In Welcher Reihenfolge Kommen Zähne

Ist es nicht aufregend, wenn Ihr Baby das erste Mal lächelt? Und noch aufregender, wenn Sie dann den ersten kleinen Zahn entdecken, der sich da vorsichtig durch das Zahnfleisch schiebt! Aber keine Sorge, wenn es etwas länger dauert – jedes Kind ist anders. Viele Eltern machen sich Gedanken darüber, wann genau die Zähne kommen sollten und ob die Reihenfolge stimmt. Diese Sorge ist verständlich, denn der Zahndurchbruch kann für Babys und Eltern eine anstrengende Zeit sein. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen klaren Überblick über die typische Reihenfolge des Zahndurchbruchs und was Sie tun können, um Ihrem kleinen Schatz zu helfen.
Die typische Reihenfolge des Zahndurchbruchs
Im Allgemeinen beginnt der Zahndurchbruch etwa im Alter von 6 Monaten. Aber wie gesagt, das ist nur ein Richtwert. Manche Babys bekommen ihre ersten Zähnchen schon mit 4 Monaten, andere erst mit 10 oder sogar 12 Monaten. Solange Ihr Kind gesund ist und sich altersgerecht entwickelt, gibt es in der Regel keinen Grund zur Sorge, wenn es etwas länger dauert. Die Genetik spielt hier eine große Rolle!
Hier ist eine Übersicht über die typische Reihenfolge, in der die Milchzähne durchbrechen:
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Wichtig: Die angegebenen Altersangaben sind Durchschnittswerte. Abweichungen sind normal und kein Grund zur Panik!
1. Die unteren mittleren Schneidezähne: Diese beiden Zähnchen sind meist die ersten, die sich zeigen. Sie erscheinen in der Regel zwischen dem 6. und 10. Monat.
2. Die oberen mittleren Schneidezähne: Direkt danach folgen meist die oberen mittleren Schneidezähne, in der Regel zwischen dem 8. und 12. Monat.

3. Die oberen seitlichen Schneidezähne: Diese Zähne erscheinen seitlich der oberen mittleren Schneidezähne, meist zwischen dem 9. und 13. Monat.
4. Die unteren seitlichen Schneidezähne: Analog zu den oberen seitlichen Schneidezähnen, erscheinen diese seitlich der unteren mittleren Schneidezähne, in der Regel zwischen dem 10. und 16. Monat.
5. Die ersten Backenzähne (Molaren): Diese Backenzähne erscheinen sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer, meist zwischen dem 13. und 19. Monat.

6. Die Eckzähne (Canini): Die Eckzähne füllen die Lücke zwischen den seitlichen Schneidezähnen und den ersten Backenzähnen, in der Regel zwischen dem 16. und 22. Monat.
7. Die zweiten Backenzähne (Molaren): Zum Schluss kommen die zweiten Backenzähne, wieder sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer, meist zwischen dem 25. und 33. Monat.
Im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren hat Ihr Kind dann in der Regel alle 20 Milchzähne!

Was tun, wenn der Zahndurchbruch schmerzt?
Der Zahndurchbruch kann für Babys unangenehm sein. Viele Babys sabbern vermehrt, sind quengelig, kauen auf ihren Händen oder Gegenständen herum und haben gerötete Wangen. Manchmal kann es auch zu leichtem Fieber kommen.
Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihrem Baby in dieser Zeit helfen können:
- Beißringe: Gekühlte Beißringe können das Zahnfleisch beruhigen.
- Zahnfleischmassage: Massieren Sie sanft das Zahnfleisch Ihres Babys mit einem sauberen Finger oder einem weichen Waschlappen.
- Ablenkung: Spielen Sie mit Ihrem Baby, lesen Sie ihm vor oder machen Sie einen Spaziergang, um es abzulenken.
- Schmerzlindernde Gels: Es gibt spezielle Zahngele für Babys, die lokal betäubend wirken. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, welches Produkt für Ihr Baby geeignet ist. Achten Sie aber darauf, Gele mit Lidocain oder Benzocain nur nach Rücksprache mit dem Arzt zu verwenden, da diese Nebenwirkungen haben können.
- Paracetamol oder Ibuprofen: In seltenen Fällen, wenn Ihr Baby sehr starke Schmerzen hat, kann Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker auch Paracetamol oder Ibuprofen in kindgerechter Dosierung empfehlen. Geben Sie Ihrem Baby diese Medikamente aber niemals ohne Rücksprache!
Wann sollte man zum Arzt gehen?
In den meisten Fällen ist der Zahndurchbruch ein natürlicher Prozess, der keine ärztliche Behandlung erfordert. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen Sie einen Arzt aufsuchen sollten:

- Wenn Ihr Baby hohes Fieber (über 38,5°C) hat.
- Wenn Ihr Baby Durchfall oder Erbrechen hat.
- Wenn Ihr Baby stark gereizt ist und sich durch nichts beruhigen lässt.
- Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Symptome wirklich vom Zahndurchbruch kommen.
- Wenn Sie Auffälligkeiten im Mundraum Ihres Kindes bemerken (z.B. starke Rötungen, Schwellungen oder Geschwüre).
Die Bedeutung der Zahnpflege von Anfang an
Auch wenn Ihr Baby noch keine Zähne hat, ist es wichtig, mit der Zahnpflege zu beginnen. Wischen Sie nach jeder Mahlzeit das Zahnfleisch Ihres Babys mit einem feuchten Waschlappen ab. Sobald die ersten Zähnchen da sind, können Sie mit einer speziellen Babyzahnbürste und einer fluoridfreien Zahnpasta beginnen, die Zähne zu putzen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt, welche Zahnpasta und Zahnbürste für Ihr Baby am besten geeignet sind.
Ein wichtiger Punkt ist, die Zähne nach dem Durchbruch regelmäßig (2x täglich) zu putzen, um Karies vorzubeugen. Karies bei Milchzähnen kann die Entwicklung der bleibenden Zähne negativ beeinflussen.
Denken Sie daran: Jeder Zahndurchbruch ist ein kleiner Meilenstein in der Entwicklung Ihres Babys. Genießen Sie diese Zeit und seien Sie geduldig. Mit der richtigen Pflege und etwas Zuwendung werden Sie diese Phase gemeinsam meistern!
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei Fragen oder Bedenken wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Zahnarzt.
