Druck Auf Den Ohren Ursache

Kennt ihr das? Man sitzt gemütlich im Flieger, genießt den Ausblick (oder versucht, die gruseligen Kinder zwei Reihen vor einem zu ignorieren), und plötzlich: Druck. Nicht der psychische Druck, endlich die Steuererklärung zu machen, sondern der unangenehme Druck auf den Ohren. Ich dachte mir, ich bin die Einzige, die jedes Mal beim Starten und Landen aussieht, als hätte sie gerade eine Zitrone gegessen. Aber nein, liebe Freunde, ich bin nicht allein im Club der "Ohrenschmerzen-im-Flugzeug"-Geplagten. Und das brachte mich zum Nachdenken: Was ist eigentlich die Ursache für diesen blöden Druck auf den Ohren?
Also habe ich mich auf die Suche gemacht – nicht nach dem heiligen Gral, sondern nach dem heiligen Verständnis des Ohrendrucks. Und was ich herausgefunden habe, ist eigentlich ziemlich faszinierend (naja, zumindest wenn man so nerdig ist wie ich und sich für sowas interessiert).
Die Basics: Was passiert da überhaupt?
Fangen wir mal ganz von vorne an. Unser Ohr ist ja ein ziemlich ausgeklügeltes System. Im Grunde geht es darum, dass Schallwellen ins Ohr gelangen und dann in Signale umgewandelt werden, die unser Gehirn interpretieren kann. Aber mitten drin, tief im Inneren, gibt es das Mittelohr. Und das Mittelohr ist ein kleines Luftkissen, das durch die Eustachische Röhre mit dem Nasenrachenraum verbunden ist. (Ja, ich weiß, klingt nicht besonders sexy, ist aber wichtig!).
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Die Eustachische Röhre ist quasi der kleine Held, der dafür sorgt, dass der Druck im Mittelohr dem Druck in der Umgebung entspricht. Stell dir vor, sie ist wie ein kleiner Ventilator, der fleißig arbeitet, um alles im Gleichgewicht zu halten. Normalerweise. Wenn alles glatt läuft.
Die Ursache des Übels: Druckunterschiede!
Jetzt kommt der Clou: Wenn sich der äußere Luftdruck ändert – zum Beispiel beim Starten oder Landen eines Flugzeugs, beim Bergabfahren oder sogar beim Tauchen – dann entsteht ein Druckunterschied zwischen dem Mittelohr und der Umgebung. Die Eustachische Röhre versucht zwar, diesen Unterschied auszugleichen, aber manchmal schafft sie das nicht schnell genug. Und boom, da ist er, der Druck auf den Ohren!

Das ist im Prinzip wie ein kleiner Kampf in deinem Ohr. Die Eustachische Röhre versucht, den Druck anzupassen, aber der Druckunterschied ist zu groß oder zu schnell. Und dein Ohr ist der Verlierer.
Weitere Verdächtige: Erkältung, Allergien und Co.
Aber der Luftdruck ist nicht der einzige Übeltäter. Wenn du erkältet bist oder unter Allergien leidest, kann die Eustachische Röhre anschwellen und verstopfen. Das macht es ihr noch schwerer, den Druck auszugleichen. Und dann hast du den Salat – oder eben den Druck auf den Ohren.

Deswegen ist es auch so, dass man bei einer Erkältung viel anfälliger für Ohrendruck ist. Die arme Eustachische Röhre ist dann einfach überfordert.
Was kann man dagegen tun? (Endlich!)
Okay, genug Theorie. Was können wir denn nun tun, um diesen blöden Druck loszuwerden? Hier ein paar Tipps, die mir geholfen haben (und die hoffentlich auch dir helfen):

- Schlucken, Gähnen, Kaugummi kauen: Das sind die Klassiker. Durch diese Bewegungen wird die Eustachische Röhre angeregt und kann sich leichter öffnen.
- Valsalva-Manöver: Nase zuhalten, Mund schließen und versuchen, Luft durch die Nase auszuatmen. Aber Vorsicht, nicht zu stark, sonst kann es unangenehm werden!
- Nasenspray: Bei einer Erkältung oder Allergie kann ein abschwellendes Nasenspray helfen, die Eustachische Röhre freizubekommen. Aber auch hier gilt: Nicht zu lange anwenden!
- Ohrstöpsel mit Druckausgleich: Die gibt es tatsächlich! Sie sollen den Druckunterschied langsamer ausgleichen und so den Druck auf den Ohren reduzieren. Hab ich selbst noch nicht getestet, aber ich bin neugierig!
Und wenn alles nichts hilft: Ab zum Arzt! Manchmal steckt auch eine andere Ursache dahinter, die behandelt werden muss.
Also, das war's – meine kleine Druck-auf-den-Ohren-Recherche. Ich hoffe, ihr habt was gelernt und fühlt euch beim nächsten Flug nicht mehr ganz so hilflos. Und denkt dran: Schlucken, gähnen, Kaugummi kauen… und bloß nicht die Zitrone vergessen! (Okay, das war ein Scherz.) Gute Reise!
