Invitatio Ad Offerendum Beispiel
Okay, Freunde, lasst uns über etwas sprechen, das klingt super kompliziert, es aber überhaupt nicht ist: die "Invitatio ad offerendum". Keine Panik, wir nennen es ab jetzt einfach "Einladung zur Angebotsabgabe". Klingt schon besser, oder?
Stellt euch vor, ihr schlendert durch die Stadt. Plötzlich seht ihr im Schaufenster eines Ladens ein Schild mit der Aufschrift: "Fernseher – 500 €!" Das ist eine Einladung zur Angebotsabgabe! Der Ladenbesitzer sagt damit: "Hey, ich habe diesen Fernseher hier. Wenn du Interesse hast, kannst du mir ein Angebot machen, ihn für 500 € zu kaufen." Er verpflichtet sich aber noch zu gar nichts.
Was bedeutet das für mich?
Warum sollten wir uns dafür interessieren? Ganz einfach: Weil es euch vor unerwarteten Verpflichtungen schützen kann! Denkt mal an Flohmärkte. Da steht ein Verkäufer mit einer Kiste voller Krimskrams. Er ruft: "Alles für einen Euro!" Auch das ist eine Einladung zur Angebotsabgabe. Er hofft, dass jemand etwas kaufen will, aber er muss es noch lange nicht verkaufen, wenn ihm der Euro pro Teil dann doch zu wenig erscheint.
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Der Unterschied zum verbindlichen Angebot ist wichtig. Stellen wir uns vor, ihr schreibt an einen Online-Shop: "Ich möchte den blauen Pullover für 30 € kaufen." Und der Shop antwortet: "Okay, wir schicken ihn dir zu!" Das ist ein verbindliches Angebot, wenn der Shopbetreiber deutlich erklärt, dass das Angebot angenommen wurde.
Beispiele aus dem Alltag
Hier sind noch ein paar Beispiele, damit es richtig klick macht:

- Online-Shops: Die Produkte, die ihr in einem Online-Shop seht, sind in der Regel eine Einladung zur Angebotsabgabe. Erst wenn ihr auf "Bestellen" klickt und der Shop die Bestellung bestätigt, kommt ein verbindlicher Kaufvertrag zustande. Hoppla, schon wieder ein Fachbegriff: Kaufvertrag! Aber keine Angst, das ist einfach nur die Vereinbarung, dass ihr etwas kauft und der Verkäufer es euch gibt.
- Kleinanzeigen: "Verkaufe Fahrrad, VB 100 €" – das ist eine Einladung zur Angebotsabgabe. VB steht für Verhandlungsbasis. Ihr könnt dem Verkäufer also ein Angebot machen, z.B. 80 €, und er kann es annehmen oder ablehnen.
- Restaurant-Menüs: Auch das Menü im Restaurant ist eine Einladung zur Angebotsabgabe. Der Koch bietet euch Gerichte an, aber erst wenn ihr bestellt, macht ihr ein Angebot, das das Restaurant dann annimmt, indem es euch das Essen zubereitet.
Stellt euch vor, ihr seht eine Anzeige: "Hundewelpen zu verkaufen". Ihr ruft an und fragt nach dem Preis. Der Züchter sagt: "500 €". Das ist noch kein verbindliches Angebot des Züchters. Ihr könnt immer noch überlegen, ob ihr den Welpen wirklich wollt. Erst wenn ihr sagt: "Ja, ich kaufe den Welpen für 500 €", gebt ihr ein Angebot ab. Und der Züchter muss dieses Angebot annehmen, damit ein Kaufvertrag zustande kommt. Es sei denn natürlich, er hat gute Gründe, den Welpen nicht an euch zu verkaufen (z.B. weil er den Eindruck hat, dass ihr euch nicht gut um ihn kümmern würdet).
Warum das Ganze wichtig ist
Die Invitatio ad offerendum gibt dem Verkäufer die Möglichkeit, sich nicht sofort an ein Angebot zu binden. Das ist besonders wichtig, wenn der Preis sich schnell ändern kann (z.B. bei Rohstoffen) oder wenn der Verkäufer nicht sicher ist, ob er die Ware überhaupt noch vorrätig hat.

Denkt daran: Eine Einladung zur Angebotsabgabe ist wie ein freundliches "Schau mal, was ich hier habe!" Ein verbindliches Angebot ist wie ein fester Händedruck, bei dem beide Seiten "Ja, das machen wir!" sagen.
Also, das nächste Mal, wenn ihr ein vermeintliches Angebot seht, fragt euch: Ist das wirklich ein Angebot, das ich sofort annehmen kann, oder ist es nur eine Einladung, ein Angebot zu machen? Mit diesem Wissen seid ihr bestens gerüstet für den Dschungel des täglichen Handels! Und keine Angst vor komischen lateinischen Begriffen. Die sind meistens harmloser, als sie klingen.
Und jetzt raus mit euch und fleißig Angebote abgeben! Aber immer schön überlegen, was ihr tut!
