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Die Brücke Am Tay Ballade Text


Die Brücke Am Tay Ballade Text

Okay, mal ehrlich. Sind wir nicht alle schon mal über "Die Brücke am Tay" gestolpert? Und zwar nicht im übertragenen Sinne, sondern eher so...sprachlich? Ich meine, wer hat das Ding wirklich verstanden beim ersten Lesen?

Klar, die Melodie ist eingängig. "Hurra! Die Brücke steht! Und dann...Peng!" Aber der Text? Da verstecken sich Wörter, die klingen, als hätte sie jemand extra für Deutschlehrer erfunden. "Häufig," "wetterwendisch" und "verloren." Wer redet denn so?

Ich habe da so eine...unpopuläre Meinung. Ich glaube, Fontane hat uns alle ein bisschen veräppelt. Er hat gedacht: "Ich schreib' was über 'ne Brücke, die kaputtgeht, pack' da ganz viele altmodische Wörter rein und alle werden's analysieren!" Und, tja, er hatte Recht.

Die ominöse Jahreszahl und der doofe Dougall

Was mich besonders kirre macht, ist die Jahreszahl. "1879." Warum so genau? Hätte es nicht auch "Irgendwann in den 1870ern" getan? Nee, muss 1879 sein! Als ob das irgendwas an der Tragik des Ganzen ändert. Spoiler: Tut es nicht.

Und dann ist da Dougall. Wer ist Dougall? Was macht Dougall? Warum ist Dougall so wichtig, dass er einen eigenen Namen bekommt? Ist er der Chef-Zugführer? Der Brückenbauingenieur? Der Typ, der die Fahrkarten kontrolliert hat? Wir wissen es nicht! Und ehrlich gesagt... interessiert es mich auch nicht so brennend.

Arbeitsblätter für die Ballade Brück' am Tay
Arbeitsblätter für die Ballade Brück' am Tay

Ich sage es ja nur ungern, aber ist Dougall nicht einfach nur ein Platzhalter? So ein "Name, den sich Fontane gerade so ausgedacht hat, weil er einen brauchte?" Ich wette, er hat in dem Moment an seinen Briefträger gedacht.

Die Brücke: Das eigentliche Problem

Mal abgesehen von Dougall und den komischen Wörtern, ist die Brücke selbst das eigentliche Problem. Eine Brücke, die einfach so zusammenbricht? Das ist doch...inkompetent! Da frage ich mich ja, wer die geplant hat. Hat da vielleicht jemand beim Statik-Unterricht gefehlt?

Arbeitsblätter für die Ballade Brück' am Tay
Arbeitsblätter für die Ballade Brück' am Tay

Vielleicht hat Fontane uns auch das sagen wollen. "Schaut her, liebe Leute! Selbst die tollsten Bauwerke können einstürzen, wenn man nicht aufpasst!" Aber das ist ja fast schon... philosophisch. Und wer will schon Philosophie, wenn er einfach nur eine Ballade über 'ne kaputte Brücke lesen will?

Ich behaupte ja, der wahre Bösewicht in der Geschichte ist nicht der Sturm, nicht der Gott, sondern einfach... schlechte Ingenieurskunst. Punkt.

Ballade Brücke am Tay von Fontane,Text, Übungen, Lösungen
Ballade Brücke am Tay von Fontane,Text, Übungen, Lösungen

Am Ende ist's doch nur 'ne Ballade

Trotz all meiner Meckerei... ich mag "Die Brücke am Tay" ja doch irgendwie. Sie ist ein Stück deutscher Kulturgut. Sie ist dramatisch. Sie ist ein bisschen albern. Und sie ist der Grund, warum ich mich jedes Mal freue, wenn ich über eine Brücke fahre, die noch steht.

Und vielleicht ist das ja auch die Moral von der Geschicht': Bau deine Brücken besser als die am Tay. Und nenn deine Zugführer nicht Dougall. Das bringt Unglück.

Die Brueck am Tay by Theodor Fontane
Die Brueck am Tay by Theodor Fontane

Also, liebe Freunde der deutschen Balladen, beim nächsten Mal, wenn ihr "Die Brücke am Tay" lest, denkt dran: Es ist okay, ein bisschen zu schmunzeln. Es ist okay, Dougall ein bisschen doof zu finden. Und es ist total okay, zu denken, dass Fontane uns ein bisschen veralbert hat.

Denn am Ende des Tages ist es doch nur eine Ballade. Eine Ballade über eine kaputte Brücke. Und einen Zugführer namens Dougall.

Und das ist auch gut so.

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