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Glorious Revolution In England 1688


Glorious Revolution In England 1688

Die Glorreiche Revolution von 1688, oft auch als "The Revolution of 1688" oder "The Bloodless Revolution" bezeichnet, stellt einen Wendepunkt in der englischen Geschichte dar. Sie markiert das Ende der Herrschaft von Jakob II. und die Etablierung einer konstitutionellen Monarchie, die die Rechte des Parlaments stärkte und die Macht des Monarchen einschränkte.

Um die Ereignisse, die zu dieser Revolution führten, zu verstehen, ist es wichtig, den politischen und religiösen Kontext des 17. Jahrhunderts in England zu betrachten. Die Stuart-Monarchie hatte seit der Restauration im Jahr 1660 versucht, ihre Macht auszubauen, was zu Spannungen mit dem Parlament führte. Hinzu kam die religiöse Frage, da Jakob II., ein überzeugter Katholik, versuchte, die Rechte von Katholiken zu stärken, was auf den entschiedenen Widerstand der protestantischen Mehrheit stieß.

Die Ursachen der Revolution

Mehrere Faktoren trugen direkt zum Ausbruch der Glorreichen Revolution bei:

  • Jakobs II. katholische Politik: Seine Versuche, Katholiken in Schlüsselpositionen in der Armee, der Regierung und den Universitäten zu ernennen, erregten breite Besorgnis. Er erließ auch eine Declaration of Indulgence, die religiöse Toleranz für Katholiken und Nonkonformisten gewährte, was jedoch als Versuch angesehen wurde, das Parlament zu umgehen und seine eigene Macht zu festigen.
  • Die Geburt eines katholischen Thronfolgers: Bis 1688 hatte Jakob II. nur protestantische Töchter. Die Geburt seines Sohnes Jakob Franz Eduard Stuart im Juni 1688 schien jedoch die Möglichkeit einer katholischen Dynastie zu eröffnen, was die Protestanten in England zutiefst beunruhigte.
  • Die Einladung an Wilhelm von Oranien: Angesichts der wachsenden Unzufriedenheit mit Jakob II. beschlossen sieben prominente englische Politiker, darunter sowohl Tories als auch Whigs, eine Einladung an Wilhelm von Oranien, den Stadthalter der Niederlande und Ehemann von Jakobs protestantischer Tochter Maria, zu senden. Sie baten ihn, nach England zu kommen, um die protestantische Religion und die Freiheiten des Landes zu verteidigen.

Der Verlauf der Revolution

Wilhelm von Oranien nahm die Einladung an und landete im November 1688 mit einer Armee in England. Jakob II. war isoliert und verlor schnell die Unterstützung seiner Armee und seiner Anhänger. Er floh im Dezember 1688 nach Frankreich, was den Weg für Wilhelm und Maria frei machte, den englischen Thron zu besteigen.

Das Parlament erklärte den Thron für vakant und bot ihn Wilhelm und Maria gemeinsam an. Sie akzeptierten und wurden im Februar 1689 als Wilhelm III. und Maria II. zum König und zur Königin von England gekrönt. Diese Thronfolge war jedoch an Bedingungen geknüpft.

1688-The glorious revolution was a overthrow of King James 2. William
1688-The glorious revolution was a overthrow of King James 2. William

Die Bill of Rights

Vor ihrer Krönung mussten Wilhelm und Maria die Bill of Rights akzeptieren. Dieses Dokument, das 1689 verabschiedet wurde, legte die Rechte und Freiheiten des Parlaments fest und beschränkte die Macht des Monarchen erheblich. Zu den wichtigsten Bestimmungen der Bill of Rights gehörten:

  • Die Bestätigung, dass der Monarch nicht ohne Zustimmung des Parlaments Gesetze suspendieren oder Steuern erheben darf.
  • Das Recht des Parlaments auf freie Meinungsäußerung und regelmäßige Sitzungen.
  • Das Recht des Einzelnen auf faire Gerichtsverfahren, einschließlich des Rechts auf ein Geschworenenurteil.
  • Das Verbot grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung.

Die Bill of Rights gilt als eines der grundlegenden Dokumente des englischen Konstitutionalismus und hat die Entwicklung des Parlamentarismus in vielen Ländern beeinflusst.

1688
1688

Die Folgen der Revolution

Die Glorreiche Revolution hatte weitreichende Folgen für England und die Welt:

  • Etablierung einer konstitutionellen Monarchie: Die Macht des Monarchen wurde durch die Bill of Rights und andere Gesetze erheblich eingeschränkt. Das Parlament erlangte eine zentrale Rolle in der Regierung des Landes.
  • Religiöse Toleranz: Obwohl die Bill of Rights die Anglikanische Kirche als Staatskirche bestätigte, gewährte der Toleration Act von 1689 Nonkonformisten (d.h. protestantischen Gruppierungen, die nicht der Anglikanischen Kirche angehörten) begrenzte religiöse Toleranz. Katholiken blieben jedoch weiterhin von vielen Rechten ausgeschlossen.
  • Beeinflussung der politischen Philosophie: Die Glorreiche Revolution beeinflusste die politischen Ideen von Denkern wie John Locke, dessen Werk Two Treatises of Government die Prinzipien der natürlichen Rechte und der begrenzten Regierung verteidigte.
  • Auswirkungen auf die Kolonien: Die Glorreiche Revolution hatte auch Auswirkungen auf die englischen Kolonien in Nordamerika. Sie führte zu Aufständen gegen die königlichen Gouverneure und zur Stärkung der kolonialen Selbstverwaltung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Glorreiche Revolution ein entscheidender Moment in der englischen Geschichte war. Sie beendete die absolute Monarchie, stärkte die Rechte des Parlaments und legte den Grundstein für eine konstitutionelle Monarchie, die bis heute Bestand hat. Die Prinzipien, die in der Bill of Rights verankert sind, haben die politische Entwicklung Englands und vieler anderer Länder maßgeblich beeinflusst.

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