Hitlerputsch 1923 Einfach Erklärt

Leute, Leute, setzt euch, bestellt 'nen Kaffee (oder 'n Bier, ist ja schließlich Geschichte!), ich erzähl euch was. Es geht um 'nen Typen, den wir alle kennen... leider. Und um 'ne ziemlich misslungene Party. Nennt sich Hitlerputsch, und ich sag's euch, das war mehr Slapstick als Staatsstreich.
Die Vorgeschichte: Deutschland am Boden? Eher im Keller!
Wir schreiben das Jahr 1923. Deutschland, oh je! Nach dem Ersten Weltkrieg lag's am Boden. Wirtschaftlich, moralisch, einfach alles war im Eimer. Die Inflation war so schlimm, dass man mit Geldscheinen tapezieren konnte (und manche haben's wahrscheinlich auch getan). Ein Brot kostete gefühlt 'ne Million Mark. Stell dir vor, du gehst zum Bäcker und brauchst 'nen Schubkarren voll Kohle für 'n Brötchen! Verrückt, oder?
Diese Misere war natürlich 'ne Steilvorlage für radikale Spinner aller Art. Und einer von denen war unser Freund Adolf. Er war der Meinung, er könnte die Regierung in Berlin einfach so vom Thron stoßen. Hatte wohl zu viel "Der Graf von Monte Christo" gelesen, der Gute.
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Die bayerische Gemütlichkeit als Putschzentrale
Bayern war damals so 'ne Art "Wilder Westen" Deutschlands. Die bayerische Regierung machte im Grunde, was sie wollte. Und in München tummelten sich jede Menge Nationalisten und Rechtsradikale, die alle auf ihre Chance warteten. Hitler sah seine Chance gekommen. Er dachte sich: "Wenn schon, denn schon! Ich mach das jetzt!"
Er verbündete sich mit ein paar anderen Größen aus der rechten Szene, darunter der Kriegsheld Erich Ludendorff. Der war im Ersten Weltkrieg 'ne Art Rockstar, also dachte Hitler, der würde ihm sicher helfen, die Massen zu begeistern. Hat aber irgendwie nicht so ganz geklappt...

Der Putsch selbst: Mehr Klamauk als Coup
Am 8. November 1923 war es dann soweit. Hitler und seine Truppe stürmten den Bürgerbräukeller in München. Der war voll mit honorigen Bürgern, die sich gerade 'ne Rede von den bayerischen Regierungsspitzen anhörten. Hitler sprang auf 'nen Tisch (natürlich), zog 'ne Pistole (natürlich!) und brüllte: "Die nationale Revolution hat begonnen!" So viel zum Thema Understatement.
Das Ganze war aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die bayerische Regierung hatte nämlich überhaupt keine Lust, sich von Hitler irgendwas vorschreiben zu lassen. Und Ludendorff, der große Kriegsheld, tja, der lief einfach so durch die Polizeikette, weil die Beamten nicht wussten, was sie tun sollten. Stell dir das vor! Der Typ marschiert einfach durch, wie durch 'nen Gartenzaun!

Der Putsch brach innerhalb weniger Stunden zusammen. Hitler und seine Kumpanen versuchten zwar noch, mit 'nem Demonstrationszug durch München zu ziehen, aber die Polizei machte dem Spuk schnell ein Ende. Es gab Tote und Verletzte, und Hitler wurde verhaftet. Autsch!
Das Nachspiel: Von der Knastzelle zum Kanzleramt?
Nach dem gescheiterten Putsch landete Hitler vor Gericht. Und jetzt kommt der Clou: Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Jahren Festungshaft. Klingt hart, war es aber nicht. Er saß im Grunde in 'ner Art Luxusgefängnis, wo er Besuch empfangen und Bücher schreiben durfte. Und was schrieb er? "Mein Kampf", das berüchtigte Buch, das später die Welt in Schutt und Asche legen sollte. Ironie des Schicksals, oder?

Er wurde aber schon nach weniger als einem Jahr wieder freigelassen. Und das, meine Freunde, ist der wirklich erschreckende Teil der Geschichte. Denn der gescheiterte Putsch hatte Hitler nicht etwa geschadet, sondern im Gegenteil: Er hatte ihm Bekanntheit verschafft. Er war plötzlich in aller Munde. Und diese Bekanntheit nutzte er, um seine Partei, die NSDAP, neu aufzubauen und sich auf legalem Weg an die Macht zu schleichen. Das nennt man dann wohl "Aus Schaden klug werden" – im dümmsten aller möglichen Sinne.
Die Moral von der Geschicht'
Was lernen wir also aus dem Hitlerputsch? Erstens: Eine Pistole und lautes Gebrüll reichen nicht, um eine Regierung zu stürzen. Zweitens: Auch ein gescheiterter Putsch kann Karrieren beflügeln (leider!). Und drittens: Manchmal ist die Realität verrückter als jede Komödie. Und verdammt tragisch. In diesem Sinne: Prost!
Merke: Der Hitlerputsch war kein glorreicher Aufstand, sondern ein peinliches Fiasko. Aber er war auch ein Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Er zeigte, dass die Weimarer Republik schwach war und dass die Demokratie in Deutschland auf tönernen Füßen stand. Und er ebnete den Weg für den Aufstieg eines Mannes, der die Welt ins Unglück stürzen sollte.
