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Elizabethan View Of The World


Elizabethan View Of The World

Na, habt ihr euch schon mal gefragt, wie die Welt wirklich ausgesehen hat, sagen wir mal, vor ein paar hundert Jahren? So richtig aus den Augen der Leute von damals? Lasst uns mal eintauchen in die Zeit von Königin Elizabeth I., so um 1558 bis 1603. Eine Zeit voller Abenteuer, Intrigen und einem Weltbild, das ganz anders war als unseres heute. Klingt spannend, oder?

Eine Welt im Zentrum

Stellt euch vor: Die Erde ist nicht einfach nur ein Planet, der um die Sonne kreist. Nein, nein, nein! Sie ist der absolute Mittelpunkt des Universums! Alles, wirklich alles, dreht sich um uns. Die Sonne, der Mond, die Sterne… Alles wie ein riesiges, kosmisches Mobile, mit uns in der Mitte. Das nennt man das geozentrische Weltbild.

Kommt euch das nicht total verrückt vor? Heute wissen wir ja, dass die Sonne im Zentrum steht (das heliozentrische Weltbild), aber für die Leute im Elisabethanischen Zeitalter war das undenkbar. Das war quasi wie zu sagen, dass ihr Frühstücksei das Universum kontrolliert! Ein riesiger Paradigmenwechsel!

Aber warum haben sie das geglaubt? Naja, einerseits stand's so in der Bibel (für viele die absolute Wahrheit) und andererseits hat es auch einfach Sinn gemacht. Wenn du jeden Tag die Sonne auf- und untergehen siehst, ist es doch logisch, dass sie sich um dich dreht, oder? Ist doch wie mit dem Hamster im Laufrad - der denkt auch, er bewegt die Welt!

Mehr als nur Sterne: Die Sphären

Und das Universum war nicht einfach nur leerer Raum mit ein paar Sternen. Nein, es bestand aus einer Reihe von durchsichtigen, rotierenden Sphären. Auf jeder Sphäre war ein Himmelskörper befestigt: Mond, Sonne, Planeten, Sterne… Stell dir das vor wie eine riesige, mehrstöckige Torte, bei der jede Etage sich in einer anderen Geschwindigkeit dreht. Verrückt, oder?

PPT - The Elizabethan World View PowerPoint Presentation, free download
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Das Ganze war auch total hierarchisch. Gott saß ganz oben, in der obersten Sphäre, und je weiter du nach unten kamst, desto "weniger göttlich" wurde es. Die Erde, als der tiefste Punkt, war also der unreinste und am wenigsten perfekte Ort. Kein Wunder, dass sie immer versucht haben, so nah wie möglich an Gott zu sein!

Die Elemente: Feuer, Erde, Wasser, Luft

Jetzt wird’s noch interessanter! Nicht nur das Universum war anders, auch die Materie selbst. Die Menschen im Elisabethanischen Zeitalter glaubten, dass alles aus nur vier Elementen besteht: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Jedes Element hatte seine eigenen Eigenschaften: Feuer war heiß und trocken, Erde war kalt und trocken, Wasser war kalt und feucht und Luft war heiß und feucht.

Das hat nicht nur die Physik beeinflusst, sondern auch die Medizin! Die Menschen glaubten, dass Krankheiten durch ein Ungleichgewicht der Körpersäfte entstehen: Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle. Wenn du krank warst, musste also der Arzt versuchen, das Gleichgewicht wiederherzustellen, z.B. durch Aderlass oder Kräuter.

Elizabethan world view by Isabel Grill on Prezi
Elizabethan world view by Isabel Grill on Prezi

Stellt euch vor, ihr geht zum Arzt und der sagt: "Hm, Sie haben zu viel Schleim! Ich empfehle eine kalte Dusche und ein paar Erdbeeren!" Klingt doch lustig, oder? Aber für die Menschen damals war das bitterer Ernst.

Die große Kette des Seins

Und dann gab es noch die "Great Chain of Being" – die große Kette des Seins. Eine Art Rangordnung, die alles im Universum umfasste. Gott stand ganz oben, dann kamen die Engel, dann die Menschen, dann die Tiere, dann die Pflanzen und schließlich die Steine. Jeder hatte seinen festen Platz in dieser Kette und es war wichtig, diesen Platz zu respektieren.

Elizabethan World View by Tylisha Graf on Prezi
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War das nicht total unflexibel? Stell dir vor, du wärst ein Bauer und dein Platz in der Kette wäre für immer festgelegt. Keine Chance aufzusteigen, egal wie hart du arbeitest! Aber andererseits hat diese Ordnung auch Sicherheit gegeben. Jeder wusste, wo er hingehört und was von ihm erwartet wurde.

Warum ist das alles so cool?

Warum ist es so spannend, sich mit diesem Weltbild zu beschäftigen? Weil es uns zeigt, dass die Welt nicht immer so war, wie sie heute ist. Weil es uns bewusst macht, wie sehr unser Wissen und unsere Vorstellungen von der Welt sich im Laufe der Zeit verändert haben. Und weil es einfach total faszinierend ist, sich vorzustellen, wie die Menschen im Elisabethanischen Zeitalter die Welt erlebt haben.

Es ist wie ein Blick in einen Spiegel, der uns zeigt, wie weit wir gekommen sind – und wie viel wir noch lernen können. Also, das nächste Mal, wenn ihr in den Sternenhimmel schaut, denkt mal an die Menschen vor 400 Jahren, die glaubten, dass alles sich um sie dreht. Vielleicht war das ja auch gar nicht so eine schlechte Vorstellung, oder?

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