Dyshidrotisches Ekzem Bläschen Am Finger

Dyshidrotisches Ekzem, auch bekannt als Pompholyx oder Cheiropompholyx, ist eine entzündliche Hauterkrankung, die sich durch das Auftreten von kleinen, juckenden Bläschen, insbesondere an den Fingern, Handflächen und Fußsohlen äußert. Obwohl die genaue Ursache oft unklar bleibt, handelt es sich um eine häufige Erkrankung, die für Betroffene sehr unangenehm sein kann.
Diese Bläschen sind in der Regel tiefliegend, mit klarer Flüssigkeit gefüllt und haben eine Größe von etwa 1 bis 2 Millimetern. Sie treten oft in Schüben auf und können mehrere Wochen andauern. Der damit verbundene Juckreiz ist häufig intensiv und kann den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Ursachen und Auslöser
Obwohl die genaue Ursache des dyshidrotischen Ekzems nicht vollständig geklärt ist, geht man von einer Kombination verschiedener Faktoren aus. Es handelt sich wahrscheinlich um eine multifaktorielle Erkrankung.
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Einige der möglichen Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Stress: Psychischer Stress und emotionale Belastung können Schübe auslösen oder verschlimmern.
- Allergien: Insbesondere Kontaktallergien, beispielsweise auf Nickel, Kobalt, Duftstoffe oder Konservierungsstoffe, können eine Rolle spielen.
- Hyperhidrose: Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) an Händen und Füßen wird oft mit dyshidrotischem Ekzem in Verbindung gebracht.
- Bestimmte Metalle: Kontakt mit Metallen wie Nickel, Kobalt und Chrom, die beispielsweise in Schmuck, Knöpfen oder Werkzeugen vorkommen, kann ein Auslöser sein.
- Infektionen: In einigen Fällen werden Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen als Auslöser diskutiert.
- Systemische Erkrankungen: Selten kann ein dyshidrotisches Ekzem im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen wie atopischer Dermatitis oder Heuschnupfen auftreten.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung ein dyshidrotisches Ekzem verursachen.
- Umweltfaktoren: Bestimmte Umweltfaktoren wie extreme Temperaturen oder UV-Strahlung können ebenfalls eine Rolle spielen.
Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jeder Mensch mit diesen Risikofaktoren auch tatsächlich ein dyshidrotisches Ekzem entwickelt. Die individuelle Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle.

Symptome
Das Hauptsymptom des dyshidrotischen Ekzems sind die charakteristischen Bläschen. Diese sind:
- Klein: In der Regel 1 bis 2 Millimeter groß.
- Tiefliegend: Unter der Haut lokalisiert.
- Mit klarer Flüssigkeit gefüllt: Die Bläschen enthalten eine klare, seröse Flüssigkeit.
- Juckend: Der Juckreiz ist oft sehr intensiv und quälend.
Weitere Symptome können sein:
- Rötung: Die Haut um die Bläschen herum kann gerötet und entzündet sein.
- Schuppung: Nach dem Abheilen der Bläschen kann es zu Schuppung und Trockenheit der Haut kommen.
- Schmerzen: In manchen Fällen, insbesondere bei ausgeprägter Entzündung, können Schmerzen auftreten.
- Verdickung der Haut: Bei chronischem Verlauf kann sich die Haut verdicken (Lichenifikation).
- Nagelveränderungen: In seltenen Fällen können auch die Nägel betroffen sein.
Die Symptome treten typischerweise an den Seitenflächen der Finger, den Handflächen und den Fußsohlen auf. In schwereren Fällen kann sich das Ekzem auch auf andere Bereiche ausbreiten.

Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel anhand des klinischen Bildes gestellt. Der Arzt wird die Haut sorgfältig untersuchen und nach den typischen Bläschen und anderen Symptomen suchen.
Um andere Erkrankungen auszuschließen, können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Allergietest: Um mögliche Kontaktallergien zu identifizieren.
- Pilzkultur: Um eine Pilzinfektion auszuschließen.
- Hautbiopsie: In seltenen Fällen, um die Diagnose zu sichern oder andere Hauterkrankungen auszuschließen.
Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um eine korrekte Diagnose zu erhalten und eine geeignete Behandlung zu beginnen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Entzündung zu reduzieren und die Hautbarriere wiederherzustellen. Die Therapie ist oft symptomatisch und muss an den individuellen Fall angepasst werden.
Mögliche Behandlungsoptionen sind:

- Kortikosteroide: Topische Kortikosteroide (Cremes oder Salben) sind die häufigste Behandlung zur Reduktion der Entzündung und des Juckreizes. In schweren Fällen können auch systemische Kortikosteroide (Tabletten) erforderlich sein.
- Emollientien: Feuchtigkeitsspendende Cremes und Salben helfen, die Hautbarriere wiederherzustellen und Trockenheit zu reduzieren.
- Antihistaminika: Antihistaminika können helfen, den Juckreiz zu lindern, insbesondere wenn er durch Allergien verursacht wird.
- PUVA-Therapie: Bei schwerem dyshidrotischem Ekzem kann eine Phototherapie (PUVA) in Betracht gezogen werden.
- Botulinumtoxin: Bei Patienten mit Hyperhidrose kann die Injektion von Botulinumtoxin in die Hände helfen, die Schweißproduktion zu reduzieren und das Ekzem zu verbessern.
- Calcineurin-Inhibitoren: Topische Calcineurin-Inhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus) sind eine Alternative zu Kortikosteroiden, insbesondere bei langfristiger Anwendung.
Zusätzlich zu den medikamentösen Behandlungen können folgende Maßnahmen helfen:
- Vermeidung von Auslösern: Es ist wichtig, bekannte Auslöser wie Allergene, Stress und bestimmte Metalle zu vermeiden.
- Milde Seifen: Verwenden Sie milde, parfümfreie Seifen und Reinigungsmittel.
- Feuchtigkeitspflege: Tragen Sie regelmäßig feuchtigkeitsspendende Cremes auf, insbesondere nach dem Waschen.
- Kühle Kompressen: Kühle Kompressen können helfen, den Juckreiz zu lindern.
Die Behandlung des dyshidrotischen Ekzems erfordert oft Geduld und eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Es ist wichtig, die Behandlungsempfehlungen des Arztes genau zu befolgen und regelmäßige Kontrolltermine wahrzunehmen.
Prognose
Das dyshidrotische Ekzem ist oft eine chronische Erkrankung, die in Schüben verläuft. Die Symptome können jedoch durch eine geeignete Behandlung und die Vermeidung von Auslösern kontrolliert werden. Bei manchen Patienten kann es zu einer spontanen Besserung kommen. Es gibt aber auch Menschen die ein Leben lang damit zu kämpfen haben.
