Doris Pilkington Rabbit Proof Fence

Okay, mal ehrlich, wer von euch hat Rabbit-Proof Fence gelesen oder den Film gesehen und nicht mindestens einmal gedacht: "Krass, was für eine unglaubliche Geschichte!"? Aber Hand aufs Herz: War es nicht auch… ein bisschen langatmig?
Ich weiss, ich weiss. Das ist wahrscheinlich eine unpopuläre Meinung. Aber hört mich an! Die Geschichte der drei Mädchen – Molly, Daisy und Gracie – die vor der "gestohlenen Generation" fliehen und sich an dem endlosen Kaninchenzaun orientieren, ist absolut herzergreifend. Keine Frage. Und die Thematik der erzwungenen Assimilierung ist natürlich super wichtig und muss immer wieder thematisiert werden. Da sind wir uns einig.
Aber... diese Kilometer! Der Zaun! Er zieht sich einfach so lange hin! Manchmal hatte ich das Gefühl, ich wandere mit den Mädchen mit. Und das in meinem gemütlichen Sessel! Sportlich ist anders.
Must Read
Ich meine, die Landschaft ist wunderschön. Das Outback ist ja schon beeindruckend. Aber nach gefühlt hundert Kilometern Zaun denkt man sich: "Okay, ich hab's verstanden! Es ist weit! Sehr, sehr weit!"
Versteht mich nicht falsch. Ich bin beeindruckt von der Leistung der Mädchen. Ihre Ausdauer, ihr Mut, ihr unerschütterlicher Wille nach Hause zu kommen. Das ist alles mega inspirierend. Aber ich stelle mir vor, wie es wäre, die Geschichte etwas... knackiger zu erzählen. Vielleicht ein paar weniger Zaun-Perspektiven?

Und mal ehrlich, wie oft sind sie dem Fänger Mr. A.O. Neville (dieser Name!) knapp entkommen? Immer kurz davor, geschnappt zu werden, nur um dann doch wieder zu entkommen? Irgendwann dachte ich, das ist wie bei Tom und Jerry. Nur dass es hier um viel ernstere Dinge geht. Aber die Spannung wiederholt sich halt auch.
Und dann dieser Rabbit-Proof Fence selbst. Ein Zaun! Okay, er ist lang. Sehr lang. Aber ist er wirklich der spannendste Protagonist, den wir uns vorstellen können? Ich weiss, er ist ein Symbol für Hoffnung und für den Weg nach Hause. Aber ein bisschen mehr Action wäre trotzdem cool gewesen. Vielleicht ein paar wilde Tiere, die versuchen, den Zaun zu überwinden? Oder ein epischer Kampf mit einem Riesenhase? Okay, vielleicht übertreibe ich ein bisschen.

Aber ganz ehrlich, manchmal hatte ich das Gefühl, die Geschichte könnte etwas mehr... Schwung vertragen. Ein bisschen weniger Wüste, ein bisschen mehr... Intrigen? Okay, vielleicht ist das nicht der richtige Ansatz. Aber ich sage ja nur, wie ich es empfunden habe.
Lasst uns über Gracie sprechen. Ihre Entscheidung, zurückzukehren, war herzzerreißend. Aber hat sich irgendjemand gefragt, warum sie nicht einfach weitergelaufen ist? War der Zaun wirklich so unwiderstehlich? Ich weiss, die Antwort ist komplexer als das, aber manchmal wünschte ich, sie hätte einfach durchgehalten!

Am Ende des Tages ist Rabbit-Proof Fence eine wichtige Geschichte. Eine Geschichte, die erzählt werden muss. Und ich bin dankbar, dass sie erzählt wurde. Aber ich finde, sie hätte ein bisschen... spritziger sein können. Vielleicht ist das meine ADHS, die da durchkommt. Wer weiss?
Also, da habe ich es gesagt. Meine unpopuläre Meinung zu Rabbit-Proof Fence. Steinigt mich nicht gleich. Ich erkenne die Bedeutung und die Tragweite der Geschichte an. Aber ein bisschen mehr Tempo hätte dem Ganzen meiner Meinung nach nicht geschadet. Und jetzt bin ich gespannt: Wer stimmt mir zu? Oder bin ich hier ganz allein mit meiner komischen Meinung?

Ich warte gespannt auf eure Kommentare. Vielleicht habt ihr ja überzeugende Argumente, warum der Zaun so lange und ausführlich beschrieben werden musste. Oder vielleicht stimmt ihr mir ja auch insgeheim zu und habt euch bisher nur nicht getraut, es zu sagen!
Also, lasst uns diskutieren! Aber bitte mit Respekt. Auch wenn wir unterschiedliche Meinungen haben, können wir trotzdem alle die Geschichte der gestohlenen Generation würdigen. Und vielleicht können wir ja auch ein bisschen über den endlosen Rabbit-Proof Fence schmunzeln. Ist ja schliesslich schon eine Weile her, oder?
