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Geschlossene Unterbringung Für Psychisch Kranke


Geschlossene Unterbringung Für Psychisch Kranke

Okay, "Geschlossene Unterbringung Für Psychisch Kranke" klingt erstmal...naja, nicht gerade nach einem lustigen Nachmittag im Streichelzoo. Aber lasst mich euch mal eine Geschichte erzählen, die vielleicht eure Sichtweise ein bisschen aufhellt. Denn hinter all den ernsten Begriffen steckt oft mehr Menschlichkeit, als man denkt.

Der Mann, der mit Pflanzen sprach

Stellt euch vor: Klaus, nennen wir ihn mal so. Klaus war ein ganz lieber Kerl, aber seine Realität war ein bisschen...anders. Er war fest davon überzeugt, dass seine Zimmerpflanze, ein ziemlich kümmerlicher Fikus namens Freddy, ihm wichtige Nachrichten zukommen ließ. Freddy klagte über zu wenig Licht, über zu viel Wasser, über die allgemeine Unfairness des Daseins als Zimmerpflanze. Und Klaus, der absolut davon überzeugt war, Freddy zu verstehen, diskutierte eifrig zurück.

Irgendwann wurde es für Klaus' Familie schwierig. Freddy forderte mehr und mehr Aufmerksamkeit, Klaus' Leben drehte sich nur noch um die Bedürfnisse dieses kleinen, grünen Tyrannen. Also kam Klaus – mit Freddy im Arm, versteht sich – in eine geschlossene Unterbringung. Kein idealer Start für eine harmonische Beziehung zwischen Patient und Einrichtung, möchte man meinen.

Aber genau hier beginnt die Überraschung. Die Pfleger dort, statt Klaus sofort zu entmündigen und Freddy zu verbannen, gingen auf seine Welt ein. Sie fragten Freddy nach seinem Befinden, sie gossen ihn vorsichtig, sie schoben ihn sogar ans Fenster, damit er mehr Sonne bekam. Natürlich mit einem Augenzwinkern und dem Wissen, dass das Ganze ein Spiel war. Aber ein Spiel, das Klaus unglaublich half.

Denn durch die Akzeptanz seiner "Realität" schufen die Pfleger eine Brücke zu ihm. Sie konnten langsam mit ihm ins Gespräch kommen, nicht über Freddy, sondern über seine Gefühle, seine Ängste, seine Einsamkeit. Und nach und nach, ganz langsam, begann Klaus, Freddy's Einfluss auf sein Leben zu hinterfragen. Er erkannte, dass Freddy vielleicht nicht wirklich sprach, sondern dass er seine eigenen Sorgen und Bedürfnisse in die Pflanze projizierte.

Geschlossene Unterbringung - Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.
Geschlossene Unterbringung - Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.

Humor als Schlüssel

Ein entscheidender Faktor war auch der Humor. Ein Pfleger, nennen wir ihn Markus, hatte die Angewohnheit, Freddy heimlich mit kleinen Hütchen zu schmücken oder ihm Zettelchen mit lustigen Sprüchen anzukleben. Klaus fand das zuerst empörend, aber nach und nach musste er selbst schmunzeln. Dieser spielerische Umgang nahm der Situation die Schwere und ermöglichte es Klaus, seine Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ich meine, stellt euch mal vor: Eine Gruppe von erwachsenen Menschen, die sich ernsthaft über das Wohlbefinden eines Fikus unterhalten, während sie wissen, dass es eigentlich um die psychische Gesundheit eines Patienten geht. Das hat schon etwas Absurdes, oder? Aber genau diese Absurdität war es, die den Durchbruch brachte.

Geschlossene Unterbringung | IGFH
Geschlossene Unterbringung | IGFH

Mehr als nur Verwahrung

Die Geschichte von Klaus und Freddy zeigt, dass geschlossene Unterbringung eben nicht nur "wegschließen" bedeutet. Es geht um viel mehr. Es geht darum, Menschen in ihren schwierigsten Momenten beizustehen, ihre Realität zu akzeptieren (auch wenn sie noch so bizarr erscheint) und ihnen zu helfen, einen Weg zurück in die "normale" Welt zu finden.

Und manchmal, ganz ehrlich, ist es auch einfach nur lustig. Eine Mitpatientin, die sich für Kleopatra hielt, forderte regelmäßig von Markus, er solle ihr doch bitte ihre "königliche Kopfmassage" geben (Markus massierte ihr dann mit größter Würde die Kopfhaut). Oder der Mann, der davon überzeugt war, er sei ein Geheimagent und nur durch das Tragen von Alufolie auf dem Kopf vor der Gedankenübertragung der Russen geschützt sei (die Pfleger sorgten einfach dafür, dass er immer genügend Alufolie hatte).

Geschlossene Unterbringung: 16 Plätze sollen’s sein - taz.de
Geschlossene Unterbringung: 16 Plätze sollen’s sein - taz.de

Solche Geschichten klingen vielleicht verrückt, aber sie zeigen, dass auch in den dunkelsten Ecken der Psychiatrie Menschlichkeit und Humor blühen können. Dass hinter den Diagnosen und Medikamenten Menschen mit Gefühlen, Ängsten und – ja, auch mit Humor – stecken. Und dass geschlossene Unterbringung manchmal der Ort ist, an dem sie diesen Humor wiederfinden können.

Am Ende kehrte Klaus nach Hause zurück, ohne Freddy, aber mit einem neuen Verständnis für seine eigenen Bedürfnisse und Ängste. Und wer weiß, vielleicht hat er sich ja eine neue Zimmerpflanze zugelegt. Aber dieses Mal ohne die fixe Idee, dass sie mit ihm spricht. Hoffentlich.

Geschlossene Unterbringung - Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. Antrag Auf Geschlossene Unterbringung - Vordruck Geschlossene Unterbringung in der Jugendhilfe :: Aktuelles - Sannerz

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