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Es Gibt Kein Zurück Mehr


Es Gibt Kein Zurück Mehr

Kennt ihr das? Dieses Gefühl, wenn man sich so richtig in etwas verrannt hat? Man hätte schon längst abbiegen sollen, aber nein, man ist ja stur. "Es wird schon irgendwie gut gehen!", denkt man. Spoiler: Tut es meistens nicht.

Ich nenne es liebevoll: "Der Punkt ohne Wiederkehr". Auf Deutsch, dramatischer und irgendwie philosophischer: Es gibt kein Zurück mehr.

Und wisst ihr was? Ich glaube, wir alle erreichen diesen Punkt öfter, als wir zugeben wollen. Und manchmal...manchmal ist das gar nicht so schlimm.

Die Toast-Tragödie

Denkt mal an den Moment, wenn euch ein Toast aus der Hand fällt. Butterseite nach unten, natürlich. Das ist ja Gesetz. Ab dem Moment, wo dieser Toast die Tischkante passiert hat, gibt es kein Zurück mehr. Physik und so. Ihr könnt ihn nicht mehr aufhalten. Er wird landen. Und euer Teppich wird leiden.

Klar, kurz ärgert man sich. Aber dann denkt man sich: "Ach, was soll's. Neues Spiel, neues Glück. Vielleicht finde ich ja noch ein Croissant." Und genau das ist der Punkt! Anstatt der verlorenen Buttertoast-Schlacht nachzutrauern, blickt man nach vorne. Die Welt ist voller Backwaren!

Prime Video: No Way out - Es gibt kein Zurück
Prime Video: No Way out - Es gibt kein Zurück

Netflix-Marathon der Reue

Oder nehmen wir an, ihr habt euch vorgenommen, heute früh ins Bett zu gehen. Ehrgeizige Pläne! Dann stolpert ihr über eine neue Serie auf Netflix. Eine Folge, denkt ihr. Nur eine. Vier Stunden später, mit Augenringen bis zum Bauchnabel, stellt ihr fest: Es gibt kein Zurück mehr. Der Schlaf ist futsch. Morgen früh werdet ihr euch fühlen, als hättet ihr einen Marathon gelaufen, obwohl ihr nur auf der Couch gelegen habt.

Ist das schlimm? Naja, ja. Aber auch wieder nicht. Immerhin habt ihr jetzt was, worüber ihr mit euren Kollegen reden könnt! Und vielleicht war die Serie ja auch wirklich gut. Vielleicht.

Du hast deine Chance verspielt...und es gibt kein zurück mehr..tut mir
Du hast deine Chance verspielt...und es gibt kein zurück mehr..tut mir

Der "Nur noch kurz..."-Effekt

Wer kennt ihn nicht, den legendären "Nur noch kurz..."-Effekt? "Ich schau nur noch kurz meine E-Mails." Stunden später, versunken in einem Strudel von Newslettern, Online-Shopping-Angeboten und viralen Katzenvideos, realisiert man: Es gibt kein Zurück mehr. Der ganze Tag ist weg. Verdampft. Im Nirwana des Internets.

Okay, das ist vielleicht wirklich ein bisschen tragisch. Aber hey, immerhin wisst ihr jetzt, dass es neue Katzenvideos gibt! Und wer weiß, vielleicht war das Online-Shopping-Angebot ja wirklich unschlagbar. Man muss ja auch mal was für sich tun!

An einem gewissen Punkt angelangt, gibt es kein Zurück mehr....
An einem gewissen Punkt angelangt, gibt es kein Zurück mehr....

Die Ehe... äh... das Tattoo!

Jetzt wird’s ernst. Nehmen wir an, ihr lasst euch ein Tattoo stechen. Sagen wir, ein riesiges Einhorn auf dem Rücken. (Keine Wertung, Einhörner sind cool!) Sobald die Nadel die Haut berührt hat... es gibt kein Zurück mehr! Laserbehandlung hin oder her, das Einhorn wird euch für den Rest eures Lebens begleiten. (Oder zumindest, bis ihr es übertätowieren lasst.)

Und jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Ist das nicht irgendwie befreiend? Endlich eine Entscheidung getroffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann! Keine Zweifel mehr, kein "Hätte, wäre, könnte". Nur noch das Einhorn. Und ihr. Gegen den Rest der Welt.

Jetzt gibt es kein zurück mehr im Training für Tim, wenn er...
Jetzt gibt es kein zurück mehr im Training für Tim, wenn er...

Mut zur Unvollkommenheit

Vielleicht ist "Es gibt kein Zurück mehr" gar nicht so schlimm. Vielleicht ist es einfach nur die ultimative Einladung, das Hier und Jetzt zu akzeptieren. Fehler zu machen. Blödsinn zu machen. Entscheidungen zu treffen, ohne sich ständig zu fragen, ob es nicht doch noch einen besseren Weg gäbe.

Also, das nächste Mal, wenn ihr an diesem Punkt ankommt, an dem es kein Zurück mehr gibt, atmet tief durch. Lächelt. Und sagt euch: "Okay, das ist jetzt passiert. Und jetzt? Was machen wir daraus?" Denn am Ende des Tages ist das Leben ein großer Haufen Buttertoast-Tragödien, Netflix-Marathons und Einhorn-Tattoos. Und das ist auch gut so.

Oder wie Goethe schon sagte (oder so ähnlich): "Wer nicht wagt, der nicht mit einem riesigen Einhorn auf dem Rücken herumlaufen kann!"

Ulf Erdmann Ziegler – Es gibt kein Zurück - SWR Kultur Du hast deine Chance verspielt...und es gibt kein zurück mehr..tut mir

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