Great Chain Of Being Shakespeare

Okay, stellt euch vor: Ich sitze in einer Shakespeare-Vorlesung. Der Professor, ein Typ mit einem Bart, der aussieht, als hätte er selbst Shakespeare mal die Hand geschüttelt, redet über… Ordnung. Ordnung im Universum. Ich, halb am Träumen, denke mir nur: "Boah, ist das langweilig. Kann ich nicht einfach Romeo und Julia lesen und fertig?" Aber dann, BAM! Er erwähnt das Ding namens "Great Chain of Being". Und plötzlich wird's interessant. Denn, spoiler alert, das ist der Schlüssel, um zu verstehen, warum Shakespeares Charaktere manchmal so komisch ticken.
Was ist also diese “Great Chain of Being”? Stell dir eine riesige, unsichtbare Leiter vor, die das gesamte Universum durchzieht. Vom wertvollsten bis zum wertlosesten. Ganz oben thront Gott, der Boss-Level schlechthin. Dann kommen die Engel, die VIP-Lounge-Besucher. Dann die Menschen… und hier wird’s schon komplizierter. (Denn wo stehen wir auf der Leiter? Gute Frage!)
Die Hierarchie des Seins
Denn auch die Menschen haben ihre eigene kleine Leiter innerhalb der grossen Leiter. Könige und Königinnen ganz oben, dann der Adel, dann das Bürgertum, und ganz unten die Bauern. Jedes Wesen und jedes Objekt hat seinen festen Platz in dieser Ordnung. Und wehe dem, der versucht, diesen Platz zu verlassen! Das ist wie… versuch mal, am falschen Platz im Kino zu sitzen. Das gibt Ärger! Oder, noch schlimmer, stell dir vor, du gehst auf eine Hochzeit und setzt dich an den Tisch der Brauteltern, ohne eingeladen zu sein. (Ohje, das wäre peinlich!)
Must Read
Das Interessante ist: Diese Ordnung war nicht nur ein soziales Konstrukt, sondern eine göttliche Anordnung. Das bedeutete, dass jeder, der seinen Platz in der Gesellschaft in Frage stellte, nicht nur gegen die Gesellschaft, sondern auch gegen Gott selbst rebellierte! Und das war in Shakespeares Zeit eine ziemlich grosse Sache. Stell dir vor, du bist Hamlet und hast erfahren, dass dein Onkel deinen Vater ermordet hat, um selbst König zu werden. Er hat die ganze Ordnung auf den Kopf gestellt! (Klar, dass Hamlet da ein bisschen… durchdreht.)
Shakespeare und die grosse Kette
Shakespeare hat diese Idee der Great Chain of Being in seinen Stücken ausgiebig genutzt. Er zeigte, was passiert, wenn diese Ordnung gestört wird. Chaos, Blutvergiessen, Naturkatastrophen! Denkt an Macbeth: Er ermordet den König, und plötzlich spinnen die Pferde und fressen sich gegenseitig. Das Wetter spielt verrückt. Die Natur selbst protestiert! Das ist Shakespeares Art zu sagen: "Hey, Leute, wenn ihr die Ordnung durcheinander bringt, gibt’s Ärger!"

Aber Shakespeare war auch ein bisschen subversiv. Er hat die Great Chain of Being nicht einfach blind akzeptiert. Er hat auch die Schwächen und Ungerechtigkeiten in diesem System gezeigt. Denkt an Figuren wie Shylock in Der Kaufmann von Venedig. Er ist ein Jude, der am unteren Ende der sozialen Leiter steht, aber er ist klüger und menschlicher als viele der christlichen Aristokraten. Shakespeare hat also die Frage aufgeworfen: Ist diese Ordnung wirklich so gerecht und natürlich, wie alle behaupten?
Die Great Chain of Being ist also mehr als nur ein staubiges, altes Konzept aus dem Mittelalter. Sie ist ein Schlüssel, um Shakespeares Stücke zu verstehen. Sie erklärt, warum seine Charaktere so handeln, wie sie handeln, und warum die Welt in seinen Stücken so oft aus den Fugen gerät. Und sie zeigt uns auch, dass Shakespeare nicht einfach nur ein Bewahrer der Tradition war, sondern auch ein kritischer Denker, der die bestehende Ordnung in Frage gestellt hat. Und das, liebe Leute, ist doch ziemlich cool, oder? (Finde ich zumindest!)
