Die Brücke Transit In Den Tod Staffel 2 Zdf

Hand aufs Herz: Wer von uns hat sich nicht schon mal durch eine Serie gequält, nur weil… alle anderen es auch tun? Ich bekenne mich schuldig im Namen der Unterhaltungsjunkies! Und ja, ich schaue in deine Richtung, Die Brücke - Transit in den Tod, Staffel 2, ZDF. (Atme tief durch. Das wird jetzt kein Verriss.)
Okay, okay, die erste Staffel war… anders. Dunkel. Spannend. Man hing am Haken. Aber dann kam Staffel 2. Und plötzlich hatte man das Gefühl, die Brücke führt nicht mehr von Schweden nach Dänemark, sondern von… müde nach noch müder?
Das Dilemma mit der zweiten Staffel
Ist das nur meine Wahrnehmung? Bin ich die Einzige, die fand, dass Saga Norén, so liebenswert schrullig sie auch ist, irgendwie… repetitiv wurde? Immer dieser starre Blick, immer die gleichen Fragen, immer… die gleichen Lederhosen?
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Ich meine, ich liebe ja starke Frauenfiguren. Wirklich. Aber selbst die stärksten Frauen können mal ein neues Outfit vertragen, oder? Nur so als Idee. Vielleicht ein nettes Blümchenkleidchen bei der nächsten Leiche? (Ich scherze! Natürlich scherze ich… oder?)
Und die Fälle? Klar, düster und komplex. Aber hatte man nicht irgendwann das Gefühl, alle Bösewichte Skandinaviens haben sich in Kopenhagen versammelt, um Saga das Leben schwer zu machen? War da nicht ein bisschen viel „Bösewicht der Woche“-Syndrom im Spiel?

Ich weiß, ich weiß. Die Brücke ist Kult. Man darf das nicht kritisieren. Man muss das lieben. Aber, ich wage es trotzdem: War Staffel 2 nicht einfach nur… ein bisschen zu viel des Guten?
Was wirklich schief gelaufen ist
Vielleicht lag es auch an der Erwartungshaltung. Die erste Staffel hat die Latte so hochgelegt, dass die zweite einfach nur verlieren konnte. Es ist wie bei einem guten Witz: Wenn man ihn zu oft erzählt, verliert er seinen Reiz. Und vielleicht hat Die Brücke in Staffel 2 einfach ein bisschen zu oft den gleichen Witz erzählt.

„Ich glaube, das Problem war, dass man versucht hat, das Gleiche noch besser zu machen. Aber manchmal ist weniger mehr.“
Und dann waren da noch die Nebencharaktere. Ich will ja niemanden beleidigen, aber waren die nicht ein bisschen… blass? Außer Martin Rohde, natürlich. Der war immerhin noch der Fels in der Brandung. Aber selbst der hatte in Staffel 2 irgendwie seinen Charme verloren. Vielleicht lag es an den vielen privaten Problemen. Wer kann es ihm verdenken, bei den ganzen Leichen, die da so rumliegen?

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu anspruchsvoll. Vielleicht sollte ich einfach dankbar sein, dass es überhaupt eine zweite Staffel gab. Vielleicht sollte ich mich einfach zurücklehnen und die düstere Atmosphäre genießen. Aber… nein. Irgendwas hat einfach gefehlt.
Ein versöhnliches Ende?
Trotz meiner Kritik muss ich sagen: Die Brücke ist immer noch eine großartige Serie. Auch Staffel 2 hat ihre Momente. Es gibt spannende Twists, interessante Charaktere (auch wenn sie manchmal etwas blass sind) und natürlich die unvergleichliche Saga Norén.

Und wer weiß, vielleicht sehe ich das in ein paar Jahren ganz anders. Vielleicht entdecke ich dann die Genialität von Staffel 2. Aber im Moment bleibe ich dabei: Die erste Staffel war einfach besser. Sorry, not sorry!
Aber hey, immerhin hat Die Brücke dafür gesorgt, dass ich jetzt Schwedisch lerne. Nur für den Fall, dass ich mal eine Leiche auf einer Brücke finde. Man weiß ja nie.
Und vielleicht sollte ich mir doch noch mal die Lederhosen von Saga genauer ansehen. Vielleicht sind sie ja doch stylischer als ich denke. Man soll ja niemals nie sagen, besonders nicht, wenn es um skandinavische Krimis geht.
