Bafög Zweitstudium Erststudium Ohne Bafög

BAföG. Allein das Wort klingt schon nach Behörde und Papierkrieg. Findet ihr nicht auch? Ein bisschen wie "Beamtenforelle". Aber hey, es kann Leben retten – oder zumindest das Studentenleben. Erststudium mit BAföG ist ja noch irgendwie...normal. Gefühlt jeder Zweite rennt da rum mit dem Antrag in der Hand. Und ja, ich war auch einer davon. Peinlich, aber wahr.
Das Erststudium-Dilemma
Das Erststudium. Die Zeit, in der man glaubt, die Welt verändern zu können. Mit 19 und 'nem Rucksack voll Idealismus. Und 'ner leeren Geldbörse. BAföG ist dann wie 'ne Tankfüllung für den idealistischen Kleinwagen. Man kann zumindest bis zum nächsten WG-Abendessen kommen, ohne Mama anpumpen zu müssen. Und mal ehrlich: Wer will schon Mama anpumpen müssen? Außer vielleicht für neue Socken.
Ich weiß, ich weiß. BAföG ist nicht kostenlos. Aber es ist zinslos während des Studiums. Und danach? Naja, danach verschieben wir das Problem einfach in die Zukunft. Ist doch auch 'ne Lösung, oder? Und wer weiß, vielleicht erfinde ich ja bis dahin die selbstreinigende Socke und bin reich. Dann zahl ich das BAföG locker zurück. Versprochen!
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Aber was, wenn man schon ein Erststudium hinter sich hat? Was, wenn man merkt, dass die selbstreinigende Socke doch nicht so der Bringer ist? Oder, noch schlimmer, dass man das falsche studiert hat? Dann kommt das Zweitstudium ins Spiel. Und damit der BAföG-Albtraum.
Zweitstudium: BAföG-Land? Eher nicht...
BAföG für ein Zweitstudium? Pfff. Das ist wie 'ne Party, zu der man nicht eingeladen ist. Außer man hat ganz besondere Gründe. Und mit "besonders" meine ich nicht: "Ich hab's mir anders überlegt und will jetzt doch lieber Clown werden." Das ist zwar ehrenwert, aber BAföG-technisch eher ein Nogo.

Und hier kommt meine unpopuläre Meinung: Vielleicht ist das Zweitstudium ohne BAföG gar nicht so schlecht? Vielleicht zwingt es einen dazu, sich den Arsch aufzureißen. Vielleicht wird man dadurch kreativer. Vielleicht entdeckt man seine innere Finanzierungs-Ninja. Und mal ehrlich, wer will nicht ein Finanzierungs-Ninja sein?
Klar, es ist hart. Man muss jobben, sparen, betteln... Okay, vielleicht nicht betteln. Aber man muss Prioritäten setzen. Kein neuer Fernseher. Keine teuren Urlaube. Nur Nudeln mit Pesto. Aber hey, Nudeln mit Pesto sind auch lecker! Und sie sind vor allem: BAföG-neutral.

Ohne BAföG: Die harte Schule des Lebens
Ohne BAföG zu studieren ist wie ein Survival-Training. Man lernt, mit wenig auszukommen. Man lernt, zu improvisieren. Man lernt, wie man den Chef um 'ne Gehaltserhöhung bittet, ohne dabei wie ein winselnder Welpe auszusehen. Das sind alles Skills, die einem im späteren Leben nützlich sein werden. Sogar, wenn man am Ende doch die selbstreinigende Socke erfindet.
Vielleicht ist es sogar besser so. Vielleicht wird man durch den finanziellen Druck zu Höchstleistungen angespornt. Vielleicht studiert man bewusster, effizienter, zielgerichteter. Und vielleicht, ganz vielleicht, genießt man das Studium sogar ein bisschen mehr, weil man weiß, was man dafür geleistet hat.

Und ja, ich weiß. Es gibt auch Leute, die ohne BAföG einfach gar nicht studieren können. Das ist scheiße. Punkt. Aber für alle anderen: Seht es als Herausforderung. Als Chance, über euch hinauszuwachsen. Als Beweis dafür, dass ihr mehr könnt, als ihr denkt.
Und falls alles schiefgeht: Es gibt immer noch die selbstreinigende Socke. Oder man wird Clown. Oder man schreibt einen Artikel über BAföG und hofft, dass jemand Mitleid hat und einem 'nen Kaffee spendiert.
Also, Kopf hoch! Egal ob mit oder ohne BAföG. Das Studium ist nur eine Phase. Und danach? Danach kommt das Leben. Und das ist hoffentlich ein bisschen weniger bürokratisch.
