Geldwerter Vorteil Versteuern Wie Viel Prozent

Okay, stellt euch vor: Ich sitze letztens mit meinem Kumpel Klaus beim Bier. Klaus ist so ein richtiges Steuerfuchs, arbeitet beim Finanzamt. Und er fängt an, von seinem neuen Dienstwagen zu schwärmen. "Voll geil," sagt er, "Elektro, Aufladen umsonst, alles bezahlt!" Ich natürlich neidisch. Aber dann kommt der Hammer: "Musst halt den geldwerten Vorteil versteuern." Geldwerter… WAS?
Da war er wieder, dieser Moment, in dem ich merke, dass mein Steuerwissen eher so im Bereich "Spaghetti kochen" anzusiedeln ist – simpel, aber nicht wirklich tiefgehend. Und genau da dämmerte es mir: Es gibt da dieses mysteriöse Ding, den geldwerten Vorteil, und den muss man irgendwie, irgendwann, versteuern. Und natürlich will ich (und wahrscheinlich auch du, lieber Leser) wissen: WIE VIEL PROZENT sind das eigentlich?
Was ist überhaupt ein geldwerter Vorteil?
Ganz einfach gesagt: Ein geldwerter Vorteil ist alles, was du von deinem Arbeitgeber bekommst, was nicht direkt Gehalt ist, dir aber einen echten Vorteil verschafft. Denkt an den Dienstwagen zur privaten Nutzung, das vergünstigte Mittagessen in der Kantine oder das Smartphone, das ihr auch privat nutzen dürft. Praktisch ein Gehalts-Extra, nur eben nicht in Form von Barem.
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Klar, das ist erstmal super. Wer will schon nein sagen zu einem Firmenwagen? Aber Achtung: Das Finanzamt sieht das Ganze natürlich auch und sagt: "Moment mal, das ist ja fast wie mehr Gehalt! Das wollen wir besteuern!" Und damit hat es, fairerweise, auch Recht.
(Kleiner Tipp am Rande: Fragt Klaus vom Finanzamt vorher, was auf euch zukommt. Er kann das wahrscheinlich besser erklären als ich, aber hey, ich gebe mein Bestes!)

Wie wird der geldwerte Vorteil berechnet?
Hier wird's ein bisschen kniffliger. Es gibt zwei Hauptmethoden, um den geldwerten Vorteil zu berechnen, speziell beim Dienstwagen: die 1-Prozent-Regelung und das Fahrtenbuch.
Die 1-Prozent-Regelung ist die einfachere Variante. Hier wird monatlich 1 Prozent des Bruttolistenpreises des Wagens (inklusive Sonderausstattung!) als geldwerter Vorteil angesetzt. Plus, wenn ihr den Wagen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt, kommen noch 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Kilometer hinzu.

Moment mal, denkst du jetzt vielleicht, 0,03 Prozent pro Kilometer? Das ist ja kompliziert! Ja, ist es. Aber keine Panik, es gibt Rechner im Internet, die euch das ausspucken. Einfach Bruttolistenpreis und Entfernung zur Arbeit eingeben, und fertig.
Das Fahrtenbuch ist die genauere, aber auch aufwendigere Methode. Hier müsst ihr jede einzelne Fahrt dokumentieren: Datum, Zweck, Kilometerstand, etc. Am Ende des Jahres wird dann der tatsächliche Anteil der Privatfahrten am Gesamtkilometerstand berechnet. Dieser Anteil wird dann auf die Gesamtkosten des Wagens (Abschreibung, Versicherung, Reparaturen usw.) angewendet. Klingt anstrengend? Ist es auch. Aber es kann sich lohnen, wenn ihr den Wagen fast ausschließlich beruflich nutzt.

Und wie viel Prozent Steuern muss ich zahlen?
Tja, das ist die Millionen-Euro-Frage! Die Antwort ist leider nicht so einfach, weil der Steuersatz von eurem persönlichen Steuersatz abhängt. Das heißt, der geldwerte Vorteil wird zu eurem regulären Gehalt hinzugerechnet, und das Ganze wird dann zusammen versteuert.
Beispiel: Wenn ihr ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 40.000 Euro habt und der geldwerte Vorteil eures Dienstwagens 5.000 Euro beträgt, dann wird euer zu versteuerndes Einkommen auf 45.000 Euro erhöht. Und auf diese 45.000 Euro zahlt ihr dann eure Einkommensteuer. Wie hoch die genau ist, hängt von eurem individuellen Steuersatz ab, den ihr anhand der Steuertabelle herausfinden könnt (oder eben Klaus fragen).

Wichtig: Der geldwerte Vorteil erhöht nicht nur eure Einkommensteuer, sondern auch den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer.
Fazit: Informieren, informieren, informieren!
Der geldwerte Vorteil ist ein komplexes Thema, das man nicht einfach mal so nebenbei versteht. Deshalb mein Rat: Informiert euch gründlich, bevor ihr ein Angebot mit geldwertem Vorteil annehmt. Fragt euren Steuerberater oder eben Klaus vom Finanzamt. Oder googelt einfach mal. Es gibt genügend Informationen im Netz. Und wenn ihr dann immer noch nichts versteht... na ja, dann fragt ihr mich nochmal! (Aber erwartet keine Wunder.)
Denkt dran: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, und das Finanzamt ist selten kulant. Also, Augen auf beim Autokauf – und viel Spaß beim Versteuern!
