Ich Kann Nicht Mehr Mit Menschen

Okay, Leute, setzt euch, bestellt 'nen Kaffee – vielleicht sogar mit Schuss – denn ich muss euch was erzählen. Es geht um was ganz Tiefgründiges, was uns alle betrifft, besonders wenn wir mal wieder in der vollgestopften U-Bahn stehen und uns fragen: "Warum… einfach nur… warum?"
Ich rede natürlich von dem Moment, in dem man denkt: "Ich kann nicht mehr mit Menschen."
Ja, das ist Deutsch. Und ja, es klingt dramatischer als "People, I can't even anymore," aber das ist ja auch der Punkt, oder? Die deutsche Sprache hat einfach dieses gewisse Etwas, diese... Tiefe der Verzweiflung, die andere Sprachen nicht so leicht hinkriegen.
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Der Punkt des Überkochens: Wann reicht's wirklich?
Jeder hat diesen Punkt. Dieser Moment, in dem die letzte Faser deiner Geduld reisst. Bei manchen ist es der Kollege, der immer die lauten Anrufe im Großraumbüro entgegennimmt. Bei anderen ist es die Oma, die zum 27. Mal fragt, ob man denn schon einen Freund/eine Freundin hat. (Oma, ernsthaft? Ich versuche hier zu existieren!).
Wusstest du, dass es tatsächlich eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt, warum uns bestimmte Menschen so nerven? Irgendwas mit Spiegelneuronen und der Fähigkeit, die Emotionen anderer zu spiegeln. Heißt also, wenn jemand gestresst ist, stressen wir uns automatisch mit. Danke, Gehirn, sehr hilfreich!

Ich persönlich erreiche meinen "Ich kann nicht mehr"-Punkt, wenn ich im Supermarkt in der Schlange stehe und die Person vor mir anfängt, mit der Kassiererin über die politische Weltlage zu diskutieren. Leute, kauft eure Gurken und geht weiter! Meine innere Zen-Meisterin ist kurz vor dem Burnout!
Strategien zur Überlebenssicherung: Die Kunst des Rückzugs
Was also tun, wenn man kurz davor ist, in einem Ausbruch der Menschlichkeit zu explodieren? Hier ein paar praxiserprobte Strategien:

- Der "Ich bin beschäftigt"-Trick: Kopfhörer aufsetzen, auch wenn keine Musik läuft. Tief in eine imaginäre E-Mail vertieft starren. Das ist quasi unsichtbar werden für Anfänger.
- Der "Fake-Anruf": "Hallo? Ja, ich bin gleich da! ...Nein, wirklich, ich bin nur noch 5 Minuten entfernt!" Auflegen. Klappt jedes Mal. (Okay, vielleicht nicht jedes Mal, aber die Hoffnung stirbt zuletzt!)
- Der "Notfall-Ausflug": Plötzliches Bedürfnis, die Spinatsorte im Gemüseregal genauer zu inspizieren. Oder das Kleingedruckte auf der Müslipackung. Hauptsache, Abstand!
Aber mal im Ernst, es ist wichtig, sich echte Rückzugsorte zu schaffen. Ein Spaziergang im Wald. Ein gutes Buch. Ein Bad mit Lavendel. Hauptsache, irgendwas, das die Seele wieder ins Lot bringt.
Die dunkle Seite der Medaille: Wann wird's bedenklich?
Natürlich ist es normal, mal genervt zu sein. Aber wenn das "Ich kann nicht mehr"-Gefühl zum Dauerzustand wird, sollte man vielleicht mal genauer hinschauen. Denn Isolation ist kein Dauerzustand. Wir sind soziale Wesen, auch wenn wir das manchmal vergessen.

Wenn du dich also ständig von allen isolierst, ständig gereizt bist oder sogar körperliche Symptome wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen hast, könnte es Zeit sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu holen, sondern ein Zeichen von Stärke!
Die unerwartete Wahrheit: Wir brauchen einander doch!
So sehr wir uns auch manchmal über andere aufregen, so sehr brauchen wir sie auch. Freunde, Familie, Kollegen – sie machen unser Leben bunt, chaotisch und lebenswert. Stell dir mal vor, du wärst der einzige Mensch auf der Welt. Klingt erstmal entspannend, aber auf Dauer wäre es ganz schön öde!
Also, nächstes Mal, wenn du denkst "Ich kann nicht mehr mit Menschen", denk daran: Sie denken wahrscheinlich dasselbe über dich. Und das ist okay. Wir sind alle nur fehlbare, manchmal nervige, aber im Grunde doch liebenswerte Wesen. Und das ist doch eigentlich ganz schön, oder? Jetzt aber Schluss mit der Tiefgründigkeit! Ich geh jetzt 'nen Kaffee trinken... alleine, versteht sich!
