Bewerbung Für Ein Schülerpraktikum Schreiben

Hey du! Stell dir vor, du hast die Chance, in die Arbeitswelt reinzuschnuppern, neue Skills zu lernen und vielleicht sogar deinen zukünftigen Traumberuf zu entdecken. Genau das ermöglicht dir ein Schülerpraktikum! Aber wie sicherst du dir einen dieser begehrten Plätze? Mit einer richtig guten Bewerbung! Dieser Artikel ist dein Guide, um eine Bewerbung zu schreiben, die Eindruck hinterlässt und dir die Tür zu deinem Wunschpraktikum öffnet.
Was ist der Sinn einer Bewerbung für ein Schülerpraktikum?
Eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum ist viel mehr als nur ein Stück Papier. Sie ist deine Eintrittskarte zu einer wertvollen Erfahrung. Denk darüber nach: Das Unternehmen kennt dich noch nicht. Deine Bewerbung ist deine Chance, dich vorzustellen, deine Motivation zu zeigen und zu erklären, warum genau du der oder die Richtige für dieses Praktikum bist.
Der Zweck einer Bewerbung ist dreifach:
Must Read
- Dich vorstellen: Wer bist du? Was machst du gerne? Was sind deine Stärken?
- Dein Interesse zeigen: Warum möchtest du genau dieses Praktikum machen? Was interessiert dich an dem Unternehmen und der Branche?
- Deine Eignung beweisen: Welche Fähigkeiten und Erfahrungen bringst du mit, die für das Praktikum relevant sind?
Wer ist dein Publikum? Dein Publikum ist in der Regel der Personaler oder die Personalerin im Unternehmen, oder manchmal auch der Abteilungsleiter, in der du das Praktikum machen möchtest. Diese Person ist dafür verantwortlich, die passenden Kandidaten für das Praktikum auszuwählen. Sie suchen nach motivierten, interessierten und zuverlässigen Schülern und Schülerinnen, die bereit sind, zu lernen und sich einzubringen.
Der Aufbau deiner Bewerbung: So geht's!
Eine gute Bewerbung hat einen klaren und logischen Aufbau. So kannst du sicherstellen, dass deine Informationen leicht verständlich sind und du einen positiven Eindruck hinterlässt. Keine Sorge, es ist einfacher als du denkst!
1. Das Anschreiben: Deine persönliche Visitenkarte
Das Anschreiben ist das Herzstück deiner Bewerbung. Hier hast du die Möglichkeit, dich persönlich vorzustellen und deine Motivation darzulegen. Denk daran: Es geht nicht darum, deinen Lebenslauf einfach nur zusammenzufassen, sondern darum, eine Geschichte zu erzählen, die den Leser fesselt.
Was gehört ins Anschreiben?
- Deine Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse.
- Adresse des Unternehmens: Name des Unternehmens, Adresse.
- Datum: Aktuelles Datum.
- Betreff: "Bewerbung um ein Schülerpraktikum" + ggf. die genaue Bezeichnung des Praktikums.
- Anrede: "Sehr geehrte/r Frau/Herr [Nachname]" (am besten den Namen des Ansprechpartners herausfinden!).
- Einleitung: Ein starker erster Satz, der Aufmerksamkeit erregt (siehe unten!).
- Hauptteil: Deine Motivation, deine Fähigkeiten, deine Erfahrungen und warum du genau dieses Praktikum möchtest (siehe unten!).
- Schluss: Dein Wunsch nach einem Vorstellungsgespräch und ein freundlicher Gruß.
- Unterschrift: Deine handschriftliche Unterschrift.
Der "Hook": So fängst du stark an!

Der erste Satz deines Anschreibens ist entscheidend. Er entscheidet darüber, ob der Leser weiterliest oder nicht. Vermeide langweilige Standardfloskeln wie "Hiermit bewerbe ich mich...". Stattdessen solltest du kreativ sein und einen "Hook" verwenden, der neugierig macht. Hier sind ein paar Beispiele:
- "Schon als Kind habe ich fasziniert zugesehen, wie mein Vater als [Beruf] [Tätigkeit] erledigt hat. Ein Praktikum bei Ihnen wäre die perfekte Gelegenheit, meine Leidenschaft für [Bereich] in die Praxis umzusetzen."
- "Ihr Unternehmen ist bekannt für [positive Eigenschaft/Erfolg]. Ich bin beeindruckt von [konkretes Beispiel] und möchte gerne einen Beitrag zu Ihrem Erfolg leisten."
- "Ich bin begeistert von [Technologie/Produkt/Dienstleistung] Ihres Unternehmens. Ein Praktikum bei Ihnen würde mir ermöglichen, meine Kenntnisse in diesem Bereich zu vertiefen und aktiv mitzuwirken."
Der Hauptteil: Zeige, was du kannst!
Im Hauptteil deines Anschreibens geht es darum, deine Motivation, deine Fähigkeiten und deine Erfahrungen darzulegen. Hier ist, was du beachten solltest:
- Motivation: Warum möchtest du genau dieses Praktikum machen? Was interessiert dich an dem Unternehmen und der Branche? Zeige, dass du dich informiert hast und dass du wirklich motiviert bist.
- Fähigkeiten: Welche Fähigkeiten bringst du mit, die für das Praktikum relevant sind? Das können schulische Kenntnisse sein (z.B. gute Noten in bestimmten Fächern), aber auch außerschulische Aktivitäten (z.B. Engagement in einem Verein, Teilnahme an Wettbewerben, ehrenamtliche Tätigkeiten).
- Erfahrungen: Hast du schon mal ein Praktikum gemacht? Oder hast du andere Erfahrungen gesammelt, die für das Praktikum relevant sein könnten (z.B. Babysitten, Nachhilfe geben, Ferienjob)? Beschreibe kurz, was du gemacht hast und was du dabei gelernt hast.
- Beispiele: Untermauere deine Aussagen mit konkreten Beispielen. Anstatt nur zu sagen, dass du "teamfähig" bist, beschreibe eine Situation, in der du erfolgreich in einem Team gearbeitet hast.
Der Schluss: Ein guter Eindruck bis zum Ende!
Im Schlussteil deines Anschreibens solltest du deinen Wunsch nach einem Vorstellungsgespräch zum Ausdruck bringen und dich für die Zeit bedanken, die der Leser für deine Bewerbung aufgewendet hat. Hier sind ein paar Beispiele:

- "Ich freue mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch, in dem ich Sie gerne von meinen Fähigkeiten und meiner Motivation überzeuge."
- "Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung und freue mich auf Ihre Rückmeldung."
- "Mit großem Interesse sehe ich Ihrer Antwort entgegen."
Vergiss nicht, dein Anschreiben mit einem freundlichen Gruß ("Mit freundlichen Grüßen") und deiner handschriftlichen Unterschrift zu beenden.
2. Der Lebenslauf: Deine Fakten im Überblick
Der Lebenslauf ist eine tabellarische Übersicht über deine wichtigsten Daten, wie z.B. deine schulische Laufbahn, deine praktischen Erfahrungen und deine besonderen Kenntnisse. Er soll dem Leser einen schnellen Überblick über deine Qualifikationen geben.
Was gehört in den Lebenslauf?
- Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Geburtsort (optional: Foto).
- Schulbildung: Grundschule, weiterführende Schule (mit Namen, Ort und Zeitraum), voraussichtlicher Schulabschluss.
- Praktische Erfahrungen: Falls vorhanden, Praktika, Ferienjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten (mit Angabe des Unternehmens/der Organisation, des Zeitraums und deiner Aufgaben).
- Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten: Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse, Führerschein (falls vorhanden), sonstige Fähigkeiten (z.B. musikalische oder sportliche Aktivitäten).
- Interessen und Hobbys: (Optional) Kurz auflisten.
Tipps für den Lebenslauf:
- Übersichtlichkeit: Verwende eine klare und übersichtliche Formatierung.
- Vollständigkeit: Achte darauf, dass alle relevanten Informationen enthalten sind.
- Aktualität: Stelle sicher, dass dein Lebenslauf auf dem neuesten Stand ist.
- Reihenfolge: Die aktuellste Information steht immer zuerst (chronologisch absteigend).
3. Anlagen: Zeugnisse und Bescheinigungen
Als Anlagen fügst du deiner Bewerbung alle relevanten Zeugnisse und Bescheinigungen bei, die deine Angaben im Anschreiben und im Lebenslauf belegen. Das können zum Beispiel sein:
- Schulzeugnisse: Die letzten beiden Zeugnisse.
- Praktikumszeugnisse: Falls vorhanden.
- Bescheinigungen: Z.B. über die Teilnahme an Kursen, Wettbewerben oder ehrenamtlichen Tätigkeiten.
Wichtig:

- Qualität: Die Anlagen sollten gut lesbar und von guter Qualität sein (keine schlechten Kopien oder Fotos!).
- Relevanz: Füge nur Anlagen bei, die für das Praktikum relevant sind.
- Reihenfolge: Sortiere die Anlagen in einer logischen Reihenfolge (z.B. chronologisch).
Do's and Don'ts: Was du unbedingt beachten solltest!
Um sicherzustellen, dass deine Bewerbung erfolgreich ist, solltest du folgende Do's and Don'ts beachten:
Do's:
- Recherche: Informiere dich gründlich über das Unternehmen und das Praktikum.
- Individualisierung: Passe deine Bewerbung an das jeweilige Unternehmen und das jeweilige Praktikum an.
- Korrekturlesen: Lass deine Bewerbung von jemandem Korrektur lesen, um Fehler zu vermeiden.
- Professionalität: Achte auf eine professionelle Gestaltung und Ausdrucksweise.
- Pünktlichkeit: Reiche deine Bewerbung pünktlich ein.
- Freundlichkeit: Sei freundlich und motiviert.
- Sei du selbst: Versuche, authentisch zu sein und deine Persönlichkeit zu zeigen.
Don'ts:
- Standardfloskeln: Vermeide langweilige Standardfloskeln.
- Fehler: Achte auf Rechtschreib- und Grammatikfehler.
- Unvollständigkeit: Stelle sicher, dass alle relevanten Informationen enthalten sind.
- Unprofessionalität: Vermeide umgangssprachliche Ausdrücke und unprofessionelle E-Mail-Adressen.
- Lügen: Lügen haben kurze Beine! Bleibe ehrlich.
- Negative Aussagen: Vermeide negative Aussagen über dich selbst oder andere.
- Unmotiviertheit: Zeige, dass du motiviert bist und das Praktikum wirklich möchtest.
Beispiele und Vorlagen: Lass dich inspirieren!
Im Internet findest du zahlreiche Beispiele und Vorlagen für Bewerbungen für Schülerpraktika. Diese können dir als Inspiration dienen, aber du solltest sie nicht einfach nur kopieren. Passe die Vorlagen an deine eigene Situation an und verleihe deiner Bewerbung eine persönliche Note.
Wo findest du Beispiele und Vorlagen?

- Internet: Suche nach "Bewerbung Schülerpraktikum Vorlage" oder "Bewerbung Schülerpraktikum Beispiel".
- Schule: Frage deine Lehrer oder Berufsberater nach Tipps und Vorlagen.
- Freunde und Familie: Frage Freunde und Familie, ob sie dir bei deiner Bewerbung helfen können.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Auch wenn du alle Tipps und Tricks beachtest, können sich Fehler einschleichen. Hier sind einige häufige Fehler und wie du sie vermeidest:
- Rechtschreib- und Grammatikfehler: Lass deine Bewerbung von jemandem Korrektur lesen.
- Falsche Anrede: Finde den Namen des Ansprechpartners heraus und verwende die korrekte Anrede.
- Unpersönliche Bewerbung: Passe deine Bewerbung an das jeweilige Unternehmen und das jeweilige Praktikum an.
- Unvollständige Bewerbung: Stelle sicher, dass alle relevanten Informationen enthalten sind.
- Unprofessionelle E-Mail-Adresse: Verwende eine seriöse E-Mail-Adresse (z.B. vorname.nachname@...).
Die Online-Bewerbung: Besonderheiten beachten!
Viele Unternehmen bevorzugen heutzutage Online-Bewerbungen. Dabei gibt es ein paar Besonderheiten zu beachten:
- Format: Achte darauf, dass deine Bewerbung im geforderten Format (z.B. PDF) ist.
- Dateigröße: Die Dateigröße sollte nicht zu groß sein.
- Benennung: Benenne deine Dateien aussagekräftig (z.B. "Anschreiben_Max_Mustermann.pdf").
- E-Mail-Betreff: Gib im Betreff der E-Mail den genauen Titel des Praktikums an.
- Freundliche E-Mail: Verfasse eine kurze und freundliche E-Mail, in der du deine Bewerbung ankündigst.
Nach der Bewerbung: Geduld und Nachhaken!
Nachdem du deine Bewerbung abgeschickt hast, heißt es erst einmal: Geduld! Es kann einige Zeit dauern, bis du eine Rückmeldung erhältst. Wenn du nach zwei bis drei Wochen noch nichts gehört hast, kannst du freundlich nachhaken. Das zeigt dein Interesse und deine Motivation.
Wie fragst du nach?
- E-Mail: Schreibe eine kurze und freundliche E-Mail, in der du dich nach dem Stand deiner Bewerbung erkundigst.
- Telefon: Rufe im Unternehmen an und frage nach dem Ansprechpartner für deine Bewerbung.
Der wichtigste Tipp zum Schluss: Glaube an dich!
Die Bewerbung für ein Schülerpraktikum kann aufregend sein, aber lass dich nicht entmutigen! Glaube an dich und deine Fähigkeiten. Mit einer guten Vorbereitung, einer individuellen Bewerbung und einer positiven Einstellung stehen deine Chancen gut, deinen Wunschpraktikumsplatz zu bekommen. Du schaffst das!
Ein Praktikum ist deine Chance, die Arbeitswelt kennenzulernen, neue Fähigkeiten zu erlernen und herauszufinden, was dich wirklich interessiert. Nutze diese Chance und mach das Beste daraus!
