Fabel Wer Anderen Eine Grube Gräbt Fällt Selbst Hinein

Kennt ihr das? Man plant was, so richtig fies. Eine kleine, harmlose Sabotage. Und dann... BÄM! Geht alles nach hinten los. Das Karma schlägt zu. Und zwar mit voller Wucht. Willkommen im Club!
Die Sache mit der Grube
Dieses alte Sprichwort, "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein". Es ist einfach so wahr. Aber mal ehrlich, wer von uns hat noch nie an einer Grube gebastelt? Natürlich nicht im wörtlichen Sinne! Eher so... im übertragenen.
Ich zum Beispiel. Ich gestehe. Letzte Woche. Die Kollegin, nennen wir sie mal Frau Sonnenschein, hat meinen Lieblingsparkplatz geklaut. Jeden Tag! Frechheit! Mein erster Gedanke? Rache! Eine kleine, gemeine, aber lustige Rache.
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Mein Plan: Ihr Auto mit Post-it Zetteln bekleben. Komplett. Ein Kunstwerk der passiv-aggressiven Kommunikation. Ich hatte schon die Motive im Kopf: "Parken ist kein Ponyhof!" oder "Dein Parkplatz-Karma ist im Minus!".
Das Problem? Ich bin am Abend vorher eingeschlafen. Mit einem Stapel Post-its und einem Edding bewaffnet. Aufgewacht bin ich… mit Post-its im Gesicht. Und ohne Parkplatz. Frau Sonnenschein hatte sich den nämlich schon gesichert, während ich noch mit Klebezetteln kämpfte. Peinlich? Ja. Hat es mir eine Lehre erteilt? Vielleicht.

Unbeliebte Meinung: Manchmal ist es einfach lustig
Ich weiß, ich weiß. Man soll anderen nichts Böses wollen. Aber Hand aufs Herz: findet ihr es nicht auch manchmal… ein bisschen lustig, wenn sich jemand, der es eigentlich besser wissen sollte, selbst ins Bein schießt? Ich meine, solange niemand ernsthaft zu Schaden kommt.
Denkt an euren letzten Büro-Weihnachtsfeier-Fail. Oder an den Moment, als der Chef versucht hat, einen Witz zu erzählen und ihn komplett versemmelt hat. Schadenfreude ist zwar keine Tugend, aber sie ist menschlich. Oder wie seht ihr das?

Und manchmal, ganz selten, ist es sogar verdient. Der Angeber, der immer mit seinem neuen Auto prahlt und dann eine Parklücke zu eng nimmt. Der Klugscheißer, der jede Diskussion gewinnen will und dann einen peinlichen Logikfehler begeht. Das Karma. Es ist ein Bumerang. Und manchmal trifft es eben die Richtigen.
Die Grube des Internets
Das Internet ist voll von Gruben. Trolle, Hater, Shitstorms. Es ist ein Minenfeld des schlechten Benehmens. Und rate mal, wer am Ende oft am schlechtesten dasteht? Genau, die Gräber selbst.

Die Kommentarspalten unter Artikeln sind das beste Beispiel. Da werden Beleidigungen und Hassreden ausgetauscht, dass einem Angst und Bange wird. Aber was bringt es? Außer schlechter Laune und vielleicht einem gesperrten Account? Die Trolle fallen oft in ihre eigene Grube aus Negativität und Bitterkeit.
Darum mein Rat: Bevor ihr die virtuelle Schaufel in die Hand nehmt, atmet tief durch. Fragt euch, ob es das wirklich wert ist. Ob ihr damit wirklich etwas Gutes bewirkt. Oder ob ihr am Ende nicht selbst in der Grube landet, die ihr für andere ausgehoben habt.

Und was ist mit der Moral von der Geschicht’?
Die Moral von der Geschicht'? Sei nett zu deinen Mitmenschen. Auch wenn sie dir auf die Nerven gehen. Parke nicht auf fremden Parkplätzen. Und beklebe niemals dein eigenes Gesicht mit Post-its. Das ist nur meine bescheidene Meinung.
Aber vielleicht ist die wichtigste Lektion: Nimm dich selbst nicht zu ernst. Lache über deine Fehler. Und wenn du doch mal in eine Grube fällst, dann steh wieder auf. Staub dich ab. Und lerne daraus. Denn das Leben ist viel zu kurz, um sich über Kleinigkeiten zu ärgern. Oder um anderen Gruben zu graben.
Und wer weiß? Vielleicht wartet ja schon die nächste Frau Sonnenschein auf dich. Mit einem noch besseren Parkplatz. Und einem schelmischen Grinsen.
