Im Schatten Des Pferdemondes Roman Evita Wolff

Pferdemond-Schatten: Mehr Schein als Sein? (Meine Meinung, nicht steinigen!)
Hand aufs Herz: Wer hat Im Schatten Des Pferdemondes von Evita Wolff gelesen? Und wer fand's... überragend? Ich hebe meine Hand nicht. Sorry, not sorry!
Klar, das Cover ist wunderschön. So ein Pferd vor einem riesigen Mond, das zieht. Und die Inhaltsangabe klingt spannend. Geheimnisvolle Vergangenheit, düstere Vorahnungen, eine starke Frau... Klingt nach dem perfekten Lesefutter für einen verregneten Sonntag.
Aber dann... die Realität. Und die ist, zumindest für mich, ein bisschen... fade. Wie ein Kaffee, der schon zu lange auf der Warmhalteplatte stand. Kennen wir alle, oder?
Must Read
Ich meine, die Charaktere. Sie sind irgendwie... da.
Sie agieren, sie reagieren, aber sie berühren mich nicht wirklich.Ich vergesse sie schneller, als ich "Pferdemond" sagen kann. Und das ist schade, weil ich mich so gerne in eine Geschichte hineinfallen lasse. Ich will mitfiebern, mitweinen, mitlachen!
Das Pferd im Mond: Zu viel Mystik, zu wenig Substanz?
Und diese ganze Mystik? Versteht mich nicht falsch, ich liebe Magie und Geheimnisse. Aber hier fühlte es sich manchmal an, als ob die Autorin einfach nur ein paar esoterische Elemente hineingeworfen hat, um die Geschichte aufzupeppen. So nach dem Motto: "Ups, Story wird langweilig, schnell noch ein bisschen Mondmagie reinwerfen!"

Das Ergebnis ist dann aber eher verwirrend als fesselnd. Ich habe mich oft gefragt: Was genau passiert hier eigentlich? Und warum?
Vielleicht liegt es auch an meinem Lesegeschmack. Ich mag es, wenn Geschichten einen roten Faden haben, wenn die Handlung nachvollziehbar ist. Hier hatte ich das Gefühl, dass Evita Wolff versucht hat, zu viele Themen auf einmal zu behandeln. Familiengeschichte, Liebesgeschichte, Mystery-Thriller... das ist alles gut und schön, aber es muss auch zusammenpassen!
Ein unpopulärer Standpunkt? Vielleicht!
Ich weiß, dass viele Leute das Buch mögen. Und das ist völlig okay! Geschmäcker sind verschieden, das ist ja das Schöne. Aber ich wollte meine ehrliche Meinung loswerden. Vielleicht bin ich ja auch einfach nur zu anspruchsvoll.

Und hey, vielleicht habe ich das Buch auch einfach zur falschen Zeit gelesen. Vielleicht brauche ich es irgendwann noch einmal, an einem besonders düsteren und nebligen Novemberabend, mit einer Tasse dampfendem Tee und dem Gefühl, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht. Dann könnte sich Im Schatten Des Pferdemondes vielleicht doch noch entfalten.
Bis dahin bleibe ich aber dabei: Für mich war es eher ein laues Lüftchen als ein packender Sturm.

Aber genug gemeckert! Welche Bücher habt ihr in letzter Zeit gelesen, die euch umgehauen haben? Lasst es mich wissen! Ich bin immer auf der Suche nach neuem Lesefutter. Und vielleicht überzeugt ihr mich ja sogar, dem Pferdemond noch eine zweite Chance zu geben...
Oder auch nicht. Wer weiß? 😉
Trotzdem: Vielen Dank an Evita Wolff für die Mühe und die Inspiration zu dieser... sagen wir mal... "kritischen" Rezension. 😊
