Handelt Es Sich Um Synonym

Mal ehrlich, Leute. Wir müssen reden. Es geht um etwas, das uns alle betrifft, etwas, das in unseren Köpfen herumschwirrt wie eine hartnäckige Mücke an einem lauen Sommerabend. Es geht um...Synonyme.
Ja, ich weiß. "Synonyme", das klingt nach Deutschunterricht, nach Vokabeln pauken und nach dem krampfhaften Versuch, im Aufsatz bloß nicht dasselbe Wort zweimal zu benutzen. Aber hey, lasst uns das Ganze mal von einer anderen Seite betrachten.
Sind Synonyme wirklich so toll?
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Ich glaube, Synonyme sind total überbewertet. Und bevor ihr mich jetzt steinigt (mit Synonymen für Steine natürlich – Felsen, Kiesel, Findlinge...), hört mir zu.
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Nehmen wir mal das Wort "glücklich". Ein tolles Wort, oder? Es drückt Freude, Zufriedenheit, ein inneres Strahlen aus. Aber was ist, wenn wir jetzt krampfhaft versuchen, "glücklich" zu vermeiden? Was, wenn wir stattdessen Wörter wie "froh", "vergnügt", "selig", "entzückt" oder gar "euphorisch" benutzen?
Klar, auf den ersten Blick klingt das abwechslungsreicher. Aber oft ist es doch einfach nur...gekünstelt. Es wirkt so, als ob wir krampfhaft versuchen, intellektuell zu wirken. Als ob wir Angst hätten, man würde uns für dumm halten, wenn wir ein Wort zweimal benutzen.

Und ganz ehrlich, manchmal passt das Original einfach am besten. "Froh" ist nicht immer "glücklich". "Selig" ist nicht immer "glücklich". Und "euphorisch" ist definitiv nicht immer "glücklich" (es sei denn, man hat gerade die Lottozahlen richtig getippt).
"Die Sprache ist der Spiegel der Seele", sagte Cicero mal. Ich finde, wir sollten unsere Sprache nicht verzerren, nur um Synonyme zu quetschen.
Denkt mal an all die Male, wo ihr versucht habt, im Gespräch ein bestimmtes Wort zu vermeiden, nur um dann nach fünf Minuten doch wieder darauf zurückzugreifen. Weil es eben das richtige Wort war! Weil es das Gefühl am besten ausgedrückt hat!

Die Synonym-Falle
Ich nenne das die "Synonym-Falle". Man versucht, clever zu sein, und am Ende klingt man einfach nur komisch. Oder noch schlimmer: Man benutzt ein Synonym, das gar nicht so richtig passt und verändert dadurch die Bedeutung des Satzes.
Stellt euch vor, ihr wollt sagen: "Ich liebe Pizza!" Und dann versucht ihr krampfhaft, "liebe" zu ersetzen. "Ich verehre Pizza!" Klingt doch total bescheuert, oder? "Ich vergöttere Pizza!" Jetzt wird's langsam religiös. "Ich bin Pizza zugetan!" Was zur Hölle bedeutet das überhaupt?
Es ist doch viel ehrlicher, zu sagen: "Ich liebe Pizza!" Punkt. Aus. Ende der Diskussion.

Natürlich, Synonyme sind nicht per se böse. Sie können nützlich sein, um Nuancen auszudrücken oder einen Text lebendiger zu gestalten. Aber wir sollten sie nicht wie ein Zwang benutzen. Wir sollten sie nicht als Beweis unserer sprachlichen Kompetenz missverstehen.
Weniger ist manchmal mehr
Manchmal ist es einfach besser, bei dem Original zu bleiben. Manchmal ist weniger mehr. Manchmal ist "glücklich" einfach "glücklich".
Lasst uns also etwas entspannter mit Synonymen umgehen. Lasst uns sie benutzen, wenn sie wirklich passen und uns weiterhelfen. Aber lasst uns uns nicht verrückt machen, nur um um jeden Preis Abwechslung zu erzwingen.

Denn am Ende des Tages zählt doch, dass wir verstanden werden. Dass unsere Worte ankommen. Und das geht am besten, wenn wir ehrlich und authentisch sind – auch wenn das bedeutet, dass wir ein Wort zweimal (oder dreimal oder viermal) benutzen.
Also, was meint ihr? Bin ich mit meiner unpopulären Meinung allein? Oder gibt es da draußen noch andere, die die Synonym-Hysterie satt haben?
Lasst es mich wissen! Und benutzt ruhig das Wort, das euch am besten passt – egal ob es ein Synonym ist oder nicht. 😉
