Das Sein Und Das Nichts Sartre

Okay, liebe Freunde, schnallt euch an! Wir stürzen uns in Sartres "Das Sein und das Nichts". Keine Panik, das klingt zwar nach Staub, aber im Grunde geht's um Zeug, das wir alle jeden Tag erleben – nur mit 'nem fancy französischen Anstrich.
Stellt euch vor, ihr seid in einem total überfüllten Bus. Ihr wollt unbedingt einen Sitzplatz, aber da sitzt so ein Typ, der vertieft in sein Smartphone ist. Ihr denkt: "Der könnte doch aufstehen!" Und hier kommt Sartres "Sein" ins Spiel. Das ist die harte Realität, das Faktum: Der Typ ist halt da, sitzt da, blockiert euren potentiellen Sitzplatz. Daran lässt sich erstmal nichts ändern.
Und jetzt kommt das "Nichts". Das ist die Lücke, die Möglichkeit, dass der Typ eben nicht da sitzen könnte. Eure Vorstellung davon, wie es sein könnte, wenn der Platz frei wäre. Das "Nichts" ist quasi eure Vorstellungskraft, eure Freiheit, sich eine andere Realität auszudenken. Klingt erstmal kompliziert, oder?
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Denkt an eure letzte Diät. Da ist das "Sein": Der Kühlschrank ist voll mit leckeren Sachen. Und das "Nichts"? Die Vorstellung davon, wie schlank und fit ihr in ein paar Wochen sein könntet, wenn ihr widerstehen würdet! Das "Nichts" ist also das, was nicht ist, aber sein könnte. Und genau diese Spannung, dieses Hin und Her, macht unser Leben so spannend (und manchmal so frustrierend!).
Sartre sagt, dass wir ständig zwischen diesen beiden Polen hin- und hergerissen sind. Wir sind gefangen in unserer "Faktizität" – also den Tatsachen, die uns umgeben: Wo wir geboren sind, was wir gelernt haben, wie wir aussehen. Aber gleichzeitig sind wir immer frei, uns zu entscheiden, wer wir sein wollen. Wir sind "zur Freiheit verurteilt", wie Sartre so schön sagt. Was bedeutet das?

Naja, stellt euch vor, ihr habt einen Job, den ihr hasst. Das ist eure "Faktizität". Aber ihr habt immer die Freiheit, zu kündigen! (Auch wenn das erstmal beängstigend ist.) Ihr könnt euch entscheiden, ein neues Hobby anzufangen, eine neue Sprache zu lernen, euch von alten Gewohnheiten zu befreien. Das "Nichts" ist eure Chance, euch neu zu erfinden.
Ein weiteres cooles Konzept bei Sartre ist die "Mauvaise Foi" – der "schlechte Glaube". Das ist, wenn wir uns selbst belügen, um uns der Verantwortung zu entziehen. Zum Beispiel: "Ich bin halt einfach nicht kreativ" oder "Ich bin halt einfach so". Bullshit! Sartre würde sagen: Du entscheidest dich dazu, nicht kreativ zu sein. Du entscheidest dich dazu, so zu sein. Wir sind immer verantwortlich für unsere Entscheidungen, auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen.

Die Sache mit dem Blick...
Sartre hat auch eine interessante Theorie über den Blick anderer Menschen. Stellt euch vor, ihr tanzt total unbeschwert in eurem Wohnzimmer, so richtig ausgelassen. Plötzlich kommt jemand rein. Zack! Ihr werdet euch eurer Selbst bewusst. Ihr fühlt euch beobachtet, beurteilt. Der Blick des anderen macht euch zum Objekt. Eure Freiheit wird eingeschränkt.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr in der Schlange im Supermarkt steht und euch beobachtet fühlt, wenn ihr euch Süßigkeiten kauft? Der Blick des anderen macht euch bewusst, dass ihr gerade etwas "Unvernünftiges" tut. Sartre würde sagen: Der Blick des anderen nimmt euch eure Freiheit, im Moment einfach nur Bock auf Schokolade zu haben.

Also, was bringt uns das alles?
Sartre lehrt uns, dass wir immer frei sind. Wir können uns immer entscheiden, wer wir sein wollen, auch wenn die Umstände schwierig sind. Es ist unsere Aufgabe, diese Freiheit anzunehmen und Verantwortung für unsere Entscheidungen zu übernehmen. Und vor allem: Lasst euch nicht vom Blick anderer Menschen einschränken! Tanzt weiter in eurem Wohnzimmer!
Klar, "Das Sein und das Nichts" ist kein leichtes Buch. Aber im Grunde geht es um ganz alltägliche Dinge: Um die Spannung zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte. Um unsere Freiheit und unsere Verantwortung. Und darum, sich nicht von anderen oder von sich selbst belügen zu lassen.
Also, das nächste Mal, wenn ihr im Bus steht und euch über den sitzenden Typen ärgert, denkt an Sartre. Und erinnert euch daran, dass ihr immer die Freiheit habt, etwas zu ändern. Vielleicht nicht an der Sitzplatzsituation im Bus, aber an eurem Leben!
