Gesundes Und Glückliches Neues Jahr

Okay, Leute, mal ehrlich. "Gesundes Und Glückliches Neues Jahr"? Klingt toll, oder? So schön nach Konfetti und guten Vorsätzen. Aber ich hab da so meine Gedanken. Und vielleicht – ganz vielleicht – geht's euch ja ähnlich.
Ich meine, fangen wir mal mit dem "Gesund" an. Nach Weihnachten? Nach Silvester? Nach gefühlt 10 Kilo mehr auf der Waage? Gesundheit ist ja jetzt nicht so mein erster Gedanke. Eher so: "Wo kriege ich den größten Salat?" (Und dann mit extra viel Dressing, versteht sich.)
Jeder redet von Detox. Smoothies. Yoga. Ich rede von Pizza. Serienmarathon. Und der festen Überzeugung, dass mein Körper das schon irgendwie hinkriegt. (Hoffentlich.)
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Glücklich sein? Ist das bestellbar?
Und dann das "Glücklich". Klar, wer will das nicht? Aber dieses krampfhafte "Ich MUSS jetzt glücklich sein!"... Druck pur! Als ob man das einfach so anknipsen könnte, wie 'ne Lampe.
Ich finde ja, Glück ist eher so ein Zufallsprodukt. Wenn die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt und der Bus pünktlich ist. Oder wenn Oma Erna mal wieder 'ne lustige Anekdote erzählt. Diese kleinen Momente. Die muss man sammeln. Und nicht erzwingen.

Manchmal, ganz ehrlich, bin ich auch einfach nur zufrieden. Und das ist auch okay. Zufrieden mit meinem Chaos, mit meinen Macken, mit meiner Couch. Zufrieden ist das neue Glücklich, würde ich sagen.
Vorsätze: Die Lachnummer des Jahres?
Und dann kommen die guten Vorsätze. Abnehmen. Mehr Sport. Weniger Netflix. Kennen wir alle, oder? Und wissen wir auch alle, dass die meisten davon spätestens im Februar vergessen sind.

Ich hab da so meine eigene Strategie. Keine Vorsätze. Stattdessen: Kleine, realistische Ziele. Statt "Ich werde jeden Tag joggen gehen!": "Ich gehe diese Woche einmal spazieren." Statt "Ich esse nie wieder Süßigkeiten!": "Ich esse heute nur ein Stück Schokolade."
So bleibt der Druck niedrig und die Motivation hoch. Und vielleicht, nur vielleicht, schaffe ich dann ja doch mehr, als ich mir vorgenommen habe. Ist ja auch 'ne Art von Glück, oder?

Ich finde ja, das neue Jahr sollte nicht mit Stress und Selbstoptimierung beginnen. Sondern mit Entspannung und Akzeptanz. Akzeptanz dafür, dass man nicht perfekt ist. Akzeptanz dafür, dass man auch mal 'nen schlechten Tag hat. Und Akzeptanz dafür, dass man auch mal 'ne ganze Pizza alleine isst.
Unpopuläre Meinung: Perfektion ist überbewertet
Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen pessimistisch. Aber ich bin der Meinung, dass wir uns alle ein bisschen weniger Druck machen sollten. Dieses ständige Streben nach Perfektion. Dieses Vergleichen mit anderen auf Instagram. Das macht doch nur unglücklich.

Seien wir lieber ehrlich zu uns selbst. Akzeptieren wir unsere Fehler. Und freuen wir uns über die kleinen Dinge im Leben. Ein Lächeln von einem Fremden. Ein gutes Gespräch mit einem Freund. Ein warmer Tee an einem kalten Tag.
Das Leben ist zu kurz, um sich über unnötige Dinge zu ärgern.
Also, lasst uns das neue Jahr nicht mit krampfhaftem Glücklichsein und unrealistischen Vorsätzen beginnen. Sondern mit Dankbarkeit, Akzeptanz und einer ordentlichen Portion Humor. Und vielleicht, nur vielleicht, wird es dann ja doch ein gesundes und glückliches neues Jahr. Oder zumindest ein erträgliches und zufriedenes. Das ist ja auch schon mal was.
Und wenn alles nichts hilft: Einfach mal tief durchatmen und an Schokolade denken. Das hilft fast immer. In diesem Sinne: Auf ein neues Jahr voller kleiner Freuden und großer Überraschungen! Und vergesst nicht: Lachen ist die beste Medizin!
