und plötzlich – WAH! Die Welt dreht sich wie auf einem Karussell! Das Ganze fühlt sich an, als hättest du einen Schluck zu viel von Omas Eierlikör genascht, obwohl du kerngesund bist. Klingt beknackt? Kann sein, dass du Lagerungsschwindel hast. Aber keine Panik, ist meistens harmloser als es sich anfühlt.
Was ist Lagerungsschwindel überhaupt?
Lagerungsschwindel, medizinisch auch Benigner Paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS) genannt, ist ein bisschen wie ein Hardwarefehler in deinem Innenohr. Stell dir vor, dein Innenohr ist so eine Art Navigationssystem, das dir hilft, das Gleichgewicht zu halten. In diesem System schwimmen kleine Kristalle (Otolithen) herum. Normalerweise bleiben diese Kristalle brav an ihrem Platz. Aber manchmal, zum Beispiel durch eine Erschütterung oder einfach so, können sie sich lösen und in die Bogengänge geraten – die sind für deine Drehbewegung zuständig.
Und was passiert dann? Jedes Mal, wenn du deinen Kopf in eine bestimmte Position bringst, zum Beispiel beim Umdrehen im Bett oder beim Aufstehen, senden diese Kristalle falsche Signale an dein Gehirn. Dein Gehirn denkt: "Aha! Wir drehen uns!", obwohl du dich in Wirklichkeit gar nicht drehst. Und das führt zu diesem heftigen, aber meist nur kurzen Schwindelgefühl.
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Welches Ohr ist betroffen? Detektivarbeit im Ohr!
Die große Frage ist dann natürlich: Welches Ohr ist denn nun der Übeltäter? Man könnte fast sagen, wir müssen zum inneren Sherlock Holmes werden!
Warum ist das wichtig? Weil die Behandlung, die sogenannten Befreiungsmanöver (dazu später mehr), speziell auf das betroffene Ohr zugeschnitten sind. Sonst bringt das Ganze nämlich nicht viel.

Wie findet man das also heraus? Das ist ein Job für den Arzt, genauer gesagt für einen HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt). Er oder sie wird dich untersuchen und verschiedene Tests durchführen, um herauszufinden, welches Ohr für den Schwindel verantwortlich ist. Der häufigste Test ist die sogenannte Dix-Hallpike-Lagerungsprüfung.
Stell dir das so vor: Du sitzt auf der Untersuchungsliege, der Arzt hält deinen Kopf fest, und dann wirst du schnell nach hinten gelegt, mit dem Kopf ein Stück über das Ende der Liege hinaus. Der Arzt beobachtet dabei deine Augenbewegungen. Wenn du Lagerungsschwindel hast, beginnen deine Augen in einer bestimmten Art und Weise zu zucken (Nystagmus). Die Richtung und Art dieser Augenbewegungen geben dem Arzt Hinweise darauf, welches Ohr betroffen ist.
Ist das unangenehm? Ja, vielleicht ein bisschen. Aber es dauert nicht lange und ist superwichtig, um die richtige Diagnose zu stellen.

Warum sollte mich das überhaupt interessieren?
Ganz einfach: Weil Lagerungsschwindel echt ätzend sein kann! Stell dir vor, du willst morgens nur kurz aufstehen, um dir einen Kaffee zu machen, und plötzlich dreht sich alles. Oder du willst dich beim Yoga in den herabschauenden Hund begeben und landest fast auf der Nase. Das kann einem den ganzen Tag vermiesen.
Außerdem kann Schwindel generell ziemlich beängstigend sein. Man fühlt sich unsicher und verliert die Kontrolle. Und wer mag das schon?

Aber das Gute ist: Lagerungsschwindel ist in den meisten Fällen gut behandelbar! Und je schneller du weißt, welches Ohr betroffen ist, desto schneller kannst du mit der richtigen Therapie beginnen und wieder ein normales Leben führen.
Was passiert, wenn man das Ohr gefunden hat? Die Befreiungsmanöver!
Sobald feststeht, welches Ohr den Schwindel verursacht, kann der Arzt oder ein speziell ausgebildeter Physiotherapeut sogenannte Befreiungsmanöver durchführen. Das bekannteste ist das Epley-Manöver.
Das Epley-Manöver ist eine Reihe von Kopfbewegungen, die dazu dienen, die losen Kristalle wieder aus den Bogengängen herauszubefördern und an ihren ursprünglichen Platz zurückzubringen. Stell dir das vor wie ein kleines Hindernisrennen für die Kristalle im Ohr!

Klingt kompliziert? Ist es aber eigentlich nicht. Der Arzt führt die Bewegungen durch, und du musst einfach nur mitmachen. Nach ein paar Wiederholungen sind die Kristalle meistens wieder da, wo sie hingehören, und der Schwindel ist weg.
Was kann ich selbst tun?
Wenn du den Verdacht hast, dass du Lagerungsschwindel hast, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Aber es gibt auch ein paar Dinge, die du selbst tun kannst, um die Symptome zu lindern:
- Vermeide abrupte Kopfbewegungen, besonders beim Aufstehen und Umdrehen im Bett.
- Schlafe mit erhöhtem Oberkörper, um den Druck im Innenohr zu verringern.
- Trinke ausreichend, um den Körper gut hydriert zu halten.
- Und ganz wichtig: Stress vermeiden! Stress kann Schwindel verstärken.
Lagerungsschwindel ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen gut in den Griff zu bekommen. Also, Kopf hoch (aber nicht zu schnell!), such dir einen Arzt und lass dich untersuchen. Dann kannst du bald wieder unbeschwert durchs Leben tanzen, ohne Angst vor dem plötzlichen Karussell im Kopf!
