Fowler Stufen Des Glaubens

Wisst ihr, ich hab' da so 'ne Theorie. Eine, die vielleicht ein bisschen... sagen wir mal, anders ist. Es geht um den Glauben. Nicht unbedingt den religiösen Glauben, obwohl der auch dazu passt. Sondern einfach den Glauben an irgendwas. Den Glauben an die Liebe, an Freundschaft, an sich selbst. Ihr wisst schon.
Und meine Theorie basiert auf etwas, das sich Fowler Stufen des Glaubens nennt. Klingt fancy, ich weiß. Ist es aber eigentlich gar nicht. Laut dem guten Fowler, gibt es verschiedene Stufen, wie wir als Menschen glauben. Von ganz simpel bis super kompliziert. Aber mal ehrlich, wer von uns ist schon wirklich super kompliziert im Glauben?
Stufe 1: Der intuitive-projektive Glaube
Das ist quasi der Glaube von kleinen Kindern. Alles ist magisch, alles ist möglich. Der Weihnachtsmann bringt Geschenke, der Osterhase versteckt Eier. Und wenn Mama sagt, dass Monster unter dem Bett wohnen, dann stimmt das eben. Ist doch logisch, oder? Unschuldig und voller Fantasie. Hach, diese Zeit... Aber mal ehrlich, wer von uns glaubt nicht manchmal noch an den Weihnachtsmann? In Form von Glück oder Schicksal oder so?
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Stufe 2: Der mythisch-wörtliche Glaube
Jetzt wird es etwas... konkreter. Geschichten sind wichtig. Vor allem Geschichten, die uns erklären, wie die Welt funktioniert. Gut gegen Böse, Helden und Schurken. Schwarz und Weiß. Die Bibel, Märchen, Superheldenfilme. Alles klar und deutlich. Und wehe, jemand widerspricht! Ich sag's euch, Diskussionen mit Leuten auf dieser Stufe können... interessant sein. Aber hey, wir brauchen doch alle unsere Helden, oder?
Stufe 3: Der synthetisch-konventionelle Glaube
Hier kommt der Gruppenzwang ins Spiel! Was die Familie, die Freunde, die Gesellschaft sagen, das ist richtig. Konformität ist das Zauberwort. Man will dazugehören, akzeptiert werden. Und der Glaube ist eben Teil davon. Ist ja auch verständlich. Wer will schon der Außenseiter sein? Aber mal ehrlich, ist es nicht auch ein bisschen langweilig, immer nur mit dem Strom zu schwimmen?

Stufe 4: Der individuell-reflektierende Glaube
Aha! Jetzt wird's spannend. Jetzt fangen wir an, zu denken. Zu hinterfragen. Zweifel kommen auf. "Moment mal, stimmt das wirklich alles, was mir erzählt wurde?" Der Glaube wird persönlicher, individueller. Wir suchen unsere eigenen Antworten. Und das ist gut so! Find ich zumindest. Aber Achtung: Das kann auch ganz schön anstrengend sein. So viel Nachdenken! Puh!
Stufe 5: Der konjunktive Glaube
Hier wird's philosophisch. Wir akzeptieren, dass es nicht die eine Wahrheit gibt. Dass es verschiedene Perspektiven gibt. Dass es Widersprüche gibt. Und das ist okay so! Wir leben mit der Unsicherheit. Ganz schön erwachsen, oder? Aber mal ehrlich, wer von uns ist schon wirklich so entspannt mit der Unsicherheit? Ich jedenfalls nicht immer.

Stufe 6: Der universalisierende Glaube
Die höchste Stufe. Laut Fowler. Hier geht es um bedingungslose Liebe, um Gerechtigkeit für alle, um den Einsatz für eine bessere Welt. Menschen wie Martin Luther King Jr. oder Mutter Teresa sollen auf dieser Stufe gewesen sein. Beeindruckend! Aber mal ehrlich, wer von uns erreicht jemals diese Stufe? Ich glaube, die meisten von uns sind irgendwo zwischen Stufe 3 und 5 unterwegs. Und das ist auch völlig okay!
Denn wisst ihr was? Ich glaube, dass es gar nicht so wichtig ist, auf welcher Stufe man sich befindet. Sondern dass man überhaupt glaubt. An irgendwas. An die Hoffnung, an die Liebe, an die Menschlichkeit. Und dass man versucht, ein bisschen besser zu sein. Jeden Tag ein bisschen. Ist das nicht schon genug?
Das ist meine (unpopuläre) Meinung. Und jetzt bin ich gespannt: Was meint ihr?
