Filme Von Martin Luther King

Okay, mal ehrlich, wer hat schon alle Filme über Martin Luther King gesehen? Ich meine, es gibt ja einige, oder? Und sind sie nicht... nun ja, ein bisschen... gleich?
Der heilige Martin?
Ich weiß, ich weiß, Blasphemie! Martin Luther King war ein Held. Ein absoluter Gigant. Und er verdient all den Respekt der Welt. Aber manchmal, wenn ich diese Filme sehe, habe ich das Gefühl, ich schaue eine Art Heiligenleben. So glatt, so poliert, so... perfekt. Fast schon langweilig, sorry!
Klar, die Reden sind immer wieder Gänsehaut pur. "I Have a Dream" – wer bekommt da keine feuchten Augen? Aber zwischen den Reden? Da wird's oft zäh. Alles ist so dramatisch, so feierlich. Wo bleibt denn der Mensch Martin Luther King?
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Wo ist der Witz?
Hatte der Mann denn keinen Humor? Hat er nie einen schlechten Tag gehabt? Hat er sich nie über irgendwas geärgert, was nicht gerade die Rassentrennung war? Ich will den Martin Luther King sehen, der mit seinen Freunden Witze reißt. Den Martin Luther King, der morgens schlecht gelaunt aus dem Bett steigt. Den Martin Luther King, der sich mal über die Parkplatzsuche in Montgomery aufregt!
Ich weiß, das ist jetzt vielleicht ein bisschen respektlos. Aber ich glaube, wir tun Martin Luther King keinen Gefallen, wenn wir ihn auf ein Podest stellen, das so hoch ist, dass wir ihn nicht mehr erreichen können. Wir müssen ihn als Mensch begreifen, mit all seinen Stärken und Schwächen. Nur dann können wir wirklich verstehen, was er geleistet hat.

Die üblichen Verdächtigen
Es gibt ja diese typischen Szenen, die in fast jedem Film vorkommen. Die Bus-Boykott-Szene. Die Märsche. Die Verhaftungen. Und natürlich die Rede "I Have a Dream". Alles wichtig, keine Frage. Aber irgendwann kennt man jede Szene auswendig. Man weiß genau, wann wer was sagt. Und dann schaltet man innerlich ab.
Ich wünschte mir Filme, die mutiger sind. Die sich trauen, auch die unbequemen Fragen zu stellen. Die zeigen, dass Martin Luther King nicht nur ein Prediger und Aktivist war, sondern auch ein Mensch mit Zweifeln, Ängsten und Fehlern. Filme, die nicht nur die Erfolge feiern, sondern auch die Rückschläge und Niederlagen zeigen. Filme, die eben nicht nur das Hochglanz-Heiligenbild präsentieren.

Ein bisschen mehr Realität, bitte!
Stellt euch vor: Ein Film, der sich auf die kleinen, alltäglichen Kämpfe konzentriert. Der zeigt, wie Martin Luther King mit seiner Familie umgegangen ist. Der zeigt, wie er sich von den ständigen Drohungen und Anfeindungen erholt hat. Der zeigt, wie er versucht hat, ein normales Leben zu führen, während er gleichzeitig eine Bewegung anführte, die die Welt verändern sollte.
Ich will keine perfekte Heldengeschichte. Ich will eine ehrliche Geschichte. Eine Geschichte, die mich berührt, weil sie echt ist. Eine Geschichte, die mir zeigt, dass auch ich etwas bewegen kann, egal wie klein meine Beiträge auch sein mögen.

Unpopuläre Meinung?
Vielleicht bin ich ja der Einzige, der so denkt. Vielleicht bin ich einfach nur ein zynischer Miesepeter. Aber ich glaube, dass wir Martin Luther King mehr schulden als nur die ewige Wiederholung seiner Reden und die Darstellung seiner größten Erfolge. Wir schulden ihm die Wahrheit. Die ganze Wahrheit. Und nichts als die Wahrheit. Auch wenn sie manchmal unbequem ist.
Also, liebe Filmemacher, traut euch! Macht Filme über Martin Luther King, die uns zum Nachdenken anregen. Die uns berühren. Die uns inspirieren. Und die uns vielleicht sogar ein bisschen zum Lachen bringen. Denn ich bin mir sicher, auch Martin Luther King hätte gerne gelacht.
Und jetzt steinigt mich!
