Das Brot Von Wolfgang Borchert

Das Brot: Ein kleines Drama, oder?
Hand aufs Herz: Wer von uns hat noch nie heimlich genascht? Ich bekenne mich schuldig! Und genau darum geht's ja in Wolfgang Borcherts Das Brot. Nur dass es hier nicht um Schokolade geht, sondern... um Brot. Klingt banal, ist aber Sprengstoff für eine Ehe. Findet ihr nicht auch?
Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein Mann schleicht nachts in die Küche. Die Frau hört's, stellt ihn zur Rede. Er beteuert, nichts gewesen zu sein. Sie glaubt ihm nicht, es kommt zum Streit. Am Ende stellt sich raus: Er hat wirklich nur ein Stück Brot gegessen. Und sie auch. Das große Mysterium des verschwundenen Brotes! Ein Krimi im Miniformat, sozusagen.
Aber mal ehrlich: Ist das wirklich so schlimm? Ein Stück Brot? Ich meine, wir reden hier nicht von einem ganzen Braten oder der letzten Praline. Es ist nur Brot! Vielleicht hatte er Hunger. Vielleicht war ihm langweilig. Vielleicht hatte er einfach nur Bock auf 'ne Scheibe mit Butter. Ist doch menschlich, oder?
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Ich weiß, ich weiß, das Stück Brot ist ein Symbol. Es steht für Misstrauen, für die Not der Nachkriegszeit, für die Sprachlosigkeit zwischen den Eheleuten. Bla bla bla. Aber ganz ehrlich: Wenn mein Mann nachts ein Stück Brot klaut, kriege ich keinen Herzinfarkt. Ich würde vielleicht kurz die Augenbrauen hochziehen und ihn fragen, ob er auch an mich gedacht hat. Und dann würde ich ihm noch 'nen Keks anbieten. Weil Kekse besser sind als Brot. Unpopuläre Meinung, ich weiß.
Und die Frau? Okay, sie hat auch ein Stück Brot gegessen. Aber warum macht sie so ein Drama draus? Hätte sie nicht einfach sagen können: "Schatz, ich hatte auch Hunger"? Stattdessen dieses ganze Verhör! Dieses ganze Misstrauen! Das finde ich fast schlimmer als das Brotklauen selbst. Kommunikation ist alles, Leute!

Ich weiß, Das Brot ist ein Klassiker. Es wird in der Schule gelesen, analysiert, interpretiert. Und ich will die literarische Bedeutung gar nicht in Abrede stellen. Aber manchmal frage ich mich: Ist das wirklich die große Ehekrise, die Borchert uns hier zeigen will? Oder ist es einfach nur ein missverständlicher Mitternachtssnack?
Vielleicht bin ich ja zu pragmatisch. Vielleicht fehlt mir das feine Gespür für die subtilen Zwischentöne. Aber ich finde, man kann auch mal fünfe gerade sein lassen. Vor allem, wenn es um Brot geht. Es gibt Schlimmeres im Leben als einen nächtlichen Brotklauer. Zum Beispiel, wenn jemand die letzte Rolle Klopapier aufbraucht und keine neue hinstellt. DAS ist ein Drama!

Okay, vielleicht ist meine Interpretation etwas... unkonventionell. Aber ich finde, man darf auch mal mit einem Augenzwinkern an einen Klassiker rangehen. Und vielleicht, nur vielleicht, steckt ja auch ein bisschen Wahrheit in meiner ketzerischen These: Manchmal ist ein Stück Brot einfach nur ein Stück Brot. Und manchmal ist ein bisschen Humor die beste Medizin für eine angespannte Ehe. In diesem Sinne: Guten Appetit!
Versteht mich nicht falsch: Ich schätze Borcherts Werk. Aber ich finde, wir sollten nicht vergessen, dass auch in der größten Not und im größten Elend ein bisschen Menschlichkeit und ein bisschen Humor Platz haben muss. Und wer weiß, vielleicht hat der Mann ja auch einfach nur von seiner Frau geträumt, wie sie ein riesiges Brot isst und er wollte ihr zuvorkommen, um es zu verhindern. Nur so eine Idee!
Also, das nächste Mal, wenn euer Partner nachts in der Küche rumschleicht: Erst mal tief durchatmen. Vielleicht will er euch ja nur eine Scheibe Brot anbieten. Oder heimlich die Kekse klauen. Wer weiß? Aber selbst dann: Lasst uns die Kirche im Dorf lassen und das Brot…äh…den Keks teilen!
