Beim Aufstehen Schwarz Vor Augen

Kennst du das? Du liegst gemütlich im Bett, die Augen sind noch halb geschlossen und du freust dich auf den ersten Kaffee. Aber dann, beim raschen Aufstehen, wird plötzlich alles schwarz vor Augen. Ein kurzer Moment der Orientierungslosigkeit, bevor die Welt wieder klar wird. Keine Panik, du bist damit nicht allein! Dieses Phänomen ist super verbreitet und wir schauen uns heute mal an, was dahinter steckt und was du dagegen tun kannst.
Der Fachbegriff dafür ist orthostatische Hypotonie, also ein kurzzeitiger Blutdruckabfall beim Übergang vom Liegen oder Sitzen zum Stehen. Stell dir vor, dein Blut ist wie eine Armee von kleinen Helfern, die Sauerstoff zu deinem Gehirn transportieren. Wenn du liegst, sind diese Helfer entspannt und verteilen sich gleichmäßig. Stehst du aber schnell auf, muss das Blut plötzlich gegen die Schwerkraft arbeiten, um ins Gehirn zu gelangen. Manchmal kommt es dann zu einer kleinen Verzögerung, ein paar Helfer bleiben "unten" und das Gehirn bekommt kurzzeitig zu wenig Sauerstoff – et voilà, schwarz vor Augen!
Warum passiert das? Es gibt verschiedene Gründe. Dehydration spielt oft eine Rolle. Wenn du zu wenig trinkst, ist dein Blutvolumen geringer und der Blutdruck kann leichter absacken. Auch langes Liegen, zum Beispiel nach einer Krankheit oder Operation, kann dazu führen, dass sich der Körper erst wieder an die aufrechte Position gewöhnen muss. Bestimmte Medikamente, wie Blutdrucksenker, können das Problem ebenfalls verstärken. Und ganz ehrlich: Manchmal ist es einfach nur die ungeduldige Art, wie wir aus dem Bett springen.
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Aber was kannst du dagegen tun? Keine Sorge, meistens ist es harmlos und du kannst einiges selbst tun, um es zu verhindern. Das Wichtigste ist, genug zu trinken, besonders Wasser. Am besten schon direkt nach dem Aufstehen ein großes Glas. Auch eine langsame Veränderung der Position hilft. Setz dich erstmal auf die Bettkante, lass deine Füße baumeln und atme ein paar Mal tief durch, bevor du ganz aufstehst. Dadurch gibst du deinem Körper Zeit, den Blutdruck anzupassen.

Regelmäßige Bewegung ist ebenfalls super wichtig. Sie stärkt dein Herz-Kreislauf-System und hilft, den Blutdruck stabil zu halten. Und falls du zu niedrigen Blutdruck hast, können auch Kompressionsstrümpfe eine gute Idee sein. Sie unterstützen die Blutzirkulation in den Beinen und verhindern, dass zu viel Blut dort versackt.
Wann solltest du zum Arzt gehen? Wenn die Schwarzwerden vor Augen häufig auftritt, sehr lange dauert oder mit anderen Symptomen wie Schwindel, Ohnmacht oder Herzrasen einhergeht, solltest du das abklären lassen. Dein Arzt kann herausfinden, ob eine andere Ursache dahinter steckt und dir gegebenenfalls eine passende Behandlung empfehlen. Aber in den meisten Fällen ist es nur ein harmloses, aber lästiges Phänomen, das du mit ein paar einfachen Tricks in den Griff bekommen kannst. Also, langsam aufstehen, genug trinken und deinem Körper die Zeit geben, die er braucht – dann bleibt die Welt auch beim Aufstehen schön bunt!
