Denkst Du Noch Oder Lebst Du Schon

Kennt ihr das? Ihr steht unter der Dusche, das warme Wasser plätschert so herrlich, und plötzlich… BÄM! Eine Erkenntnis! Die Lösung für ein Problem, das euch schon seit Tagen quält, ploppt einfach so auf. In diesem Moment, in dem ihr eigentlich nur seifig seid und überlegen solltet, ob ihr heute Abend lieber Pizza oder Pasta esst. Ich hatte das neulich auch. Stand da, shampooniert, und mir fiel ein, dass ich endlich mal wieder meine Oma anrufen sollte. Warum gerade dann? Keine Ahnung. Aber es hat mich zum Nachdenken gebracht. (Apropos Oma: Habt ihr eure schon angerufen? Nur so als Reminder!)
Und das führt mich direkt zu dem, worüber ich eigentlich quatschen wollte: "Denkst Du Noch Oder Lebst Du Schon?" Ein Spruch, der so simpel ist, aber es in sich hat. Habt ihr ihn schon mal gehört? Vielleicht auf einem T-Shirt oder einem Kühlschrankmagneten?
Was bedeutet das eigentlich?
Im Grunde geht es darum, dass wir oft so sehr im Denken gefangen sind, dass wir das Leben selbst verpassen. Wir analysieren, planen, grübeln über die Vergangenheit und machen uns Sorgen um die Zukunft. Aber was ist mit dem Hier und Jetzt? Mit dem Moment, in dem die Sonne auf unser Gesicht scheint, dem Lachen eines Freundes, dem Geschmack eines guten Kaffees?
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Wir sind Meister darin, uns selbst im Weg zu stehen. (Hand hoch, wer sich hier wiedererkennt!) Wir konstruieren komplizierte Gedankengebäude, anstatt einfach mal loszulassen und zu fühlen. Wir bewerten alles, anstatt es einfach nur zu erleben.
Klar, Denken ist wichtig. Ohne Denken könnten wir keine Entscheidungen treffen, keine Probleme lösen, keine To-Do-Listen schreiben (Gott bewahre!). Aber es sollte nicht unser Leben dominieren. Es sollte ein Werkzeug sein, das wir nutzen, um das Leben besser zu gestalten – nicht um es zu verhindern.

"Denkst Du Noch Oder Lebst Du Schon?" ist also eine Aufforderung, bewusster zu leben. Eine Erinnerung daran, dass das Leben nicht nur in unserem Kopf stattfindet, sondern da draußen, in der realen Welt, mit all ihren Facetten.
Wie kommen wir da raus?
Also, wie schaffen wir es, aus diesem Teufelskreis des ewigen Denkens auszubrechen? Hier ein paar Ideen, die mir so in den Sinn kommen:

- Achtsamkeit: Klingt esoterisch, ist aber einfach. Konzentriere dich bewusst auf deine Sinne. Was siehst du? Was hörst du? Was riechst du? Was fühlst du?
- Meditation: Ja, ich weiß, nicht jedermanns Sache. Aber schon ein paar Minuten am Tag können Wunder wirken. Es gibt auch Apps dafür, wenn dir das hilft. (Headspace kann ich empfehlen!)
- Raus in die Natur: Waldspaziergänge, Wanderungen, einfach nur im Park sitzen und die Vögel beobachten. Die Natur erdet uns und hilft uns, den Kopf frei zu bekommen.
- Kreativität: Malen, schreiben, musizieren, tanzen, kochen… Egal was, Hauptsache, du tust etwas, das deine Kreativität anregt und dich in den Moment bringt.
- Einfach mal machen: Hör auf, alles zu zerdenken, und tu es einfach! Spring ins kalte Wasser, melde dich für den Tanzkurs an, sag deiner Angebeteten/deinem Angebeteten, dass du sie/ihn magst. Was hast du zu verlieren?
Und das Wichtigste: Sei nachsichtig mit dir selbst. Es ist nicht schlimm, wenn du mal wieder in deinen Gedanken versinkst. Das passiert jedem. Wichtig ist, dass du es bemerkst und dich bewusst dafür entscheidest, zurück ins Leben zu kommen.
Also, frag dich mal wieder: "Denke ich noch, oder lebe ich schon?" Und wenn die Antwort lautet: "Ich denke gerade ganz schön viel…", dann schnapp dir deinen Lieblingsmenschen, geh raus in die Sonne und genieße den Moment. Das Leben ist zu kurz, um es im Kopf zu verbringen! (Und ruft eure Oma an! Nicht vergessen!)
