Ist Eine Bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung Ansteckend

Haaaatschi! Die Nase läuft, der Kopf brummt, und man fühlt sich einfach nur elend. Ist es nur eine Erkältung, oder hat mich vielleicht doch die fiese bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung erwischt? Und noch viel wichtiger: Kann ich damit andere anstecken? Das ist die Frage aller Fragen, wenn man mit verstopfter Nase und pochendem Schädel durchs Leben taumelt.
Klar, keiner will derjenige sein, der das nächste Büro-Infektionszentrum startet. Aber ist die bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung wirklich so eine Bazillenschleuder, wie wir vielleicht denken? Lasst uns dem mal auf den Grund gehen! Denn die Antwort ist – wie so oft im Leben – nicht ganz so einfach, wie sie scheint.
Die Sache mit den Bakterien
Wenn wir von einer bakteriellen Nasennebenhöhlenentzündung sprechen, meinen wir, dass Bakterien die Übeltäter sind. Klingt logisch, oder? Diese kleinen Quälgeister haben sich in unseren Nasennebenhöhlen eingenistet und sorgen dort für dicke Luft (im wahrsten Sinne des Wortes!).
Must Read
Aber hier kommt der Clou: Die meisten Nasennebenhöhlenentzündungen fangen nicht mit Bakterien an. Oft ist eine simple, harmlose Erkältung der Auslöser. Viren – ja, die gleichen, die uns auch sonst die Grippe bringen – sorgen für eine Entzündung der Schleimhäute. Diese geschwollenen Schleimhäute blockieren dann die kleinen Ausgänge der Nasennebenhöhlen, wodurch sich dort Sekret staut. Und dieses Sekret ist ein gefundenes Fressen für Bakterien.
Das bedeutet, dass die bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung oft eine Folgeerscheinung einer viralen Infektion ist. Ein bisschen wie ein ungebetener Gast, der sich selbst zum Essen einlädt, nachdem die Party schon im Gange ist.

Ansteckend? Jein!
Und hier kommt der interessante Teil: Die Erkältung, die vor der bakteriellen Entzündung da war, ist definitiv ansteckend! Viren sind kleine Meister der Verbreitung. Sie reisen auf Niesern, Hustern und sogar beim Sprechen durch die Luft und suchen sich neue Opfer.
Aber wie sieht es mit den Bakterien aus? Sind die auch so reiselustig? Nicht unbedingt. Zwar können auch Bakterien durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, aber die Wahrscheinlichkeit, sich direkt mit einer bakteriellen Nasennebenhöhlenentzündung anzustecken, ist eher gering.

Warum? Weil die Bakterien, die die Entzündung verursachen, oft sowieso schon in unserer Nase und unserem Rachen vorhanden sind. Sie warten nur auf eine Gelegenheit, um aktiv zu werden. Eine geschwächte Immunabwehr oder eben eine verstopfte Nase bieten ihnen die perfekte Bühne.
Also, was tun?
Was bedeutet das nun für uns? Sollten wir uns jetzt alle in Quarantäne begeben, sobald wir das erste Anzeichen einer verstopften Nase spüren? Wohl kaum! Aber ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen können nicht schaden:

- Händewaschen: Das ist und bleibt die goldene Regel, um die Verbreitung von Viren und Bakterien zu verhindern.
- Abstand halten: Besonders zu Menschen, die bereits erkältet sind.
- Immunsystem stärken: Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung helfen, die Abwehrkräfte zu stärken.
- Taschentücher benutzen: Und sie am besten sofort entsorgen.
Und was, wenn es uns doch erwischt hat? Dann heißt es: Ab zum Arzt! Eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung kann mit Antibiotika behandelt werden. Aber Achtung: Antibiotika helfen nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren! Also, nicht gleich zur Selbstmedikation greifen, sondern lieber den Profi fragen.
Fazit: Keine Panik, aber Vorsicht!
Die bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung ist also nicht die Super-Seuche, die wir vielleicht befürchten. Aber sie ist auch kein harmloses Katzenschnupfen. Die Ansteckungsgefahr ist geringer als bei einer Erkältung, aber trotzdem sollte man Vorsicht walten lassen.

Und hey, ein bisschen Rücksicht auf die Mitmenschen hat noch niemandem geschadet. Wer krank ist, sollte lieber zu Hause bleiben und sich auskurieren. Denn schließlich wollen wir doch alle gesund und munter durchs Leben hüpfen!
Also, Nase putzen, Tee trinken und gute Besserung!
